Artemisia annua für Hunde

Artemisia annua für Hunde

Artemisia annua – auch bekannt als Einjähriger Beifuß, ist eine aromatische, krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie stammt ursprünglich aus Asien und wird heute weltweit kultiviert. Das fein gefiederte Kraut enthält zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Bitterstoffe, ätherische Öle und Flavonoide. Diese natürlichen Inhaltsstoffe verleihen der Pflanze ihren charakteristischen Geruch und Geschmack und machen sie zu einem traditionellen Bestandteil pflanzlicher Futtermischungen. In der Tierernährung kann Artemisia annua als Ergänzungsfuttermittel zur Unterstützung physiologischer Verdauungsprozesse und des allgemeinen Wohlbefindens eingesetzt werden, – ohne arzneilichen Anspruch.


Besondere Info:

Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Hundes empfehlen wir die kostenfreie Hotline des “Biologischen Therapiezentrums für Hunde” wau@froehlicher-hund.de (Webseite: https://froehlicher-hund.de/)


Inhaltsstoffe

Artemisia annua enthält eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe.
Zu den wichtigsten zählen:

  • Sesquiterpenlactone, insbesondere Artemisinin (charakteristischer Inhaltsstoff)
  • Flavonoide (z. B. Quercetin, Luteolin, Chrysoplenetin)
  • Phenolsäuren (z. B. Kaffeesäure, Ferulasäure)
  • Ätherische Öle (u. a. Campher, 1,8-Cineol, Artemisia-Keton)
  • Cumarine und Polysaccharide

Gesundheitliche Bedeutung

In verschiedenen Ländern wird Artemisia annua (Einjähriger Beifuß) sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin traditionell und therapeutisch genutzt. In China ist die Pflanze seit Jahrhunderten Bestandteil der traditionellen Medizin und dient dort vor allem zur Behandlung fieberhafter Erkrankungen. Der aus ihr gewonnene Wirkstoff Artemisinin ist weltweit als Bestandteil moderner Malariatherapien anerkannt.

Auch in Teilen Afrikas, etwa in Kenia, Uganda, Tansania und Madagaskar, wird Artemisia annua in der Volksmedizin angewendet – sowohl beim Menschen als auch im Rahmen traditioneller Tierhaltung, insbesondere bei Geflügel, Schafen und Ziegen. In diesen Regionen gilt die Pflanze als natürliches Mittel zur Unterstützung der Gesundheit und wird teils auch zur Kontrolle von Parasitenbelastungen eingesetzt.

In Europa und Nordamerika beschränkt sich die Verwendung weitgehend auf Forschung, Ergänzungsfuttermittel und komplementäre Ansätze, da für therapeutische Anwendungen keine arzneilichen Zulassungen bestehen.

  • In der Tierernährung wird Artemisia annua als pflanzlicher Zusatzstoff oder Ergänzungsfuttermittel eingesetzt.
  • Der Einsatz in der EU erfolgt ausschließlich zur ernährungsphysiologischen Unterstützung, – nicht zur Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten.

Einsatzbereiche in der Tierheilkunde

In der ganzheitlichen Tierheilkunde wird Artemisia annua als pflanzlicher Zusatzstoff geschätzt, der die Ernährung und das allgemeine Wohlbefinden von Tieren unterstützen kann.
Mögliche Anwendungsfelder liegen in Bereichen, in denen eine unterstützende Wirkung auf natürliche Körperfunktionen erwünscht ist, zum Beispiel:

  • Zur Unterstützung der Verdauung und eines ausgeglichenen Magen-Darm-Trakts.
  • Zur Förderung des Appetits und der Futteraufnahme bei empfindlichen oder älteren Tieren.
  • Zur allgemeinen Vitalitätsunterstützung in Zeiten erhöhter Belastung oder Rekonvaleszenz.
  • Zur ernährungsphysiologischen Ergänzung bei einseitiger oder nährstoffarmer Fütterung.
  • Zur Stabilisierung der Futterakzeptanz durch den aromatischen Charakter der Pflanze.

Erkenntnisse der Wissenschaft

Die Pflanze Artemisia annua ist seit Jahrzehnten Gegenstand wissenschaftlicher Forschung, insbesondere aufgrund ihres charakteristischen Inhaltsstoffes Artemisinin, für dessen Entdeckung die chinesische Forscherin Tu Youyou 2015 den Nobelpreis für Medizin erhielt.

Zahlreiche Studien befassen sich mit der Zusammensetzung und biologischen Aktivität der in Artemisia annua enthaltenen Stoffe – darunter Bitterstoffe, Flavonoide, Sesquiterpenlactone und ätherische Öle.
Diese Substanzen werden in der Forschung vor allem im Zusammenhang mit oxidativem Stress, Immunregulation, Futterverwertung und mikrobieller Stabilität untersucht.

In der Tierernährung interessieren insbesondere:

  • Die Wirkung natürlicher Bitterstoffe auf Appetit und Verdauung,
  • der Einfluss pflanzlicher sekundärer Stoffe auf die allgemeine Vitalität,
  • und die Aromastoffe der Pflanze, die zur besseren Futteraufnahme beitragen können.

Anwendung und Dosierung beim Hund

Artemisia annua kann als pflanzlicher Zusatzstoff in der täglichen Fütterung eingesetzt werden.
Das fein gemahlene Kraut wird dem Futter beigemischt und dient der Unterstützung physiologischer Verdauungsprozesse, der Futteraufnahme und des allgemeinen Wohlbefindens.

Die Dosierung richtet sich nach Körpergewicht und Tierart.
Es handelt sich hierbei um empfohlene Fütterungsmengen, nicht um medizinische Dosierungen.

Körpergewicht des HundesEmpfohlene tägliche Menge (getrocknetes Kraut)
bis 10 kg50 – 100 mg
10 – 25 kg100 – 300 mg
über 25 kg300 – 500 mg

Nicht anwenden bei tragenden oder säugenden Tieren.

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