Chlorella gegen Candida – eine Stille ‘Volksseuche’ effektiv behandeln!

Pilz-Infektion

Von Knut Ochmann

Gefährliche Verpilzung

Candida ist ein mikroskopisch kleiner Hefepilz, ähnlich dem, den man als Trieb- und Back­mittel für Brot verwen­det. Er gehört zur verbreitetsten und bekanntesten Hefeart. Als para­sitäre Or­ganismen be­siedeln Candida-Pilze vorwiegend die Schleimhäute von Darm, Ma­gen, Mund, Ra­chen und Scheide; auch der Penis kann betroffen sein. Schätzungsweise sind 50-80 Prozent der Bevölkerung davon betroffen. Der Pilz kann sich in „Ruhestellung“ befinden, sodass keine Beschwerden auftreten. (1)

Der Candida an sich beschwört keine Gesundheitsgefahr herauf, denn er ist – bei einem gesunden inneren Milieu – ein harmloser Mitbewohner.

Unsere Schleimhäute beheimaten über 400 verschie­dene Arten nützli­cher Bakterien, darunter die populären Milchsäure­bakterien (Laktobazil­len), zu deren Auf­gabe es zählt, die unge­liebten Darmbewohner in verträgli­cher Populati­on zu hal­ten.

Alle Darmbakterien, gleich, ob schädlich oder nützlich, schaffen ein eigenes Öko­system in unse­rem Körper. Denken wir an die Aussage und Erkenntnis, die dem Entdeckers der Mikroorganismen, Prof. Dr. Louis Pasteur, am Ende seines Lebens, zugeschrieben wird: „Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles.“

Die meisten von unseren Darmbakterien sind Symbionten, die unser Körper benötigt: es sind Darmbakterien, die als Ausgleich für den Lebens­raum und die Nahrung (2), die wir ih­nen bieten, zahlreiche physiologische Funktio­nen erfüllen.

Sie schützen uns auch vor allen unliebsamen inneren Organismen, so auch vor dem candida albicans. Nur die quantitative Do­minanz gutarti­ger Bak­terien, also die gesun­de Darmflora oder mikro­bielle Balance, verhin­dert eine Revolte schädlicher Mikroorganis­men.

Liegt eine „Darmverpilzung“ mit Candida vor, medizinisch: Candidose, ist das mikrobielle Gleichgewicht gestört, was man fachsprachlich als Dysbiose oder Dsybakterie be­zeichnet. Überwucherungen großen Stils hat der Organismus auf sich allein gestellt wenig Paroli zu bieten, weil sich der Pilz gegen Kontrahenten zu behaupten weiß. Dafür pro­duziert er eine Reihe von Pilzgiften, sogenannte Mykotoxi­ne, wie Alkohol ein Produkt der Vergärung von Kohlenhydraten, die Viren und Bakterien vertrei­ben. Die Überbean­spruchung der Leber mit schädlichen Fuselal­koholen vermag das Ge­fühl von Unwohlsein und Be­nommenheit sowie eine alkoholischen Fettleber hervorzuru­fen. Bei starker Ausprä­gung spre­chen Medi­ziner vom „Eigenbrauerei-Syndrom“. Vie­le Myko­toxine schwä­chen den Gesamtorganis­mus und for­cieren so die (wei­tere) Ausbrei­tung des Pilzes. Wenn Candida sein Quartier im Darm verlässt, kann das zu mitunter üblen Symptomen an unterschiedlichen Körperstel­len füh­ren – je nachdem in welchen die Infektion ausbricht. Von rund 80 differenten Candi­daarten löst der berühmt-berüchtigte Candida Albicans am häufigsten eine Infektion (Can­didose) aus.

Risikogruppen

Insgesamt kommt es selten zu Candidosen. Anfällig für Candida-Infektionen sind fast aus­schließlich

  • Personen, die unter einer chronischen, ausgeprägten Dysbakterie leiden, z.B. als Konsequenz schlechter Er­nährungsgewohnheiten, Schwermetallvergiftungen und Antibiotika-Therapien
  • stark Immungeschwächte, etwa durch Leukämie, Infektion mit HIV, Organtransplan­tationen, Übersäuerung, Dauerstress oder der Langzeit­medikation mit Chemothera­peutika oder üppigen Mengen Kortison
  • in geringfügigem Maße jene, die kontinuierlich Hormonpräparate, z.B. die Pille, ein­nehmen

In der Regel verabreicht man Risikopatienten vorbeugend Antipilzmittel.

Symptomatik

Candida Albicans ist technisch gesehen eine Verdauungshefe, die sich von totem Gewebe unseres Körpers und den von uns verzehrten Kohlenhydraten ernährt (2) und dabei giftige Ab­fälle hinterlässt. Die Infektion bringt unange­nehme und teilweise gefährliche Folgen für die Gesundheit. Mitte der 1980er Jahre identifizierte man ebenjene Hefe als mögliche Ur­sache vieler chroni­scher Krankheiten und unspezifis­cher Symptome. Der Verbrei­tung des Pilzes folgen diverse Symptome, die es Arzt und Patient oftmals schwer machen, die rich­tige Diagnose zu stellen. Auf der anderen Seite sollte Candida nicht voreilig als Unruhe- und Krankheitsherd angesehen werden, wenn mehrere der unten aufgeführten Symptome vor­liegen. Hier ist eine sorgfältige Abklärung angezeigt.

Nicht nur kohlenhydratvergärenden Bakterien, auch Hefen verantworten andau­ernde Blä­hungen (Flatulenzen). Speziell das Anfangsstadium der Hefepilzüberwucherung registriert abgehende Darmwinde als die häufigste Begleiterscheinung. Später können hinzut­reten:

  • Blähbauch und Bauchschmerzen (meist nach Genuss von Süßspeisen)
  • sehr auffällige Zungenbeläge von weißlicher, milchiger Farbe (Mund-Soor)
  • Sodbrennen
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Veränderungen im Stuhl
  • häufige Durchfälle oder Verstopfungen (wenn der Dickdarm übermäßig betroffen ist)
  • Schwindel
  • Prostataentzündungen
  • Immunschwäche (Anfälligkeit für (weitere) Infektionskrankheiten)
  • (möglicherweise) Heißhunger auf Süßes

Für seine rasante Entfaltung bevorzugt der Candida-Pilz ein dunkles, feucht-warmes Klima und ein Nahrungsangebot, das Calcium, Zink und reichlich Kohlenhydrate, z.B. in Form von Getreide, Obst oder einfachem Zucker, liefert. Die kontinuierliche Nährstoffberau­bung bei gleichzeitiger Beanspruchung mit Mykotoxinen entkräftet die Immunabwehr der­art, dass die Pilz-Invasion langfristig Überhand gewinnt. Eine solche Krisensituation birgt die Gefahr eines Circulus vitiosus, denn das geschwächte Immunsystem weiß sich nun auch nicht mehr gegen Bakterien und Viren zu wehren. Dutzende Entzündungen markieren den unerbittlichen Kampf gegen die krankmachenden Mikroorganismen und ihren toxischen Ausscheidungen. Pilzzel­len, die Organe befallen oder eine Blutvergiftung (Pilz-Sepsis) hervorrufen, sind gar imstande, den Tod herbeizuführen. „Jährlich sterben in Deutschland 10.000 Men­schen an den Folgen einer systemischen Candida-Mykose, weil ihr Immunsys­tem ka­pituliert.“(3) Demgegenüber attestiert man dem Hefepilz auch eine nützliche Funkti­on: Offen­bar binden die Zellwände des lebenden Pilzes toxische Schwer­metalle und ma­chen sie damit un­schädlich. So hilft Candida, Sympto­me der er­höhten intes­tinalen („den Darm be­treffenden“) Schwermetallbelastung zu verhin­dern.

Optionen der Therapie

In der typischen, konventionellen Behandlung von Candida-Wucherungen der Häute und Schleimhäute kommen sogenannte Antimykotika wie Ny­statin, Natamycin oder Miconazol zum Einsatz. Das sind Arzneistoffe, die Pilze lokal, z.B. bei Soor (4), abtöten oder am Wachstum hindern. Sind Organe befallen, werden Antimykotika intravenös („ins venöse Blut“) verabreicht. Diese Medikamente behandeln nicht ursächlich und haben häufig uner­wünschte Nebenwirkun­gen zur Folge, z.B. allergi­sche Reaktionen, Leberschä­den und Durch­fall. Darüber hinaus stellen Mediziner fest, dass bestimmte Pilzstämme eine Resis­tenz gegenüber den wenigen wirksamen Medika­menten für die Behandlung von Candida Albi­cans entwickelt haben.(5)

Natürliche Antimykotika sind Lebensmittel wie roher Honig (in erster Linie bei Mund-Soor) und nati­ves Kokosöl (Capryl- und Laurinsäure). In vitro (6)- als auch In vivo (7)-Studien wei­sen nach, dass die reichlich im Öl der Ko­kosnuss vorkommende Caprylsäure sich un­ter die wirksamsten natürlichen Substanzen gegen Hefen und Pilze einreiht. Obendrein bietet Ko­kosöl als Ersatz für Zucker und Stärke, die bei Candida-Verpilzun­gen zu meiden sind, eine schnelle, leicht verdauliche Energiequelle. Auch Silber in kolloidaler Form hat sich als her­ausragendes Mittel ge­gen pathogene Mikroben aller Art herausgestellt, sowohl innerlich als auch äußerlich ange­wendet.

Hartnäckige Candida-Mykosen bedürfen einer systematischen und umfassenden Heran­gehensweise. Eine solche Behandlung umfasst die Stärkung des Immunsystems, den Ab­bau von Nährstoffdefiziten – besonders hinsichtlich Kalzium, Chrom und Zink, die der Pilz für sich beansprucht -, die Symbioselenkung, d.h. den Aufbau einer gesunden Darm­flora, und gezielte Anit-Pilz-Maßnahmen.

Eine erfolgreiche Therapie zielt auf die Beseitigung der Ursachen ab. Nach Ansicht von Dietrich Klinghardt resultiert die Candida-Infektion typischerweise aus einer Schwermetall­vergiftung. Der Entgiftungsexperte bezeichnet die Mykose als Strategie des Organismus, sich gegen Quecksilber, Cadmium, Blei und Nickel zu wappnen. Wenn dies zuträfe, dürfte die Vermeidung von toxischen Metallen der Candidose zuvorkommen und deren Entsor­gung die Heilung einleiten. Aus Sicht des Arztes kommt es bei vorliegender Infektion darauf an, zu­erst die Schwermetalle auszuleiten, bevor der Pilz bekämpft wird. Umgekehrt würde das Pilzsterben die in der Zellwand gebundenen Metalle freigeben, die sodann ins Nervenge­webe oder in andere Körperteile gelangen und dort ihr  zerstörerisches Werk  anrichten.

Mit Chlorella gegen Candida

Kraft ihrer außergewöhnlichen Affinität zu Schadstoffen wie toxischen Schwermetallen bil­det die Süßwasseralge Chlorella einen festen Bestandteil in Klinghardts Entgiftungspro­gramm. Die grüne Mikroalge entgiftet den Darm wirkungsvoll und sanft von Schwermetall­en und an­deren Schadstoffen und entzieht der Hefe damit ihre Daseinsgrundlage. Außerd­em eignet sich das Wassergemüse vortrefflich bei dysbiotischen Zu­ständen im Darm, selbst im Falle einer entzündlichen Darmerkrankung: Die Milieuoptimierung im Darm in Kombina­tion mit antimykotischen („gegen Pilze gerichtet“), antibakteriellen und probioti­schen In­haltsstoffen pflegt die Darmflora. Dazu fungiert die cellulosehaltige Zellwand als Präbioti­kum, die be­kanntlich das Wachs­tum nutzbringender Darmbakterien wie etwa Bifi­dusbakterien fördert. Die nährstoffreiche Alge füllt Versorgungslücken und hilft somit, die ge­sunde Homöostase im Körper zu bewahren und bei Bedarf wiederherzustel­len. Mehr noch: Die Breite der Chlorella-Wirkstoffe stärkt das Immunsystem auf vielfäl­tige Wei­se im Kampf gegen Parasiten. Solchermaßen deckt die Mikroal­ge alle Maßnah­men der oben be­schriebenen ganzheitlich-orientierten Anti-Pilz-Behand­lung vollends ab, wodurch sie als gangbare Therapieoption bei Candidosen infrage kom­mt.

Quellen: 

  • Dr. med. Frank Liebke: Algen Apotheke, RL-Verlagskontor 2010.
  • http://josef-stocker.de/candida.pdf (Stand: 28.07.2015).
  • http://www.gesund-heilfasten.de/Candida_Infektion.html (Stand: 28.07.2015).
  • http://www.gesund-heilfasten.de/Candida_Behandlung_Hilfe_und_Therapie.html (Stand: 28.07.2015).
  • http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=22821(11.08.2015).
  • http://www.dr-moosburger.at/pub/pub041.pdf (Stand: 11.08.2015).
  • http://www.horusmedia.de/1997-pilze/pilze.php (Stand: 28.07.2015).
  • http://www.zentrum-der-gesundheit.de/candida-infektion-ia.html (Stand: 11.08.2015).

(1) Vgl. http://flexikon.doccheck.com/de/Candida%20albicans (Stand: 30.07.2015).

(2) Etwa 15% unserer Nahrung wird von den Mikroorganismen verspeist und halt sie am Leben. Da sie Magnesium über alles lieben, empfiehlt es sich, natürliches MgCl über die Haut aufzunehmen (“transdermal”).

(2) Manche Mediziner halten den gesteigerten Appetit nach Süßem durch Candida-Ausbreitung im Darm für einen Irrtum, der auf einem mangelhaften Verständnis über den menschlichen Stoffwechsel beruhe.

(3) Vgl. http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=22821 (Stand: 11.08.2015).

(4) Soor = Infektionskrankheit mit Candida Albicans im Mund- und Rachenraum.

(5) Vgl. http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=22821 (Stand: 11.08.2015).

(6) In-Vitro Experimente sind solche, die in einer kontrollierten künstlichen Umgebung stattfinden, z.B. im Reagenzglas.

(7) „In vivo“ bedeutet soviel wie „im lebenden Organismus“, etwa den Menschen. In-vivo-Studien sind von höherem Evidenzgrad als In vitro-Untersuchungen.

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