Gewöhnlicher Rhabarber (Rheum rhabarbarum)

Rhabarber ist eine aus Asien stammende, heute in Europa weit verbreitete Kultur- und Heilpflanze mit kräftigen, säuerlich schmeckenden Blattstielen und großen, markanten Blättern, deren medizinisch genutzte Inhaltsstoffe traditionell vor allem in der Wurzel konzentriert sind.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Traditionelle Nutzung vor allem der Wurzel (Arzneirhabarber), während die Blattstiele überwiegend als Nahrungsmittel dienen.
  • Reich an charakteristischen sekundären Pflanzenstoffen, insbesondere Anthranoiden und Gerbstoffen.
  • Klare Unterscheidung zwischen essbaren Pflanzenteilen und toxinhaltigen Blättern erforderlich.
  • Lange Anwendungsgeschichte in der asiatischen und europäischen Pflanzenheilkunde.

Inhaltsstoffe:

Anthranoide (v. a. Rhein, Emodin, Aloe-Emodin, Chrysophanol sowie deren Glykoside), Dianthrone, Gerbstoffe (v. a. Gallotannine), Flavonoide (z. B. Quercetin-Derivate), Phenolcarbonsäuren (z. B. Gallic-, Kaffeesäure), Stilbene, Harzstoffe, Pektine, organische Säuren (v. a. Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure), Mineralstoffe (v. a. Kalium, Calcium), Schleimstoffe in geringen Mengen, ätherische Spurenstoffe.

Wirkungsweisen aus der Erfahrungsmedizin:

  • Verdauungsregulierend mit dosisabhängiger Wirkung: in kleiner Menge eher stopfend (durch Gerbstoffe), in höherer Dosierung abführend (durch Anthranoide).
  • Anregend auf die Darmtätigkeit und traditionell eingesetzt bei träger Verdauung.
  • Adstringierend auf Schleimhäute, insbesondere im Magen-Darm-Bereich.
  • Unterstützend bei kurzfristigen Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Verstopfung.
  • Leicht antimikrobiell wirkend im Darmmilieu (traditionell angenommen).
  • Anregung der Galleproduktion und Förderung der Verdauungssekretion.
  • Traditionell als „reinigend“ und ausleitend beschrieben.

Wissenschaftliche Erkenntnisse:

  • Anthranoide (Rhein, Emodin) wirken nachweislich laxierend durch gesteigerte Darmmotilität und verminderte Wasserresorption.
  • Gerbstoffe zeigen gesicherte adstringierende Effekte durch Proteinfällung an Schleimhäuten.
  • Antimikrobielle, antioxidative und entzündungsmodulierende Wirkungen sind belegt.
  • Anwendung nur kurzfristig empfohlen; Risiken bei Übergebrauch: Elektrolytverluste (insbesondere Kalium) und Gewöhnungseffekte.
  • Hoher Oxalsäuregehalt, insbesondere in den Blättern, toxikologisch relevant – nicht zum Verzehr geeignet.

Sie finden Rhabarber in fermentierter Form im Produkt „Cellavita Zahnspray für Hunde“, wobei die Fermentation die Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit der pflanzlichen Inhaltsstoffe gezielt verbessert.

Mitgliedschaft des "Förderkreises Selbstheilung-Online"

Ich trete dem "Förderkreis Selbstheilung-Online" bei. Dadurch bin ich kostenfrei an das Netzwerk angeschlossen und erhalte den Newsletter mit allen aktuellen Informationen.

  • Durch die Mitgliedschaft entstehen mir weder finanzielle, noch sonstige Verpflichtungen.
  • Meine Mitgliedschaft ist jederzeit ohne Angabe von Gründen kündbar, indem ich den Newsletter abbestelle.

Folge uns auf Facebook

Folge uns auf YouTube