Studien zum Vitamin-B-Komplex zur Futterergänzung bei Hunden

1) Dor et al., 2024 – Randomisierte Studie: oral vs. injizierbar B12 bei Hunden mit chronischer Enteropathie

Kurzabstrakt:
 37 Hunde mit erniedrigtem Serum-Cobalamin und Zeichen einer chronischen Enteropathie wurden randomisiert einer oralen (täglich, 12 Wo.) oder parenteralen (wöchentlich) Supplementierung zugeteilt.

Am Ende erreichten beide Gruppen vergleichbare Normalisierung der Cobalaminspiegel; auch Methylmalonsäure (funktioneller Marker) unterschied sich nicht signifikant. Fazit: Oral ist ebenso wirksam und gut verträglich wie parenteral – auch bei schwerer Ausprägung.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38354724/


2) Chang et al., 2022 – Prospektive Studie: orale vs. injizierbare B12 bei CE oder EPI

Kurzabstrakt:
Hunde mit chronischer Enteropathie (CE) oder exokriner Pankreasinsuffizienz (EPI) und Hypocobalaminämie erhielten oral oder parenteral Cobalamin. Beide Wege normalisierten die Cobalaminspiegel; die Wirksamkeit war vergleichbar. Praktisch relevant: Orale Gabe ist eine sinnvolle Alternative zu Injektionen.
https://europepmc.org/article/med/36054643


3) Toresson et al., 2015/2016 – Retrospektiv/Prospektiv: orale B12-Supplementierung bei CE

Kurzabstrakt:
 In einer größeren Kohorte von Hunden mit CE und niedrigen B12-Werten führte orale Cobalamin-Gabe zuverlässig zur Normocobalaminämie. Die Autor:innen regen Vergleichsstudien mit parenteralen Schemata an (inzwischen durch oben genannte Arbeiten erfolgt).
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4913667/


4) van Beeck et al., 2015 – Skin-Barrier-Diät (enthält B-verbundene Nährstoffe) und Hautsymptome

Kurzabstrakt:
Trächtige Hündinnen und deren Würfe (bis Alter 1 Jahr) erhielten entweder eine ergänzte Diät (u. a. Nicotinamid [B3], Pantothenat [B5], Inositol, Cholin, Histidin) oder eine Kontrollration. Die ergänzte Diät war mit einer geringeren Besitzer-bewerteten Häufigkeit von Symptomen, die mit atopischer Dermatitis assoziiert sind, verknüpft. Hinweis: multifaktorielles Futterdesign; Effekte lassen sich nicht einzelnen B-Vitaminen allein zuschreiben.
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4462758/


5) Frigg, 1989 – Biotin bei Fell-/Hautproblemen (klinische Anwendungsstudie)

Kurzabstrakt:
119 Hunde mit stumpfem Fell, Haarbruch, Haarausfall, Schuppen, Pruritus oder Dermatitis erhielten Biotin (~5 mg/10 kg/Tag, 3–5 Wo.). 60 % galten als „geheilt“, 31 % zeigten Besserung, 9 % keine Wirkung. Limitierung: nicht placebokontrolliert; dennoch häufig zitierte Praxisdaten.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2602924/


6) Habermaass et al., 2025 – B2/B3/B5-Status bei Hunden mit chronischer Lebererkrankung

Kurzabstrakt:
Fall-Kontroll-Studie (66 Hunde mit CLD vs. 50 gesunde): Riboflavin (B2) war bei CLD signifikant niedriger, Niacin (B3) ähnlich, Pantothensäure (B5) höher. Bedeutung: weist auf veränderten B-Vitamin-Status bei CLD hin; klinische Konsequenzen/Supplementationsbedarf müssen weiter untersucht werden.
https://www.mdpi.com/2306-7381/12/9/877

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Verantwortlich: Darya Shepeleva

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