Immunsystem II

Das erworbene, „zellulare“ Immunsystem ist in den Schleimhäuten und seiner Umgebung lokalisiert. Es ist für die Abwehr von Krankheitserregern hauptsächlich innerhalb der Zelle verantwortlich. Dieses Immunsystem reift erst nach der Geburt.

Um die Erreger abzuwehren, wird das so genannte Stickstoffmonoxidgas (NO-Gas) benötigt. Für die Entdeckung dieses körpereigenen Abwehrgases (Stickoxid-Gas) wurde 1998 der Nobelpreis verliehen (Robert. F. Furchgott, Louis J. Ignarro und Ferid Murad).

  • Es wurde zuerst in den Wandzellen der Muskulatur der Blutgefäße entdeckt. Dort hat es eine Blutgefäßmuskulatur entspannende Wirkung und reguliert damit den Blutdruck
  • Danach wurde das NO-Gas in Nervenzellen entdeckt, wo es Botenstofffunktionen erfüllt
  • Danach wurde dieses Gas in Abwehrzellen und in fast allen Körperzellen gefunden, wo es  dort für die Abwehr aller Krankheitserreger verantwortlich ist.

Bis heute sind in folgenden Organzellen NO-Gase nachgewiesen:

  • Bauchspeicheldrüse, Bindegewebe, Darm, Gefäßinnenwand, Gehirn- und Nervensystem, Haut, Muskulatur
  • Herzmuskel, Knochen 
  • Leber, Lunge, Magen, Niere

Seit dieser Entdeckung wissen wir, dass alle unsere Körperzellen zusammen ein gigantisches eigenes Abwehrsystem besitzen, welches dann optimal funktioniert, wenn der ATP-Zell-Energie-Fluss optimal funktioniert.

Die Körperintelligenz nimmt sogar den Tod einer angegriffenen Zelle in Kauf, um das Gesamtsystem vor der weiteren Ausbreitung der Eindringlinge zu schützen: Das NO-Gas durchdringt (diffundiert) als kleine Gaswolke die Zellwand nach außen und vernichtet Viren, Pilze und Tumorzellen, die sich in der Umgebung befinden. Danach vernichtet sich die Zelle selbst (vorprogrammierter Zelltod/Apoptose), damit die Erreger, die sich bereits innerhalb der Zelle befinden, ebenfalls restlos abgetötet werden.

NO-Gas muss ausgewogen produziert werden:

  • ist die NO-Gas-Produktion zu schwach, was beim normalgewichtigen Menschen in der Regel durch ein Mangel der Aminosäure Arginin hervorgerufen wird, reduziert sich die zelluläre Abwehrleistung (Bei übergewichtigen Menschen wird von enormen mitochondrialen Funktionsstörungen berichtet, was zu einer geringeren Energiebildung und einer hohen Erregeranfälligkeit führen kann)
  • ist die NO-Gas-Produktion zu stark, entsteht ein Problem, weil NO-Gas selbst ein Freies Radikal ist und dadurch potenziell zellschädigend. NO-Gas-Überproduktion wird verhindert,  wenn Aminosäuren und Polyphenole in ausreichendem Maße im Körpersystem vorhanden sind

© Walter Häge


Die Zellentgifter des Immunsystems II (Antioxidantien)

Grafik: Mit freundlicher Genehmigung von Ralf Meyer HP


Die Tabelle zeigt auf der linken Seite die so genannten selbst produzierten freien Radikale wie Sauerstoffradikale und Stickstoff-Monoxid-Gas, das eine wichtige Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern bildet, die sich innerhalb der Zelle vermehren.

Die Produktion der Sauerstoffradikale und des Stickstoff-Monoxid-Gases ist ein völlig normaler (physiologischer) Vorgang, wenn auch die Neutralisierung dieser Radikale für die Gesunderhaltung des menschlichen und tierischen Organismus unverzichtbar ist.

Auf der rechten Seite sehen Sie eine Aufzählung von potentiell giftigen oder Zell- und Mitochondrien schädigenden, von der Industrie hergestellten Stoffgruppen, für deren Entgiftung Antioxidanzien verantwortlich sind.

  • Glutathion (Schwefelverbindung) und
  • Polyphenole (ebenfalls Schwefelverbindungen)

sind für das Neutralisieren dieser Radikale und Gifte sowie die Aufrechterhaltung der Mitochondrien-Funktion entscheidend!

  • Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe),
  • Thiole (Schwefelgruppen) und
  • Glutathion

sind DIE Zellentgifter und können – nach heutigen Erkenntnissen – über 3000 Industriegifte unschädlich machen!

Glutathion

  • wird innerhalb der Mitochondrien aus den Aminosäuren Cystein, Glutamin und Glycin gebildet.
  • ist ‘Mitglied’ des antioxidativen Netzwerks und gehört zu den wichtigsten aller Antioxidantien.
  • kämpft gegen die freien Radikalen bei der Glucoseverbrennung der Krebszellen.
  • spielt eine wichtige Rolle bei der Entgiftung der Leber und ist für die Gesundheit des Immunsystems von größter Bedeutung.

Fehlen die für die Bildung des Glutathions notwendigen Eiweiße oder werden diese Eiweiße über gestörte und fehl funktionierende Schleimhäute nicht ausreichend resorbiert, können die Mitochondrien Glutathion nicht ausreichend herstellen.

Sinkt dadurch der Glutathion-Level eines biologischen Systems, ist die NO-Gas-Synthese gestört. Die Folge ist der Zusammenbruch des Immunsystems. Eine Mikronährstoffversorgung ist in diesem Fall zwingend notwendig!

Als materieller, hochwertiger Helfer zur Glutathonbildung ist der Naturstoff Organischer Schwefel (MSM, Methylsulfonylmethan) – zu nennen.

Quelle: HP Ralf Meyer
Textzusammenstellung: W. Häge


Die innere Abwehr der Körperzellen

Das 2. Immunsystem war bis zum Nobelpreis von 1998 den meisten Medizinern unbekannt. Wenn in die Zelle Erreger eindringen, ist unser inneres Schutzprogramm aufgerufen.

Tumorzellen, Erreger, Pilze etc. dringen in die Zelle ein:

Abwehrzellen (T-Helferzellen) erscheinen und schütten Zytokine aus:

Diese Zytokine aktivieren das NO-Killergas Stickstoffoxid:

Das NO-Gas in der Zelle führt zum Tod der befallenen Zelle. Damit sind auch die Eindringlinge vernichtet – eine radikale, aber hochwirksame Vorgehensweise.

Allein durch die Apoptose, den „Selbstmord” einer Zelle, können die eingedrungenen Schädlinge beseitigt werden. Und: Nur auf diesem Weg können alle Tumorzellen auf natürlichen Wege gezielt vernichtet werden.

Quelle und ©: Michael Zlomke

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