Mariendistel bei Hunden (Silybum marianum)

Die Mariendistel (Silybum marianum) ist eine seit Jahrhunderten bekannte Heilpflanze, die vor allem aufgrund ihrer leberschützenden Eigenschaften geschätzt wird. Ihr Hauptwirkstoff, der sogenannte Silymarin-Komplex, hat in der Veterinärmedizin – insbesondere bei Hunden – eine unterstützende Bedeutung für die Leberfunktion und Entgiftungsprozesse.

Besondere Info:
Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Hundes empfehlen wir die kostenfreie Hotline des “Biologischen Therapiezentrums für Hunde” wau@froehlicher-hund.de (Webseite: https://froehlicher-hund.de/)


Inhaltsstoffe der Mariendistel

Die medizinisch relevanten Bestandteile der Mariendistel sind:

  • Silymarin-Komplex (Silybin, Silychristin, Silydianin)
  • Flavonoide und Polyphenole mit antioxidativer Wirkung
  • Bitterstoffe, welche die Verdauung anregen
  • Fettsäuren und ätherische Öle aus den Samen
  • Spurenelemente wie Zink sowie Vitamin E als ergänzende Antioxidantien

Für therapeutisch relevante Effekte sollte ein standardisierter Extrakt mit mindestens 70–80 % Silymarin verwendet werden. Reines Samenpulver enthält deutlich geringere Wirkstoffkonzentrationen.


Gesundheitliche Bedeutung

Die Mariendistel (Silybum marianum) wird in der Tierernährung aufgrund ihrer natürlichen Inhaltsstoffe geschätzt, die zur Unterstützung der normalen Leberfunktion und des Stoffwechsels beitragen können. Der in den Samen enthaltene Wirkstoffkomplex Silymarin wird traditionell eingesetzt, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Leber zu erhalten – insbesondere bei Hunden, die einer erhöhten Belastung durch Medikamente, Umweltfaktoren oder Alterungsprozesse ausgesetzt sind.

Mariendistelpräparate gelten als ergänzende, ernährungsphysiologisch wirksame Komponenten, die die körpereigenen Regenerations- und Schutzmechanismen unterstützen können, ohne Arzneimittel zu sein.

Einsatzbereiche der Mariendistel in der Tierheilkunde

  • Unterstützung der Leberfunktion bei akuten und chronischen Belastungen.
  • Begleitend bei Lebererkrankungen (z. B. Leberinsuffizienz, Hepatitis, Fettleber).
  • Nach Medikamentengabe (Antibiotika, Schmerzmittel, Entwurmungsmittel, Kortison).
  • Nach Narkosen oder Impfungen zur Leberentlastung.
  • Bei Umwelt- oder Giftstoffbelastungen (Pestizide, Schwermetalle, Mykotoxine).
  • Förderung der Entgiftung und des natürlichen Stoffwechsels.
  • Antioxidativer Zellschutz bei oxidativem Stress und chronischen Entzündungen.
  • Unterstützung des Immunsystems und der körpereigenen Abwehrkräfte.
  • Indirekte Unterstützung bei Haut- und Allergieproblemen durch bessere Leberleistung.
  • Begleitend bei Epilepsie oder Langzeitmedikation zur Entlastung der Leber.
  • Unterstützung älterer Tiere bei altersbedingtem Leistungsrückgang der Leber.
  • Förderung der Gallenproduktion und Fettverdauung.
  • Erhalt der Vitalität und Futterverwertung bei Stoffwechselbelastungen.
  • Tierartübergreifend einsetzbar bei Hund, Katze, Pferd und Nutztieren.

Erkenntnisse der Wissenschaft

Untersuchungen und praktische Erfahrungen in der Tierheilkunde weisen darauf hin, dass Mariendistel eine wertvolle Rolle bei der Unterstützung der Leberfunktion und des allgemeinen Stoffwechsels spielen kann.

Beobachtet wurden insbesondere folgende positive Entwicklungen:

  • Leberregeneration:
    Eine regelmäßige Gabe von Mariendistel kann zur Stabilisierung und Regeneration der Leberzellen beitragen und den Leberstoffwechsel positiv beeinflussen.
  • Antioxidativer Schutz:
    Die natürlichen Inhaltsstoffe der Pflanze unterstützen die körpereigenen Schutzmechanismen gegen freie Radikale und helfen, oxidativen Stress zu reduzieren.
  • Immununterstützung:
    Durch ihre antioxidativen und zellschützenden Eigenschaften kann Mariendistel das Immunsystem stärken und die Widerstandskraft fördern.
  • Allgemeine Vitalität:
    Bei Hunden mit Stoffwechsel- oder Hautbelastungen wurde eine Verbesserung des Allgemeinbefindens und der Vitalität beobachtet.

Diese Erkenntnisse unterstreichen den möglichen Nutzen der Mariendistel als pflanzliche Ergänzung zur Unterstützung der normalen Leberfunktion und des allgemeinen Wohlbefindens von Hunden.

Vorsichtsmaßnahmen

  • Nicht anwenden bei Gallensteinen oder Gallengangsverschluss ohne tierärztliche Rücksprache.
  • Nicht bei trächtigen oder laktierenden Hündinnen ohne tierärztliche Begleitung.
  • In der empfohlenen Dosierung gut verträglich, gelegentlich können milde Verdauungsbeschwerden auftreten.
  • Keine bekannten klinisch relevanten Wechselwirkungen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch.
  • Die Anwendung ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Therapie; bei bestehenden Erkrankungen ist Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt erforderlich.

Fütterungsempfehlung (pro Tag):
Bis 10 kg: 0,2–0,5 g
10–25 kg: 0,5–1,0 g
Mehr als 25 kg: 1,0–3,0 g
Langsam anfüttern, mit dem gewohnten Futter mischen; Tagesmenge ggf. auf zwei Mahlzeiten verteilen.

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