Schöllkraut (Chelidonium majus)

Eine traditionsreiche, in Europa heimische Heilpflanze der Volks- und Klostermedizin, geprägt durch ihren auffällig gelborangen Milchsaft, der seit Jahrhunderten genutzt wird. Ihr zentraler Traditionsanker liegt in der Überlieferung von der Taube, die mit dem Schöllkraut die Augen ihrer blinden Jungen geöffnet haben soll – ein Bild, das die Pflanze kulturell und medizinisch geprägt hat.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Stark krampflösend, besonders im Bereich von Galle und Verdauung.
  • Typisch äußerlich bei Warzen durch den charakteristischen Milchsaft.
  • Antimikrobiell und antiviral wirksam (Alkaloide).
  • Historisch auch in der Augenheilkunde genutzt.

Inhaltsstoffe:

Isochinolin-Alkaloide (v. a. Chelidonin, Chelerythrin, Sanguinarin, Berberin, Coptisin, Allocryptopin, Protopin), Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Carotinoide, Saponine, Schleimstoffe, Harze, organische Säuren, Enzyme, Proteine sowie verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente.

Wirkungsweisen aus der Erfahrungsmedizin:

  • Krampflösend und regulierend auf Galle und Verdauung, besonders bei Völlegefühl, Blähungen und träger Gallenfunktion.
  • Unterstützend für Leber und „Entgiftung“ im Sinne der traditionellen Ausleitung.
  • Äußerlich stark wirksam bei Warzen, Hühneraugen und verhornter Haut durch den Milchsaft.
  • Antimikrobiell und antivirale Nutzung bei Haut- und Schleimhautthemen.
  • In der Klostermedizin auch bei Augenbeschwerden überliefert, heute jedoch nicht mehr gebräuchlich.

Wissenschaftliche Erkenntnisse:

  • Krampflösend auf Gallenwege und Darm durch Alkaloide pharmakologisch gut belegt.
  • Gallefördernd (choleretisch/cholagog) experimentell und klinisch beschrieben.
  • Antimikrobielle und antivirale Aktivität in vitro klar nachgewiesen.
  • Entzündungsmodulierend und antioxidativ experimentell belegt.
  • Antiproliferative Effekte auf Tumorzellen gezeigt.
  • Hepatotoxische Effekte bei systemischer (innerlicher) Anwendung dokumentiert; für lokale Anwendungen (z. B. Haut, Mundraum) in dieser Form nicht relevant.

Sie finden Schöllkraut in fermentierter Form im Produkt „Cellavita Zahnspray für Hunde“, wobei die Fermentation die Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit der pflanzlichen Inhaltsstoffe gezielt verbessert.

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