Ashwagandha für Hunde

Ashwagandha für Hunde

Ashwagandha (Withania somnifera) – wörtlich „Geruch des Pferdes“ (ashva = Pferd, gandha = Geruch) – steht symbolisch für die Kraft und Vitalität eines Pferdes, die die Pflanze verleihen soll. Sie gilt als zentrale Heilpflanze des Ayurveda und wird wegen ihrer adaptogenen, nervenstärkenden und regenerierenden Wirkung geschätzt. Durch ihre Fähigkeit, Stress zu reduzieren, Energie zu fördern und das hormonelle Gleichgewicht zu unterstützen, hat sie sowohl in der traditionellen als auch in der modernen Naturheilkunde einen festen Platz gefunden.

Besondere Info:

Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Hundes empfehlen wir die kostenfreie Hotline des “Biologischen Therapiezentrums für Hunde” wau@froehlicher-hund.de (Webseite: https://froehlicher-hund.de/)

Inhaltsstoffe von Ashwagandha (Withania somnifera)

Die Wurzel der Schlafbeere enthält verschiedene bioaktive Pflanzenstoffe, die in der traditionellen Medizin seit Langem verwendet werden.
In der modernen Forschung stehen vor allem die Withanolide im Mittelpunkt.

  • Withanolide
    Sekundäre Pflanzenstoffe (Steroidlactone); Hauptbestandteil ist Withaferin A.
    Hochwertige Extrakte sind meist auf ca. 5% Withanolide standardisiert.
  • Alkaloide
    Stickstoffhaltige Verbindungen, die in geringer Konzentration vorkommen.
  • Saponine
    Pflanzliche Glycoside, die Zellmembranen und Stoffwechselprozesse unterstützen können.
  • Flavonoide und Phenolverbindungen
    Natürliche Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren.
  • Eisen und Aminosäuren
    Tragen in geringen Mengen zur Nährstoffversorgung bei.
  • GABA-ähnliche Substanzen
    Stehen im Fokus der Forschung wegen möglicher Einflüsse auf das Nervensystem; bislang ohne gesicherte Wirkung beim Tier.

Gesundheitliche Bedeutung

Ashwagandha (Withania somnifera, Schlafbeere) ist eine traditionsreiche Pflanze der ayurvedischen Medizin, die in der naturheilkundlichen Tiertherapie aufgrund ihrer vielseitigen Eigenschaften geschätzt wird. Sie zählt zu den sogenannten adaptogenen Pflanzenstoffen, denen zugeschrieben wird, den Organismus bei der Anpassung an körperliche und seelische Belastungssituationen zu unterstützen.

Hinweis

Diese Hinweise beziehen sich auf die traditionelle und naturheilkundliche Anwendung. Eine gesicherte arzneiliche Wirksamkeit im veterinärmedizinischen Sinne ist bislang nicht wissenschaftlich nachgewiesen.
Ashwagandha ersetzt keine tierärztliche Behandlung und sollte nur nach fachlicher Beratung angewendet werden.

Einsatzbereiche in der Tierheilkunde

  • Unterstützung in Stresssituationen:
    Bei Tieren, die empfindlich auf Veränderungen, Lärm oder Trennung reagieren, kann Ashwagandha zur besseren Anpassung an belastende Reize beitragen.
  • Begleitende Anwendung bei Nervosität und Unruhe:
    In der Tierheilkunde wird Ashwagandha eingesetzt, um nervliche Ausgeglichenheit zu fördern und innere Ruhe zu unterstützen.
  • Stärkung von Vitalität und Regeneration:
    Besonders bei älteren Hunden oder nach Phasen körperlicher Belastung kann Ashwagandha helfen, den Energiehaushalt zu stabilisieren.
  • Unterstützung des Immunsystems:
    Aufgrund seiner antioxidativen und adaptogenen Eigenschaften wird Ashwagandha genutzt, um das Immunsystem in Phasen erhöhter Beanspruchung zu begleiten.
  • Ergänzende Anwendung bei altersbedingtem Leistungsabfall:
    In Kombination mit einer angepassten Ernährung und Bewegung kann Ashwagandha helfen, die Lebensqualität älterer Tiere zu fördern.
  • Begleitend bei Haut- und Stoffwechselthemen:
    In Einzelfällen wird Ashwagandha bei Tieren eingesetzt, deren Haut- oder Stoffwechselbelastungen im Zusammenhang mit Stress stehen.

Erkenntnisse der Wissenschaft
Zentrale Beobachtungen aus Studien

  • Stress und Verhalten:
    Hunde zeigten teils geringere Cortisolwerte und ruhigere Verhaltensmuster – Hinweis auf mögliche adaptogene Wirkung.
  • Immunsystem & Zellschutz:
    Veränderungen immunologischer Marker und antioxidativer Enzyme deuten auf mögliche unterstützende Effekte hin.
  • Leber- und Stoffwechselparameter:
    Bei älteren Hunden und Pferden wurden stabile Blutwerte (u. a. Leberenzyme) beobachtet.
  • Kognitive Funktionen:
    Erste Daten lassen eine potenzielle Unterstützung der Gehirnleistung bei älteren Hunden vermuten.

Anwendung und Dosierung

Körpergewicht des HundesPulver (Wurzel, roh)
bis 10 kgca. 50–100 mg täglich
10–25 kgca. 100–250 mg täglich
über 25 kgca. 250–500 mg täglich

Sicherheits- und Vorsichtshinweise

Nicht anwenden bei
trächtigen oder säugenden Hündinnen,
Schilddrüsenüberfunktion,
gleichzeitiger Gabe von Beruhigungs-, Hormon- oder Schilddrüsenmedikamenten.

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