Fa. „Tarnen und Täuschen & Co“

Ein dem Lebensmittel zugesetzter Aromastoff täuscht, nach meiner Definition, einen Geschmack vor, der, aus welchen Gründen auch immer, so im Lebensmittel nicht vorhanden ist. Selbst wenn der Aroma-Inhaltsstoff auf der Verpackung stehen würde, wüsste ich als Verbraucher überhaupt nichts über diesen Stoff. Der Kunstgriff der Natürlichkeit ist eine Perversion des Begriffes. 

Das Gesetz ist so angelegt, dass dieser Kunstgriff möglich ist. Die Lebensmittel-Wirklichkeit ist ein Komplott zum Schaden der Konsumenten. Besonders gefährlich sind einige industrielle Geschmacksverbesserer, zumal im Verbund mit anderen Zutaten, für Allergiker: Das Bundesgesundheitsblatt warnte bereits vor ‘unter Umständen lebensbedrohlichen Schockreaktionen’, vor allem für die ‘zunehmende Zahl’ von Soja- und Erdnussallergikern.

Solche versteckten Allergieauslöser hatten US-Mediziner entdeckt, als sie sechs ungeklärte Todesfälle bei Kindern untersuchten. Die von den Forschern vermutete Ursache: Spuren von Soja und Erdnüssen in Hamburgern und ‘Snacks’. Soja- oder Erdnussproteine werden häufig chemisch umgemodelt und verwendet, um Salami- oder Speckgeschmack vorzutäuschen. Das ist natürlich tückisch: Während ein Apfel-Allergiker weiß, dass er keine Äpfel essen soll, ahnt ein Soja-Allergiker kaum, ob in Pizza, Dosenwürstchen oder Tiefkühlklopsen ein Würz-Mix auf Soja-Basis enthalten ist.

Die Gesundheitsbehörden können auch keinen Schutz garantieren: ‘Ich weiß ja nicht, was für ein Aromastoff wirklich eingesetzt wird’, klagt Werner Grunow vom Berliner Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin“ (…)

Einige Hundert Hühner habe er im Angebot, sagt Günther Matheis. Herr Matheis ist kein Hühnerbaron, sondern Lebensmittelchemiker bei der Firma Dragoco im niedersächsischen Holzminden, einer der führenden Geschmacksfabrikanten. Deshalb hat er von den Hühnern auch bloß die chemischen Aroma-Komponenten auf Lager, vom Typ ‘koch’ bis Typ ‘brat’. Und dazu, ganz nach Belieben der Kundschaft aus der Lebensmittelindustrie, chemisch nachempfundene Gaumen-Illusionen von Mango, Joghurt, Speck.

7000 Geschmäcker insgesamt. Selbst das Wiener Würstchen wird oft nicht mehr geräuchert, sondern bloß kurz mit Flüssigrauch geduscht. Das ist eigentlich verboten, doch das Bonner Gesundheitsministerium hat schon über 300 Ausnahmegenehmigungen erteilt (…) Einige (Betriebe) beteuern, davon keinen Gebrauch zu machen, – was der Verbraucher nur schwer überprüfen kann. Denn eine Kennzeichnung der ‘Duschwürstchen’ ist ausdrücklich verboten. So weiß der Esser häufig nicht, welchen Kunstgriffen der formidable Geschmack zu verdanken ist. Und er genießt die modernen Imitate oft.

Durchschnittlich nimmt jeder täglich ein Pfund aromatisiertes Essen zu sich.

Auch für Hunde und Katzen, Puten und Schweine haben die Aroma-Fabriken diverse Geschmacks-Richtungen nachempfunden, bis hin zu tierischen Lieblings-Speisen wie Maus oder Wurm.

Überraschenderweise ergaben indessen Studien, dass das liebe Vieh bisweilen fast menschliche Geschmacks-Vorlieben zeigt: Ferkel beispielsweise, so fand ein dänischer Konzern heraus, sind ganz begeistert von Erdbeeren mit Schlagsahne – und nahmen bei so aromatisiertem Futter deutlich an Mastgewicht zu.“

Text: Walter Häge; (1) Grimm. H.-U.: Der Erdbeergeschmack kommt von Sägespänen, in: „Die Rheinpfalz“ Nr. 271/97

…und fertig ist die Leberwurst

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Das Tier, das nur über seinen Zweck für uns Menschen definiert wird, das Schlachttier, ist also tot. Der sogenannte ‘Schlachtkörper Schwein’ wird halbiert, die Muskelfleischstücke, die sogenannten „Qualitätsteile“ werden für die Fleischtheke separiert. Der Rest Muskelfleisch ist gut für Rohwurst wie frische Bratwurst oder Mettwurst.

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