Ashwagandha / Schlafbeere (Withania somnifera)

Ashwagandha zählt zu den bedeutendsten Regenerations- und Rasayana-Pflanzen der ayurvedischen Heilkunst. Die ursprünglich aus Indien, Nordafrika und dem Nahen Osten stammende Nachtschattenpflanze gilt seit Jahrhunderten als Symbol für Lebenskraft, Widerstandsfähigkeit und geistige Stabilität; traditionell wurden vor allem Wurzel, teils aber auch Blätter und Beeren genutzt.

Das Wichtigste auf einem Blick:

  • Bedeutendes Adaptogen für Stressregulation, Regeneration und nervliche Belastbarkeit.
  • Traditionell genutzt für Schlaf, Kraft, Konzentration und innere Stabilität.
  • Reich an Withanoliden mit antioxidativen, entzündungsmodulierenden und neuroprotektiven Eigenschaften.
  • Wissenschaftlich untersucht zu Cortisol, Schlaf, Muskelkraft, Immunfunktion und kognitiver Leistung.

Inhaltsstoffe:

Withanolide (u. a. Withaferin A, Withanolid D, Withanon), Alkaloide (Somniferin, Anaferin, Tropin, Cuscohygrin, Anahygrin), Sitoindoside, Steroidlactone, Glycowithanolide, Flavonoide, Polyphenole, Phenolsäuren, Tannine, Saponine, Cumarine, Cholin, Aminosäuren, Eisen, Kalium, Calcium, Magnesium, Zink, natürliche Antioxidantien, Fettsäuren, Oligosaccharide, Stärke, Ballaststoffe, ätherische Ölbestandteile.

Wirkungsweisen aus der Erfahrungsmedizin:

Ashwagandha wird traditionell zur Stärkung von Belastbarkeit, Regeneration und Lebensenergie genutzt. Besonders geschätzt wird die Pflanze bei nervlicher Erschöpfung, innerer Unruhe, stressbedingter Schwäche, Schlafproblemen sowie bei körperlicher und geistiger Überlastung. In der ayurvedischen Erfahrungsmedizin gilt sie zudem als aufbauend für Muskulatur, Nerven, Konzentration, Fruchtbarkeit und allgemeine Widerstandskraft. Häufig verwendet wird Ashwagandha außerdem zur Begleitung von Rekonvaleszenz, Alterungsprozessen, geschwächter Vitalität sowie empfindlichem Immunsystem und Stoffwechsel.

Wissenschaftliche Erkenntnisse:

  • Withanolide und Sitoindoside zeigen ausgeprägte antioxidative, entzündungsmodulierende, neuroprotektive und zellschützende Eigenschaften.
  • Humanstudien belegen deutliche Effekte auf Stressbelastung, Cortisolspiegel, Schlafqualität, Angstempfinden und psychische Belastbarkeit.
  • Untersuchungen zeigen Verbesserungen von Muskelkraft, Regeneration, Ausdauer, Testosteronspiegel und körperlicher Leistungsfähigkeit.
  • Ashwagandha wird intensiv hinsichtlich Gehirn, Gedächtnis, Konzentration, neurodegenerativer Prozesse und Nervenregeneration erforscht.
  • Immunmodulierende, stoffwechselaktive sowie schilddrüsen- und blutzuckerrelevante Effekte wurden vielfach beschrieben.
  • Präklinisch zeigen Inhaltsstoffe zudem antimikrobielle, leberschützende, zellregulierende und mitochondrienaktive Eigenschaften.

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