Der Quantenphysiker Jean Emile Charon


Das geistige Abenteuer des Universums ist die Suche nach Gott.
(Charon)


Wenn sie sich nur vorstellen könnten, wie die Zellen ihres Körpers ständig Licht ausstrahlen und wie das gesamte Licht ihrer Aura ins Universum ausstrahlt, dann würde ihnen klarwerden, dass ihr Körper nicht aus der schweren Materie besteht, wie sie denken. Er ist lebendig durch Licht.
Pir Vilayat Inayat Khan (Sufimeister)


Buch zum Thema:

Walter Häge:
“Die Mystik des Quantenphysikers Jean Émile Charon
Eine Wegbeschreibung zur Selbstheilung von Geist und Körper”
Direktlink zum Verlag.


Seine Theorie der denkenden Elektronen

Photo: Pixabay

Der Physiker Jean Émile Charon (1920 – 1998) arbeitete zunächst als Kernphysiker. Schon 1959 wandte er sich der Grundlagenforschung zu und befasste sich seitdem mit der Erweiterung von Einsteins Relativitätstheorie zu einer Einheitstheorie. Parallel zu seinen fachwissenschaftlichen Veröffentlichungen entstanden seine physikalischphilosophischen Werke, die in alle Weltsprachen übersetzt wurden.

Charon hat, etwa 50 Jahre nach Einstein, dessen Relativitätstheorie weiterentwickelt. Charon hat sie um den bedeutenden Faktor ergänzt, – um den Geist. Charon schlägt eine Brücke, beginnend bei

Platon (428 – 348 v. Chr.)
Wissen kann sich nach seiner Überzeugung nicht auf die stets veränderlichen Objekte der Sinneserfahrung beziehen, sondern nur auf unkörperliche, unveränderliche und ewige Gegebenheiten der rein geistigen, der Sinne unzugänglichen Welt der „Ideen“. Mit der eigenen Seele, so postuliert er, bekommt der Mensch Zugang zur dort existierenden absoluten Wahrheit.

Demokrit (460-370 v. Chr.)
Demokrit postulierte, dass die gesamte Natur aus kleinsten, unteilbaren Einheiten, den Atomen, zusammengesetzt sei. Demokrits zentrale Aussage dazu lautet: „Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe, nur scheinbar ist es süß oder bitter; in Wirklichkeit gibt es nur Atome im leeren Raum. Bemerkenswert ist seine Aussage, dass „es nichts gibt als das Atom und den leeren Raum, alles andere ist Kommentar.“ (3–21)
Die Quellenhinweise beziehen sich auf die Nummerierung des jeweiligen Buches (siehe unten) und die Seitenzahl dort, z.B. (2-316= Buch 2 Seite 316).

Die Schule von Milet (6. Jhd. V. Chr.)
Die Vertreter der Schule von Milet stellen den Ursprung des Seins im Urstoff der Materie fest. Milet gilt als Geburtsstätte der Wissenschaft. Es ist die Loslösung von der mythologisch geprägten Weltsicht der Dinge und die Suche nach der Arché, dem Ursprung allen Seins.

Descartes (1596-1650)
Descartes gilt als der Begründer des modernen frühneuzeitlichen Rationalismus. Er ist außerdem für das berühmte Dictum „cogito ergo sum“ („ich denke, also bin ich“) bekannt, das die Grundlage seiner Metaphysik bildet.

Leibnitz (1646-1716)
Er gilt als der universale Geist seiner Zeit und war einer der bedeutendsten Philosophen des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts.

Newton (1643-1726)
Isaac Newton ist der Verfasser der Philosophiae Naturalis Principia Mathematica, in denen er mit seinem Gravitationsgesetz die universelle Gravitation und die Bewegungsgesetze beschrieb und damit den Grundstein für die klassische Mechanik legte.

Teilhard de Jardin (1881-1955)
Pierre Teilhard de Chardin war französischer Jesuit, Theologe, Philosoph, Anthropologe, Geologe und Paläontologe. Er steht für den Versuch einer Verbindung von Religion und Wissenschaft.

Carl Gustav Jung (1875-1061)
Der Große Psychologe C.G. Jung mit seiner Lehre von den Archetypen, den Urbildern unserer Seele, hat die Physik Charons in seinem Fach, der Psychologie, vorweggenommen. Durch Charons Werk klären sich jedoch Zusammenhänge, welche beim Lesen von Jung noch hinter einer Nebelwand verborgen sein können.

Einstein und Charon zeigen mit ihrer Physik auf, dass das einigende Prinzip aller sichtbaren Phänomene der Geist ist. Charon nennt seine Physik: „Komplexe Relativitätstheorie“, wobei in der Physik „komplex“ als „beidseitig“ definiert wird (hier: das Unsichtbare, der Geist und das Sichtbare, die Materie).

Charons Idee, sein Lebenswerk, ist im wissenschaftlichen Denken revolutionär, da die geistige Seite seit Jahrhunderten ausgeklammert wird. Er schreibt: „Der Physiker muss seine Forschungsarbeit mit einem regelrechten Schöpfungsakt beginnen, das heißt, er muss die Anfänge seiner Theorie aus seiner eigenen Intuition hervorholen und nicht einfach aus Erfahrungstatsachen ableiten, da die Physik keinen Schritt weiterkäme, wenn man Erfahrungstatsachen immer nur als das nähme, wofür man sie schon vor Beginn seiner Forschungen gehalten hat.“ (3-60)

Charon beweist in seiner Theorie, dass die vier bekannten Dimensionen (die drei räumlichen plus die Zeit) aufgespalten sind in einen „realen“ und in einen „irrealen“ Teil, wobei der reale Teil mit unseren Sinnen nicht direkt erfassbar ist, sondern nur über unseren Geist. Unser Geist ist die Brücke vom Irrealen (unsere materielle Welt) hin zum Realen (zu unserer vorgelagerten Ebene der Verursachung).

Charons Physik ist neognostisch. Sie bewegt sich im Denken der Gnosis-Bewegung des 1. Jahrhunderts n. Chr. Die Träger des Geistes werden dort Äonen genannt. Es sind die Impulsgeber, welche die Gedanken entstehen lassen. (1)

Charons neognostische Physik postuliert, dass in der wissenschaftlichen Beschreibung des Universums Geist und Materie nicht mehr getrennt zu sehen sind. Die neognostische Bewegung entstand in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts an den Universitäten Princeton und Pasadena/USA und erklärte, dass es unhaltbar sei, „die Auffassung vom Menschen als dem Zentrum des Denkens weiterhin aufrecht zu erhalten: Wenn der Mensch behauptet: ‚Ich denke’, sollte er richtiger sagen: ‚Es denkt’ oder: ‚Es herrscht ein Gedanke im Raum’“ (3-9). Dies analog zu der Aussage: „Es regnet“ oder „Es summt in der Luft“.
Im Lichte des Äonen-Gesamtwissens sind alle menschlichen Werturteile nur Ausdruck einer lächerlichen anthropozentrischen Überheblichkeit.

Charons klare Aussage zur menschlichen Überheblichkeit: „Schluss mit der degradierenden Hierarchie des Wissens, keinem Lebewesen steht das Recht zu, sich als Herr und Meister über alle anderen Lebewesen zu erheben.“ (3-11)

Charon versucht klarzustellen, dass große wissenschaftliche Leistungen untrennbar mit einer metaphysischen Betrachtung des Daseins verbunden sind. So zitiert er aus einem Brief von Louis Pasteur (1822-1895) aus dem Jahr 1871: „Wie Sie wissen, glaube ich an einen dissymetrischen, kosmischen Einfluss, der ständig und auf natürliche Weise die molekulare Organisation, der für das Leben wesentlichen, unmittelbaren Grundprinzipien bestimmt, und infolgedessen bewirkt, dass die einzelnen Arten aller Bereiche des Lebendigen in ihren Formen und Strukturen in Beziehung zu den Bewegungen des Universums stehen.“ (3-173)

Wie bei allen großen Physikern ist bei Charon ein tiefer Glaube an das Sein, an die All-Einheit, an jenes unfassbare Wesen (das, so wie es sich darstellt, kein Wesen ist, das außerhalb von uns wäre) zu spüren. Es ist vom Geist in Einsteins Brief an einen Freund zu spüren, etwa vier Wochen vor seinem Tod geschrieben: “So ist er mir also mit dem Abschied von dieser
sonderbaren Welt wieder einmal um ein wenig zuvorgekommen. Doch das hat keine Bedeutung. Für uns gläubige Physiker bestellt diese Trennung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ja doch nichts weiter als eine Illusion dar, wenn auch eine besonders hartnäckige”. (3-15)

Wie es so vielen genialen Geistern geht, weht ihnen nicht nur der eisige Wind des Establishments um die Ohren, sie werden (wenn dies möglich ist) als Narren abqualifiziert oder nach ihrem Tod so weit wie möglich aus den Geschichtsbüchern getilgt (hier bekommt in der Regel den Titel „der Große“ jener, die möglichst viele Menschen in den Tod gejagt hat). Neue Erkenntnis ist schwer durchzusetzen, wenn diese nicht technologischer Art ist und nicht den materiellen Interessen der wirklich Mächtigen dient. Exemplarisch und überdeutlich kann man dies bei Nicolai Tesla nachvollziehen.

Charons Bücher jedenfalls werden bis heute nicht mehr aufgelegt und sind in deutscher Sprache nur noch recht teuer im Antiquariat zu haben. Dies hat mich bewogen, den vorliegenden Aufsatz zu schreiben, in welchem ich die drei Hauptwerke inhaltlich zusammengefasst habe.

  1. „Tod, wo ist dein Stachel?“, Ullstein Sachbuch 1983
  2. „Der Sündenfall der Evolution“, Ullstein Sachbuch 1989
  3. „Der Geist der Materie“, Verlag Paul Zsolnay 1979

Meine vorliegende Arbeit ist, wie gesagt, eine Zusammenfassung dieser drei Werke, so wie sie sich mir erschlossen haben. Lediglich die Systematik und der logische Aufbau des Aufsatzes ist meine eigene Leistung. Ansonsten übernehme ich Charons Terminologie ohne dies jeweils als Quelle zu kennzeichnen. Lediglich bestimmte Schlüsselaussagen markiere ich als zitiert. Diese Quellenhinweise beziehen sich auf die Nummerierung des jeweiligen Buches (siehe oben) und die Seitenzahl dort, z.B. (2-316 = Buch 2 Seite 316).

Um Charon nicht zu sehr mit meinen eigenen philosophischen Vorstellungen zu vermischen, habe ich meine persönlichen Kommentare in Fußnoten angefügt. Bezieht sich eine Fußnote auf physikalische Erklärungsmodelle, habe ich diese inhaltlich von Charon übernommen, ohne weiter zu zitieren.

Erläuterung
(1) Aus: Raymond Ruyer in: „Jenseits der Erkenntnis – Die Gnostiker von Princeton“, Paul Zsolnay Verlag 1977 S. 10 -35
Gnosis ist Erkennen der außersinnlichen Wirklichkeit (die gleichzeitig ein ewiges Mysterium bleibt). Die Gnosis offenbart uns, was wir sind und was wir geworden sind, woher wir kommen, die Stelle, auf der wir gelandet sind, und das Ziel, dem wir zueilen. Mit Hilfe der Erkenntnis wird ‚die Flamme der Seele’ wieder entzündet.
Wahre Erkenntnis ist keinem Nutzen unterworfen. Das Endziel ist ein gelungenes Leben. Jeder einzelne muss selbst den Weg – seinen Weg und die Wahrheit finden – seine Wahrheit.
Die Welt wird vom Geist regiert. Was ist ein Geist? Bewusstsein. Was ist der Geist an sich? Kosmisches Bewusstsein. Was ist Bewusstsein? Jeder Bereich, der sich kennt, sich selbst in seiner Einheit und seinen untergeordneten Einzelheiten ‚sieht’, und der potentiell ‚Ich’ sagen kann, weil er seine eigene Präsenz ist.
Das Universum in seiner Gesamtheit und in seiner Einheit ist sich seiner selbst bewusst. Es ist nicht aus Dingen, aus materiellen Körpern gemacht. Der Materialismus besteht darin zu glauben, dass alles Objekt ist, alles äußerlich, alles Sache. Er nimmt den ‚oberflächlichen’ Charakter der visuellen Wahrnehmung und der wissenschaftlichen Kenntnisse für bare Münze. Er hält die Kehrseite der Wesen für ihre echte Seite. Der Materialismus ist kein Modell für eine dauerhafte Existenz des homo sapiens.

Vor der Stunde 0

“Am Anfang war das Wort. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort ward nichts von allem, was geworden ist.” (Johannes-Evangelium)

‚Das Wort’ ist die Quelle des Lichts, ist der absolute Geist. Es ist der sich noch nicht differenziert zeigende Geist, welcher das Licht schickte; das Licht als eine Brücke zwischen sich selbst und der Materie.

Bereits vor der Stunde 0, vor etwa 15 Milliarden Jahren, war der Geist.

Die Gesamtenergie zur Stunde 0 entsprach in diesem Zeitpunkt der Energie des kompletten Weltraums heute. Kein energetischer Impuls ist seitdem verloren gegangen. Vor der Stunde 0 war nicht das Nichts, – was so viele irrtümlich meinen –, aus welchem durch einen Schöpfer (1) etwas geschaffen wurde. Aus dem ‚Wort’ vor der Stunde 0 wurde die ‚Tat’. Aus
ungeformtem Stoff wurde geformter Stoff.

Was war mit dem ungeformten Stoff vor der Stunde 0?
Vor der Stunde 0 ist das „ES IST“, ist der absolute Geist. Jedoch: Materie ist ebenfalls ES IST.

Mein Denken heißt, mit dem Absoluten Zwiesprache zu halten. Mein Geist ist ein Teil des „ES IST“.
„ES IST“ ist Newtons zweites Licht (2). Es ist vor Anbeginn da und außerhalb von Raum und Zeit. Aus ihm ist das Universum entstanden und zu ihm kehrt alles zurück. Das „ES IST“ enthält alles, was je war und alles, was je sein wird. Sartre nennt es: “Das in sich Seiende”. Das „ES IST“ ist Licht, keine Materie.

Das „ES IST“ ist nach den alten Lehren der Sufis „das Licht der Intelligenz“, es ist „das Licht das selbst sieht“ im Gegensatz zu dem Licht der Photonen; sie sind das Licht das wir sehen. Und dieses Licht, das wir sehen, ist an der Materiebildung beteiligt. Um sich eine Vorstellung unseres Universums machen zu können, bietet Charon folgendes Bild an:
„Das Universum gleicht einem gewaltigen Ozean, gebildet aus dem Wasser dieses Ozeans und der darüberliegenden Luftschicht. Die Raum-Zeit im Wasser wäre die Raum-Zeit der Materie, die Luft die Raum-Zeit des Geistes.

Die unaufhörliche Bewegung der Wasseroberfläche entspräche dem Wellenaspekt des gravitierten Raumes. In diesem Ozean stoßen wir auch auf mächtige Wasserwirbel, die trichterförmige Löcher in der Wasseroberfläche graben. Bei näherer Betrachtung dieses Phänomens jedoch bemerken wir, dass diese großen Wasserwirbel selbst aus Milliarden winzig kleiner Wirbel, den Materieteilchen (Hadronen) bestehen.

Je kleiner der Durchmesser des großen Wirbels wird, desto tiefer wird das Loch, das sich nach Art eines Mahlstroms in die Wasseroberfläche bohrt. Bei einem bestimmten Punkt der Abnahme des Durchmessers tritt plötzlich ein neuartiges Phänomen auf: der obere Rand des Wirbels schließt sich, wobei Luft ins Wasser ‚eingesperrt’ wird; der Wirbel ist nun beinahe unsichtbar geworden, zurück bleibt als Spur an der Wasseroberfläche nur ein breites Wellental: wir stehen vor einem Schwarzen Loch.

Schließlich treiben auf dem gewaltigen Ozean der Materie auch noch winzig kleine Luftblasen, eingeschlossen in eine dünne Wasserhaut: die Elektronen. Bisweilen finden wir sie auch auf den Wänden der großen und kleinen Wirbel (der Atome): Das ist der Geist, der auf der Materie ‚schwimmt’.

Photonen und Neutrinos, diese Teilchen ohne eigene Masse (Masse gleich Null), könnten wir uns als die unzähligen bunten Flecken vorstellen, die zwischen den verschiedenen Raumkrümmungen hindurchlaufen und auf diese Weise eine Art ‚Kommunikationsnetz’ zwischen den verschiedenen Wellenbewegungen herstellen.“ (3-91)

Fußnoten
(1) Ein Schöpfer wäre außerhalb von Wort und Licht, er wäre außerhalb von mir, er wäre außerhalb seiner Schöpfung.
In der kosmologischen Realität benötigt es keinen Schöpfer. Die alles umfassende All-Einheit, „das Wort“, lässt sich nicht in die dualistischen Konzepte unserer menschlichen Erklärungsmodelle zwängen. Anthropomorphe Vorstellungen von einem Personengott waren sinnvoll auf Grund von Unwissenheit und Angst. Heute sollten sie überwunden sein.
(2)Newton schreibt in seiner Optik: “Wäre es nicht denkbar, dass die Stoffe und das Licht sich ineinander verwandeln? Und wäre es nicht auch möglich, dass die Stoffe ihrer aktiven Kräfte aus den in ihre Zusammensetzung eingegangenen Lichtpartikeln beziehen… Wenn dem so wäre, könnte dann nicht das Licht, da es ja der aktivste uns bekannten Stoffe und zudem ein Bestandteil aller übrigen von der Natur hervorgebrachten Stoffe ist, das Grundprinzip sein, das alle ihre Aktivitäten steuert?”
Newton unterscheidet 2 Arten von Licht:
•das sichtbare Licht (phänomenal)
•das potenzielle Licht (numenal), welches hauptsächlich in lebenden Organismen vorkommt und welches Träger dessen ist, was man Geist nennt.
Newton vertrat zeitlebens die Ansicht, dass die immerwährende Präsenz Gottes die notwendige Voraussetzung sei für das Bestehen des Universums.
Die nachkommenden Physikergenerationen machten dann „bedenkenlos aus dem Newton, den man vorfand den Newton, den man haben wollte, indem man einige seiner Forschungsarbeiten nie veröffentlichte und einen großen Teil seines Werkes überhaupt verschwinden ließ“ (3-18) Zitiert nach Jean Zafiropulo und Catherine Monod: „Sensorium Die“, Paris 1976)

Die Evolution

Sie ist eine Zwiesprache zwischen Geist und Geist, ein Dialog in der Zeit zwischen Gesprächspartnern der gleichen Art, auch zwischen meinem Geist und dem absoluten Geist, der das ‚Wort’ ist und den die Religionen ‚Gott’ nennen. Aller Geist wird von Licht getragen, sei es das Licht das selbst sieht (numenal), oder das Licht, das gesehen wird (phänomenal).

Der Sinn der Evolution liegt in einem dauernden Fortschritt im Bewusstsein der spirituellen Teilnehmer an dieser Evolution. Und dies sind jene kleinsten Teilchen, aus denen alles besteht: die Strings/Neutrinos, die Photonen, die Elektronen.

Die Elektronen haben den materiellen und geistigen Weg ersonnen, den dieser Planet geht – sie sind dieser Weg.
Die Stationen sind: Das Reich des Minerals, der Pflanzen, der Tiere und der Mensch.

  • In den Mineralien haben die Elektronen noch eine stabile Form.
  • Die Pflanzen sind schon vermehrungsfähig, können sich jedoch im Raum nicht umherbewegen.
  • Die Tiere können sich im Raum fortbewegen.
  • Die Menschen sind eine “denkende Maschine”, – der denkende, analytische Verstand ist die neue Qualität.

Das muss verstanden werden: “Der bewusste Geist des Menschen ist ein sehr kleiner Teil des gesamten, in seinen Elektronen enthaltenen Geistes, da diese schon über einige Jahrmilliarden alte Erfahrung verfügen dank derer sie sich – und ohne dass unser Bewusstsein sich im Mindesten darum scherte -, sämtliche Funktionen unseres Körpers lenken.” (1-143)

“Der unbewusste Teil des gesamten Geistes funktioniert bereits seit Millionen Jahren, lange vor dem Zeitpunkt also, den der bewusste (Teil) als seine Geburtsstunde betrachtet. Wir bestreiten entschieden, … dass der Mensch als einziges Objekt in der Natur Träger von Geist ist. Ganz im Gegenteil: Im gesamten Universum “denkt es”, immer und überall. Ich kann nicht sagen: “Die Rose denkt”, oder “Die Maus denkt”. Richtig muss es heißen: “Es denkt in der Rose, “es denkt in der Maus”. (1-143)

“Untersuchen wir das Blütenblatt einer Rosenknospe, wie ihre Zellteilung vor sich geht. Wir werden dann sehen, wie sich alles bewegt, welche komplizierten Dinge passieren. Die Handlungen der Rosenzelle erweisen sich … so kompliziert, dass unser armseliger menschlicher Geist sie nur mit Mühe beschreiben, geschweige denn erklären kann”. (1-143)

Die Evolution ist die Geistesgeschichte der Elektronen und nicht die der durch die Elektronen geschaffenen Wesen.
Die Speicherung von immer mehr Informationen durch die Elektronen entspricht in unserer Sprache der Steigerung des Bewusstseins. Die Handlungen auf der Zellebene erfordern mehr Geist, als der Mensch je bewusst formulieren könnte.
Der Mensch ist Teilhaber am Abenteuer Universum, aber er ist nicht derjenige, welcher die Richtlinien erschafft. Die Bewusstseinsqualität des Lebenden ist bereits unterhalb der Stufe der lebenden Zelle vorhanden. Leider ist der Mensch blind für alles, das nicht genau so denkt und handelt wie er selbst.

„Das Ende unseres Universums wird die Rückkehr zum Absoluten sein: In einem Lichtstrahl ohnegleichen werden Elektronen und Positronen einander vernichten und alles Gedächtnis der Lebenserfahrungen sämtlicher Kreaturen dieser Welt wird zu dem Einen, zum Absoluten zurückkehren, wird aufgehen in der Verbindung von Photonen und Antiphotonen und wieder zu LICHT werden. Ein Ende, bei dem alles zum Anfang zurückkehrt”. (1-150)

“Anfang“ und „Ende“ ist ein falscher Ansatz auf Grund unserer menschlichen Erfahrung von dahinziehender Zeit. Das Lebewesen kommt und vergeht, nicht aber die Zeit. Der Geist, der allem innewohnt lebt in ewiger Gegenwart. Mein körperlicher Tod ist nur eine Zustandsveränderung meines inneren Ichs, das auf ewig seinen Weg im Universum weitergeht.
Der Gehalt der Informationen unseres persönlichen, individuellen Geistes reicht Millionen Jahre in die Vergangenheit zurück.

Die Erfahrungen meines Bewusstseins in diesem aktuellen Leben sind allen meinen Elektronen eigen. Diese Erfahrungen wurden aktuell erworben. Die Erfahrungen meines Körperbewusstseins, meines inneren Geistes, ist von einem zum anderen Elektron verschieden, je nach seinen im Universum gesammelten Erfahrungen.

Bis heute gibt es 4 Entwicklungsstufen/ Bewusstseinsstufen im Universum:

  1. Die symmetrische Stufe:
    Strings (1) ohne Gedächtnis, aber mit 16 möglichen Speichereinheiten (Symbolen/Komponenten).
  2. Die asymmetrische Stufe:
    a) Photonen mit Gedächtnis (2), d.h. mit 16², also 256 Speichereinheiten (Symbolen/Komponenten); (Quadrat der Stufe 1).
    b) Elektronen (3) bestehen aus Photonen. Dieses innere Licht, das niemals entweichen kann, ist Informationsträger/ Informationsspeicher/Gedächtnisspeicher.
  3. Die Instinktstufe:
    Pflanzen- und Tierstufe mit 65.536 Speichereinheiten (Symbolen/Komponenten); (Quadrat der Stufe 2, 16⁴).
  4. Die rationale Stufe:
    Der heutige Mensch mit 4,3 Milliarden Speichereinheiten im Gehirn. (Symbolen/Komponenten); (Quadrat der Stufe 3).

Die Stufe, an deren Schwelle wir stehen, wäre hyperrational und hätte 18 Milliarden Speichereinheiten (4) (Symbolen/Komponenten); (Quadrat der Stufe 4, 16⁸).

Der rationale Verstand des Menschen mit seiner geringen Speicherkapazität von 4,3 Milliarden Komponenten (bits) (5) verblasst gegen die Kapazität einer einzigen DNS-Zelle. Im Millionstel eines Millionstel Gramms, – so viel wiegt diese Zelle -, sind 100 Milliarden Elektronen vorhanden. In diesen Abermilliarden von Elektronen der DNS sind alle Informationen unseres „Ichs“ enthalten.

Noch einmal: Unsere Ich-Geist tragenden Elektronen sind pro Körperzelle etwa 100 Milliarden!

Und diese Informationen – zumindest in den DNS-Zellen, sind nicht irgendwie zerstreut. „Die unserem ‚Ich’ eigene Information muss ganz bleiben, sie darf nicht zerstückelt werden, da sie sonst jeden Wert verlieren.“ (3-135)

Mit dem Erreichen des rationalen Bewusstseins sind die großen Veränderungen im Lebewesen nicht mehr physischer (Artenvielfalt), sondern psychischer/kultureller Art (der physische Körper hat sich nach der Steinzeit nicht sehr verändert).

Fazit: Die Bewusstseinsebene, auf der sich eine artspezifische wie individuelle Mentalstruktur befindet, lässt sich quantitativ durch die Zahl der in ihr gespeicherten Symbole (bits) definieren.
“Wenn ich meine Meinung kurz zusammenfassen soll, so möchte ich sagen, dass die ganze Entwicklung unseres Universums, die wir auf unserer Erde in der schrittweisen Entwicklung vom Mineral bis hin zum Menschen feststellen können, eine vom Geist und nicht von der Materie oder zumindest nicht von der Materie allein) gelenkte Entwicklung ist, wobei dieses Credo nicht irgendeinem mystischen Glauben entstammt, sondern dem heutigen Stand der Wissenschaft
entspricht.
Ich glaube auch, dass diese Entwicklung die geistige Geschichte eines riesigen Volkes ist, das über den ganzen Raum unseres Universums verstreut, eines Volkes, das unsterblich ist, des Volkes der denkenden Elektronen, der Äonen.
Ich glaube auch, dass das, was wir als unsere Persönlichkeit, unser ‚Ich’ bezeichnen, nur eine “Reduktion” unseres wahren, viel größeren, viel dauerhafteren, von den Äonen getragenen Ich ist. Und wie die Äonen lebt dieses wahre Ich in anderen Zeitmaßstäben, in jenen des Universums, die sich hinauf in die Vergangenheit und hinüber in die Zukunft über Milliarden Jahre hin erstrecken.” (1-101)
Wenn meine Zellen, welche alle Informationen über mich gespeichert haben, wieder zu Staub werden, setzten sie Hunderte Milliarden Elektronen frei, die auf ewig die Informationen über mich ins All hinaustragen. Alle Informationen, die ich im Zuge meines jetzigen Menschenlebens in jene Partikel investiert habe, aus denen mein irdischer Körper zusammengesetzt ist, werden über meinen körperlichen Tod hinaus, – also in alle Ewigkeit –, weiterbestehen.

Das Abenteuer des Lebens geht nach dem Zeitpunkt des Todes weiter, „sobald die Elektronen seines Körpers nach einer kürzeren oder längeren ‚Ruhepause’ im … Grundzustand tiefen Schlafes zu neuem Leben erwachen, indem sie in die materielle Substanz einer anderen organisierten Struktur eingehen, – sei es nun Pflanze, Tier oder Mensch. Es findet dann gewissermaßen eine Art ‚Reinkarnation’ des Ichs in einem neuen Lebewesen statt. Im Laufe dieser Wiedergeburt geht jedoch nichts von den geistigen Erfahrungen aus früheren Leben verloren.“ (3-147)

Fußnoten
(1) Stabile Materie sind allein Neutrinos, Photonen und Elektronen, d.h. Objekte, deren Lebensdauer an die des Universums selbst heranreicht (wobei, das dürfen wir nicht vergessen, auch diese Materien energetische Koppelungen sind, die wir als Materie definieren, weil sie sich als „fest“ manifestieren).
Prallen Sie aufeinander, können sie verschwinden, jedoch entsteht dadurch ein neues Teilchen mit neuer Qualität (keine Energie geht verloren!)
Das String/das Neutrino
• besitzt lediglich 16 Informationseinheiten/Speichereinheiten.
• hat keine Speicherkapazität.
• büerbringt an Photonen/Elektronen die aktuellen Nachrichten aus dem Raum.
• ist der Informant von Photon und Elektron. Diese verwerten dann die erhaltenen Informationen.
• ersetzt die alten Informationen ständig durch neue (die alten werden gelöscht).
Strings vermitteln dem Elektronengedächtnis immer neue Infos über die Außenwelt (den Raum der kosmologischen Realität).
Die Strings (ca. 60 Milliarden je Quadratzentimeter je Sekunde treffen uns) kommen mit Über-Lichtgeschwindigkeit aus dem Weltraum und durchfliegen ohne Verzögerung unseren Planeten (mit Ausnahme der Sonnenstrings, welche sich materialisieren und dadurch die Erde im Durchmesser wachsen lassen). Übrigens ist die 4,8fache Lichtgeschwindigkeit nachgewiesen (Prof. Dr. Niemtz, Köln. Dieser Versuch wurde weltweit nachgestellt und ist gesichert).
(Siehe meinen Aufsatz: „Wirbelphysik und Skalarwellen“
(2) Ein Photon
• wird ein Lichtpartikel genannt, welches sich exakt mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegt.
• wird durch die Fusion von zwei Strings gebildet, die ihre jeweiligen Dreh- und
Schwingungsbewegungen vereinigen (mathematisch darstellbar durch ein Feld mit 16² gleich 256 Komponenten/Informationseinheiten). Dies ist das Gedächtnis des Photons (im Gegensatz dazu hat das gewöhnliche Licht lediglich 16 Komponenten der Maxwellschen Gleichung).
• nutzt sein Gedächtnis zum Transport von Informationen, wenn es sich außerhalb eines Elektrons befindet, welches nicht an Materie gebunden ist (freies Elektron).
(3)Das Elektron
• entsteht paarweise aus dem Licht, wenn 2 Photonen, – welche über die notwendige energetische Ladung verfügen -, zusammenstoßen.
• in dessen Gedächtnis mehr als 256 Symbole/Informationseinheiten gespeichert sind, kann nicht mehr vernichtet werden. Nun kann das Elektron Milliarden von Symbolen unauslöschlich speichern.
• in Materie gebunden – ist bis zu 15 Milliarden Jahre alt – und besitzt die Speicherung dieser kompletten Zeitspanne.
• ist in unserem Wortsinne eine eigene, ausgeprägte Persönlichkeit.
• bevölkert den gesamten kosmischen Raum (die Temperatur des kosmischen Schwarzlichts beträgt 2,7 Grad Kelvin, das entspricht minus 270°C).
Träger des Gedächtnisses ist das thermische Licht (Schwarzlicht). Es ist im Elektron eingeschlossen und kann niemals nach außen.
Sobald ein Elektron „geboren“ ist, beginnt es wie ein Herz zu schlagen. Zur selben Zeit beginnt sich im Innern dieses winzigen Raumes die Strahlung zu ordnen. Allmählich wandelt sich das Elektron aus einem den rein physikalischen Wechselwirkungen unterworfenen Objekt in ein „psychisches“ Objekt um.
(4) Dies entspräche der Stufe, auf der sich die Mystiker seit alters her bereits befinden, gleich aus welcher Religion sie kommen. Der Sufimeister Pir Vilayat Inayat Khan,(1916-2004) drückte dies etwa so aus:
„Irgendwann kommt der Tag, an dem ich einen Fremden auf mich zukommen sehe und ich denke: ‚das bin ja ich, der da kommt’“.
(5) Dies entspricht biologisch in etwa der Anzahl der Neuronen.
(Anmerkung 4 und 5 vom Verfasser)

Zur Definition des Archetypus

Ein Archetyp ist ein Impuls, ist ein „leeres“ Symbol. Es ist die Innenwelt-Komponente einer noch nicht konkretisierten Form. Es ist die potenzielle Form, die auf Verwirklichung wartet. Es ist Platons „Idee“, welche immer dem Konkreten vorausgeht. Dem Bauwerk geht immer die dazugehörige Idee voraus, – wie sonst sollte es entstehen?

Der Archetyp ist der Bauplan im Gehirn des Architekten, bevor auch nur ein einziger Strich im Bauplan gezeichnet ist, geschweige denn bevor ein Stein auf dem anderen steht. Ein Archetyp ist etwas prinzipiell Werdendes, aber erst auf der Möglichkeitsstufe, bevor es Realität wird. Oder bevor es nicht Realität wird, – nämlich dann nicht, wenn der Architekt sein
Vorhaben plant, aber nicht realisiert.

Ein Symbol ist „leer“, wenn es noch nicht mit den Formen der Außen-Welt gefüllt ist, wenn es sich noch nicht materialisiert bzw. mit Inhalt gefüllt hat. Dann hat es keine Bedeutung in der Welt der Formen (Mein Gesichtssinn z.B. ist wertlos, wenn ich von dem, was ich sehe, die Bedeutung nicht kenne).

Ein Archetyp, ein Symbol ist, – nach Platon –, die „leere“ Quelle, die den Impuls zum Werden in sich trägt. Erst wenn die Formen der Realität das Symbol füllen, erhält dieses seine Bedeutung. Erst wenn ich dem Etwas, das ich sehe, eine Bedeutung beimessen kann, ist das Symbol gefüllt, ist es Realität.

Ein Archetyp, eine „leere“ Form, ein „leeres“ Symbol

  • ist der Gegensatz zur Form, die etwas Gewordenes ist.
  • ist eine Teilmenge des Seins.
  • ist die Quelle einer oder mehrerer Formen/Symbole, noch ehe diese sich manifestiert/lokalisiert haben.
  • wartet darauf, etwas zu werden.
  • hat noch keine Gestalt und noch keine Bedeutung für mein Dasein, da Form und Bedeutung erst in der Raum-Zeit-Ebene entstehen.

Das Seiende, die Alleinheit

  • ist die Gesamtmenge aller Archetypen.
  • ist die Gesamtmenge aller Möglichkeiten.
  • ist das „Alle-Möglichkeiten-Feld”, von dem ich meine individuelle Bandbreite nutzen kann.

Das Fazit aus dieser Erkenntnis ist:

  • „Das Sichtbare entsteht aus dem Unsichtbaren“ (Apostel Paulus).
  • Mein Geist steht in Verbindung mit der “Gesamtheit aller Möglichkeiten”, dem „Alle-Möglichkeiten-Feld“. Descartes nennt dieses Feld Gott. Charon nennt es das Seiende.
  • Durch die Vermittlung meines Geistes (seine intuitive Vorgehensweise) kann ich aus der Gesamtmenge heraus meine persönliche Realität erschaffen, indem ich mir meine Welt auswähle.
  • Das, was wir irrtümlich Realität nennen (was unsere Sinne erfassen können), ist Schein, ist Maya (Illusion). Es ist natürlich nicht falsch, denn es ist ja vorhanden, aber es ist nicht das, was wir meinen, das es wäre.
  • Die tatsächliche Realität entspricht nicht dem, was uns unsere Sinne als Realität vermitteln: Das Tatsächliche ist das Imaginäre, das Sichtbare ist die Folge davon, die Projektion.

Aus dieser Erkenntnis heraus komme ich zu dem Schluss, dass sich das Seiende/die Alleinheit/Gott manifestiert und aktualisiert als Immanenz. (1) Das Seiende ist in allem Nicht-Manifesten und in allem Manifesten, in aller Materie enthalten, vom Sandkorn bis zum Menschen.

Das manifestierte Seiende, das, was wir Materie nennen, ist eine Zweieinheit. Diese Zweieinheit besteht aus dem Symbol und aus der Form.

Das Symbol

  • ist eine geistige Speichereinheit des Imaginären, des Denkens (sei es das Denken der Alleinheit oder mein persönliches Denken).
  • ist eine Information im Gedächtnis des Elektrons.

Die Form

  • ist die Verwirklichung des Symbols und hat eine Erscheinung.
  • bewegt sich in der Raumzeit und hat eine Verhaltensweise.

Jeder bestimmten Mentalstruktur/Symbolstruktur entspricht ein bestimmtes Verhalten auf der materiellen Ebene, (z.B. ist Licht ein Korpuskel, ein materielles Teilchen, ein „Körnchen“, mit dem man eine hauchdünne Goldfolie durchschießen kann – und gleichzeitig ist es eine elektromagnetische Welle.

Symbol und Form sind immer untrennbar miteinander verbunden. (2)

Fußnoten
(1) Gott ist, – in allem was ist und was nicht ist -, enthalten („eigen“, „innewohnend“). Platon prägte den Begriff „anima mundi“, „Weltenseele“: Das Universum, der Makrokosmos ist analog zum Mikrokosmos strukturiert. Als Lebensprinzip wird für beide eine Seele postuliert.
(2) Das Grundparadoxon im Kosmos heißt: Das Seiende ist gleich das Nichts. Also: etwas ist vorhanden und gleichzeitig ist es nicht vorhanden. Ein solches Paradoxon ist auf dieser Grundebene – und mit unserer Logik – nicht zu lösen. Man muss eine Ebene höher gehen, sozusagen muss man die dritte
Dimension finden.
Hier heißt die dritte Dimension: Es ist DAS SEIN (die Alleinheit, Gott usw.), weil es alle Möglichkeiten enthält, nämlich die Möglichkeit etwas zu werden und die Möglichkeit, etwas nicht zu werden. So erzeugt mein persönlicher Geist sich selbst aus dem NICHT-SEIN. Analog dazu: So hat sich das Raum-
Zeit-Universum selbst aus dem NICHT-SEIN erschaffen.
Vieles in unserem täglichen Leben verhält sich so, wie dieses beschriebene Grundparadoxon. Wir meinen irrtümlich, etwas so oder so und sind deshalb vielleicht verzweifelt. Wir realisierten nicht, dass die Lösung auf einer höheren, eben der dritten Ebene liegt. Ist diese gefunden, ergibt sich daraus eine eindeutige Handlung ohne Alternative. (Anmerkungen des Verfassers)

Der Sitz meines Geistes: Inmitten meiner Körperzellen

Im ganzen Universum erkennen wir die Existenz einer fundamentalen Größe, die imstande ist, die Gedanken, die im Raum gedacht werden, entstehen zu lassen. ‚Das Wort’ denkt und dieser Gedanke ist allgegenwärtig: im Stein, in der Pflanze, im Tier, im Menschen. Der Gedanke des allumfassenden Geistes ist im kleinsten Partikel, – wobei wir wissen, dass es Partikel nicht wirklich gibt.

Durch diese Erkenntnis entsteht eine neue Bescheidenheit bei der Beurteilung des menschlichen Intellekts. Es gilt nicht mehr: „Der Mensch denkt“, sondern in ihm denken diese winzigen Individuen, die universalen Träger des Geistes. Es sind jene uralten Elektronen, welche die neognostischen Physiker „Äonen“ nennen. Sie erdenken das Wissen der Menschheit, sie kennen das Geheimnis des Entstehens von Leben.

Das denkende Gehirn mit seinen 4,3 Milliarden bits (der heutige Wissensstand der Menschheit) ist nur ein winziger Teil des Gesamtwissens der Äonen. Die eigentliche Substanz des Kosmos ist „der Raum“. Dieser Raum kann sich (nach Einstein) zu Formen „krümmen“, wodurch die Materie entsteht (sie ist Form des Raumes). Analog dazu könnte man anführen, dass für Fische das Wasser ihr ‘Raum’ ist. Wie das Wasser eines Wassertropfens gekrümmt ist, so ist unser Universum gekrümmt. Auch das Bild einer Seifenblase ist hier zum Verständnis hilfreich. Würden wir im Universum immer geradeaus fliegen, kämen wir eines Tages wieder an den Ausgangspunkt zurück. (1)

Ein Elementarteilchen ist also eine in besonderer Art gekrümmte Stelle im Raum. Alle Materie setzt sich ausschließlich aus geometrischen Formen zusammen, die alle aus einer einzigen Substanz bestehen, dem „Raum“. Abermilliarden von Elementarteilchen bilden eine Körperzelle, – wobei immer zu wissen ist:

Materie ist die Wirkung von Energie, ist Raumkrümmung (Einstein).

  • Es entsteht je Zelle (jeder erwachsene Mensch besitzt davon etwa 50 Billionen) ein riesiger Informationsraum.
  • Nähmen wir an, ein beliebiger Atomkern wäre so groß wie ein Fußball, dann würden die um ihn kreisenden Elektronen sich an der Rändern Europas befinden.
  • Der Informations-Raum einer Zelle ist ihr Geist. Er ist die Summe des Geistes aller kleinen Einheiten, aus der sich die Zelle zusammensetzt: Protonen, Neutronen, Elektronen.
  • Der Geist jedes Elementarteilchens entwickelt sich fortwährend durch die erlebte Erfahrung jener Teilchen.

Wenn ich mich als geistiges Wesen wahrnehme, dann ist der Sitz dieses meines Geistes in der Gesamtheit der Milliarden ‚Geister’ der Elementarteilchen, besonders in den Elektronen, die meinen Körper bilden. (2)

Mein Denken ist das Denken der Elektronen. Es herrscht also nicht bloß Analogie, sondern Identität!

Es gibt keine verschiedenen Arten von denkenden Wesen im Universum, es gibt nur die Elektronen und nichts außer ihnen.
Da die Geist tragenden Elektronen selbst aus Materie bestehen, konnte der Geist des Lebendigen nur mit der Materie zugleich entstehen (nicht zu verwechseln mit dem Geist, der vor der Materie war).

Elektronen (Materie), so wurde errechnet, haben eine Lebensdauer von 10³¹ Jahre. Da sind die ca. 15 Milliarden Jahre eingeschlossen, die seit dem Punkt der Ausdehnung, den man Urknall nennt, vergangen sind (Wenn wir davon ausgehen, dass der Urknall eine Realität ist). So alt sind unendlich viele Teilchen in uns, aus denen wir zusammengesetzt sind.

Die Logik dieser Erkenntnis heißt: Unser ‘innerer’ Geist ist unsterblich und schafft sich immer wieder weiterentwickelte Lebewesen. Mein individueller und mein kollektiver Geist ist im Atom-Informationsraum mit den Elektronen verbunden, welche die Materie definieren.

Die Elektronen sind jedoch nicht als Korpuskel sichtbar, sondern als Magnetfeld lokalisierbar. Ein Elektron hat ein Volumen von 0, also keins; hat deshalb keine Form. Aber seine elektromagnetische Ausdehnung ist größer als 0.

Fußnoten
(1) Das liegt technisch noch in weiter Ferne, falls es je möglich sein wird. Der Andromedanebel z.B. mit seinen Abermilliarden Sternen und Sonnen ist 2 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Allerdings wissen wir seit Einstein, dass sich eine Entfernung mit zunehmender Geschwindigkeit verkürzt. Mit 99% Lichtgeschwindigkeit bräuchten wir „nur“ 28.000 Jahre Reisezeit, mit 99,9“ Lichtgeschwindigkeit nur noch 2,8 Jahre. Einstein meinte scherzhaft, dass man irgendwann den Haarschnitt am eigenen Hinterkopf erblicken würde, könnte man mit scharfen Augen immerzu geradeaus schauen).
Es ist das gleiche Phänomen, dass sich eine Form in Richtung ihrer Geschwindigkeit zusammendrückt. So misst ein 100cm langes Lineal bei 90% der Lichtgeschwindigkeit 43,6cm, bei 99% der Lichtgeschwindigkeit nur noch 14,1 cm.
(2) Die Anzahl der Elektronen, welche mit ca. 900km/sec um einen Atomkern sausen, bestimmen die Art der Materie. Die Elektronen bilden sozusagen die Wand des Atoms nach außen. Zu der rein numerischen Funktion der Elektronen eines Atoms, – die traditionelle Deutung –, kämen jetzt die gespeicherten Inhalte dazu, von denen wir bis dato nichts wussten. Gold hat 79 Elektronen an der Außenwand seiner Atome und Quecksilber 80. So energetisch nahe liegen die größten Gegensätze zusammen, welche man sich vorstellen kann. Die Geschwindigkeit von 900km/sec ist es, die uns irrtümlicherweise annehmen lässt, Materie sei eine feste Substanz.
(Anmerkungen des Verfassers)

Die sichtbare und die unsichtbare Seite unserer Raum-Zeit

(außen und innen)

Unsere Raum-Zeit hat zwei verschiedene Seiten, wie die Münze einer Medaille:
Außen: Materie………………………………………………………………………………….Proton/Neutron
……………………………………………………………………………………………………………………..
Innen: Geist……………………………………………………………………………………………………Elektron

Für unsere Sinne sichtbar/messbar/wiegbar: das Außen, das ist die Materie. Real ist in dieser Materie lediglich der Atomkern.
Bei Kohlenstoff zum Beispiel sind dies 12 Kügelchen von je 1cm Durchmesser: bei 1000-milliardenfacher Vergrößerung:
Ein Bleistift wäre bei dieser Vergrößerung 100 Millionen km hoch, die Spitze würde die Sonne berühren.

Für unsere Sinne unsichtbar: das Innen, das wäre bei dieser Vergrößerung das Elektron von 1mm Durchmesser. Hier (und im fast „unendlichen“ Informationsraum zwischen Atomkern und Elektron) wäre unser Geist angesiedelt.

Wie das Innen das Außen steuert, sehen wir am einfachen Beispiel:
Ich streue Eisenspäne (sichtbar/Materie) auf ein Blatt Papier. Der Magnet (unsichtbar/Geist) befindet sich unter dem Blatt. Auf der sichtbaren Seite (außen) kann man nun messen, wiegen usw., dies ist die Seite der Wissenschaft.

Wenn ich nun den Magnet nicht sehe und auch nichts von ihm weiß, kann mir bei den Bewegungen der Eisenspäne, die ich mir auf der sichtbaren Seite nicht erklären kann, die Erkenntnis kommen, dass es hier eine unsichtbare Kraft geben muss, welche die Späne bewegt.
Diese Kraft ist nur von meinem Geist erfassbar.

Schiebt sich nun das Außen weiter in Richtung zunehmender wissenschaftlicher Erkenntnis, dann weiß ich in der nächsten Stufe, was ein Magnet ist und wie er die Eisenspäne bewegt. Auch kann ich der Kraft einen Namen geben. Aber, was diese Kraft ist und wie sie ursächlich zustande kommt, das weiß ich nicht.

Die Verursachung, welche dem Magneten seine Kraft zuweist, kann ich nur mit meinem Geist erfassen. (Die letzte Frage, bei welcher immer die Wissenschaft mit ihrer Logik versagen muss, (Kurt Gödel) hat sich lediglich ein Stückchen verschoben).
Die Erkenntnis meines Geistes – das ist das Wissen des Geistes. Im Rückschluss: Das Wissen des Geistes ist meine Intuition.

Die Erkenntnis heißt: Mein innerer Geist kann Phänomene erfassen, die meine äußere Wahrnehmung nicht erfassen kann. Warum? Mein innerer Geist ist ein kleines, „individuelles” Segment des allumfassenden Geistes, der All-Einheit, des ‚Es IST’, des Wortes. Polarisierend hat es vor Jahrhunderten schon ein Sufi ausgedrückt, den man daraufhin verbrannt hat. Er verkündete „Ich bin Gott, – jeder ist Gott“.

Dieses Innen wird religiös Seele genannt (C.G. Jung nennt es das Selbst). Dieses mein Innen ist Bestandteil der allumfassenden kosmischen Intelligenz, der Alleinheit.
Charon sagt dazu: „Jeder von uns besitzt ein ‚Ich’, das von Anbeginn bis zum Ende der Zeiten besteht“(Charon 3-38) Und dieses „Ich“ sind meine unsterblichen Elektronen”. Und: „Wenn diese Teilchen … einerseits einen Raum einschließen, dessen Informationsgehalt niemals verloren gehen kann … und andererseits die Lebenszeit dieser Teilchen so gut wie ‚ewig’ ist, so führt uns das zu dem Schluss, dass alle Informationen, die wir im Zuge eines Menschenlebens in jene Partikel investiert haben, aus denen unser irdischer Körper zusammengesetzt ist, über unseren körperlichen Tod hinaus, also in alle Ewigkeit weiter bestehen werden.

Wenn wir uns darauf einigen, Gott als das Prinzip der Ewigkeit zu bezeichnen, so erlaubt uns das eben gesagte zu folgern, dass Gott, der als geistiges Wesen der Ewigkeit angehört, ‚existiert’, und weiter, dass jeder von uns ‚konsubstantiell’ (1) mit Gott ist“ (Charon 3-S. 38)

Mein Geist

  • ist mein Bewusstseinszentrum.
  • sieht „mein Ich“ (mein Ego) und „mein Sein“ (mein Selbst).
  • stellt fest, dass mein Ich denkt und mein Sein empfindet.
  • ist mein Beobachter, der analysiert was ich tue, denke und fühle und der die Motivationen kennt und ebenfalls analysiert.

Mein Geist ist gleichzeitig der Blick des Seienden, der All-Einheit und dessen Bewusstsein.
Das Werkzeug meines Geistes ist die Erkenntnis. Erkenntnis erhalte ich durch Intuition, nicht durch Nachdenken (im Gegensatz zum technologischen Wissen). Intuition ist keine verstandesmäßige Ableitung. Wenn ich denke, dann ist mein Geist Träger von denkenden Elektronen, die bei der Entstehung der Welt bereits vorhanden waren.

Die sichtbare Seite, – das Außen –, in unserem Beispiel der Atomkern mit seinen Protonen und Neutronen, kann mit unseren Sinnesorganen erfasst werden. Das Innen, – die unsichtbare Seite –, kann nur mit unserem Geist erfasst werden.

Das Innen in uns selbst, das sind die inneren Empfindungen, die vor dem Denken liegen:
Wohlgefühl/Unwohlsein/Freude, Heiterkeit, Traurigkeit als Grundstimmung usw.

Fazit: Mein Geist erfasst etwas direkt, was meine Sinnesorgane nicht oder nur indirekt erfassen können. (2)
Auch unseren eigenen Geist, der jenseits unseres denkenden Verstandes liegt, können unsere Sinnesorgane nur indirekt erfassen. Unser Geist (innen) hat eine eigenständige, vom Verstand (außen) unabhängige Intelligenz.
Mit meinem Geist bewusst in Verbindung treten kann ich nur, wenn ich meine Sinne und mein Denken „zurückfahre”, „abdunkle”, „ausschalte”. Ich blende aus der Gesamtheit meines kosmischen Ichs mein aktuelles Ich aus und gehe auf die Reise nach innen zu mir selbst.

Nun kann etwas passieren, was bei grellem Licht und bei dem lärmenden Getöse des Tages nicht geschehen kann: Mein unbewusstes Ich (der im Unbewussten gespeicherte kosmische Teil) sickert in mein bewusstes Ich ein. Dieser Vorgang ist Kreativität, ist Intuition (im Gegensatz zur rationalen Überlegung, die ihre Information immer dem bewussten Ich entnimmt). Somit ist Intuition „das plötzliche Überströmen unbewussten Denkens in das bewusste Denken ohne Zwischenschaltung rationaler Überlegung“ (3-148).

Meinen Geist als Gesamtheit kann ich gliedern in

  • mein umfassendes Körper-Bewusstsein (3)
  • mein Daseins–Bewusstsein (4)

Mein Geist ist mein tiefes inneres Zentrum der Bewusstheit, angekoppelt an die Alleinheit. Dem (nicht entwickelten) denkenden Gehirn ist nicht bewusst, dass ihm ein Grundbewusstsein (Körperbewusstsein/zellulares Bewusstsein) vorgelagert ist. Durch das Ausschalten meines denkenden Verstandes (durch Meditation), kann ich in den Bereich des nichtdenkenden Seins gelangen (Die Mystiker aller Religionen lehren dies). Dann kann ich die Hierarchie umdrehen: Meine innere Intelligenz (mein Selbst, mein Sein) kann dann per Intuition die Führung übernehmen. Oder, um es anders auszudrücken: Mein Bauchhirn, mein „Hara“ übernimmt das Großhirn in allen nicht-analytischen Lebenssituationen.

Mein Ziel ist es, zu einer entscheidungsfreien Bewusstheit zu gelangen.

Dieses Bewusstsein ist nicht dual, es ist begründungsfrei, wahlfrei. Wenn mein Innen mir meinen Weg zeigt, dann gibt es für mich keine Alternative, dann gibt es nichts mehr auszuwählen und nichts mehr (rational) zu begründen. Dann ist es so! Dann kann es nicht anders sein.

Mein analytischer Verstand steht dann im Dienste des Innen, im Dienste meines Selbst und ist mein Diener. Er leistet mir hervorragende Dienste und ich bin dankbar, dass mir dieser scharfe Verstand gegeben wurde. Aber – er ist nicht mehr mein Herr, sondern mein erster Diener.

Fußnoten
(1) Etwa: „ein gemeinsames Konstrukt“ (kon: mit, zusammen, miteinander)
(2) Beispiel: Indirekte Lokalisation (Sekundärnachweis) von Neutrinos/Strings, wenn sie mit Über-Lichtgeschwindigkeit auf ein Wasseratom treffen. Bei der Kollision gibt es einen Lichtblitz, den man qualifizieren kann. Auf diese Weise hat man bis jetzt drei verschiedene Arten von Strings/Neutrinos nachweisen können.
(3) Diese meine Körperintelligenz steuert elektromagnetisch sämtliche chemischen Vorgänge. Jedes Elektron, jede Zelle hat ein eigenes Magnetfeld als Steuerungsfunktion. Der Photonenspeicher sitzt in jedem Zellkern. Dieses mein Innen benötigt kein denkendes Gehirn. Etwa 50 Billionen Körperzellen setzen je Zelle und Sekunde mehr als 100.000 chemische Reaktionen in Gang. Leert sich mein Lichtspeicher in der Zelle, dann gibt es Ausfälle bei den elektromagnetischen Anweisungen an die Körperchemie; Krankheiten kommen auf den Weg.
(4) Dieses mein Außen wird über das denkende Gehirn vermittelt. Es ist dies mein „Oberflächen-Bewusstsein“, mein „Tag-für-Tag-Bewusstsein“; es ist das Hamsterrad des Lebens, in welchem sich alle meine Handlungen abspielen. Das, was man auf dieser Ebene gemeinhin als „Intelligenz“ bezeichnet, ist absolut keine solche. Gesellschaftlich ist dies vielleicht Verschlagenheit, Raffinesse, Schläue, Vorteilsdenken usw. Im wissenschaftlichen Bereich ist das, was man Intelligenz nennt, technologisches Wissen und die Umsetzung davon. Oder kann man einen Menschen, der z.B. Minen konstruiert, die andere Menschen zerfetzen, als intelligent bezeichnen?
(Anmerkungen des Verfassers)

Intuition und Ratio

Die Manifestation des allumfassenden Geistes in mein bewusstes Ich, dies ist mein inneres Wissen.

Mein eigener Geist verfügt über 2 Werkzeuge:

  • Die Intuition, mit deren Hilfe mein Geist die Formen/Symbole auswählt, die ich mir zu eigen machen will. Dies ist mein transzendentaler Teil, meine Verbindung zur Alleinheit.
  • Die Ratio, mein denkender Verstand, meine Logik, mit welcher die Verwirklichung geordnet wird. Die Neuschöpfung der Intuition bekommt hier ihre Struktur, ihre Durchsetzungskraft.

Die Logik des Seienden, der Alleinheit ist die Intuition. Die Sprache, mit welchem das Seiende zu mir spricht, ist die nichtrationale Intuition. In ihr ist A gleichzeitig Nicht-A. Alles in ihr ist gleichzeitig ihr Gegenteil. Es ist die Ambivalenz aller Dinge. Das meint der Buddha, wenn er sagt: „Von jeder Wahrheit ist ihr Gegenteil auch wahr.” Der japanische Philosoph Toshihiko Izutsu drückt dies so aus: „Jedes Ding ist zugleich nicht. Alles, was als existent wahrgenommen wird, existiert in Wirklichkeit nicht.” (2-137)

Die Intuition

  • löst ein Gefühl des Erfülltsein aus, ein Gefühl von Glück, Fülle, Freiheit.
  • ist ein Urgefühl, das vor jeder sinnlichen Wahrnehmung liegt.
  • setzt meine gefühlsmäßige, innere Wahrnehmung in Beziehung zu meiner Ratio, zur Vernunft, welche lediglich eine Strukturfunktion, eine Ordnungsfunktion hat.

Urgefühl

  • heißt, es ist noch an kein Element meiner Erinnerung/meines Gedächtnisses gebunden, welches die Ereignisse dieses Lebens addiert. Mein Denken ist an mein Gedächtnisfeld gebunden, welches das Neue am Altbekannten misst und eine Bewertung in Gang setzt. Das Denken ist immer eine Interaktion mit einer bereits gespeicherten Form, einem bekannten Symbol.
  • kann ein neues Element der Erkenntnis in schöpferische Wahrnehmung umformen. Diese Neuschöpfung hat noch keinerlei innere Speicherung und erschafft eine neue Tat, die dieser neuen Wahrnehmung entspricht. Meine denkenden Elektronen informieren dann die „alten“ Elektronen. Somit wird mein ganzes System neu ausgerichtet.

Ohne Intuition “erstickt” der Verstand. Intuitives Verhalten ist nicht „keine Logik“, sondern „eine andere Logik“. Die Intuition greift dort ein, wo die Ratio ihre Vorstellung von der äußeren und der inneren Welt vertiefen möchte.

Die Ratio, mein denkender Verstand geht von Annahmen (Axiomen) aus, die sie als ‘wahr’ annimmt. Davon ausgehend, leitet sie, – mit Hilfe einer passenden Logik -, bestimmte Schlussfolgerungen ab. Auf diesen aufbauend, lassen sich immer weiter logische Schlüsse ziehen.

Rationales Wissen beruht (in höchstem Maße) auf erworbenem Wissen dieses Lebenszyklusses. Wenn aber die Anfangs-Annahme falsch ist, dann ist die darauf aufbauende Logik komplett falsch. Deshalb kann jedes Wahnsystem einen logischen Überbau haben der deshalb logisch ist, weil seine Anfangs-Annahme nicht in Frage gestellt wird.

Einen logischen Überbau haben z.B.

  • jedes kapitalistische Ausbeutungs-System,
  • jedes politisch denkende System,
  • jedes Kolonialsystem,
  • jede Offenbarungsreligion (Moses: ‘Gesetze von Gott gegeben’. Mohammed: ‘Koran von Allah diktiert’).

Der Mathematiker Kurt Gödel (1906-1978), wie schon erwähnt, zeigt mathematisch auf, dass am Ende einer jeden Schlussfolgerung der “Untergang” der Ratio steht, weil in jeder logischen Kette die letzte Frage nicht beantwortet werden kann.

So lange die Ratio nicht bei der letzten Frage angelangt ist, scheint sie ‘der Himmel’ zu sein. Doch ihr letzter Schluss ist unausweichlich immer ‘die Hölle’. Sich selbst überlassen, ist der Weg des logischen Denkens ein Irrweg. Der heutige Wissensstand der Menschheit ist lediglich jener winzig kleine Teil des Äonen-Gesamtwissens, der sich in der Sprache menschlicher Gesellschaften ausdrücken lässt.

Von Omar Khajjam (um 1080), einem Perser, der im11. Jhd. lebte, wird berichtet, dass er an seiner Logik verzweifelte. Er versuchte eine Lösung: “Ich sandte meine Seele ins Unsichtbare, um im Jenseits Antwort zu finden. Und nach vielen Tagen kehrte meine Seele zurück und sagte: ‘Siehe, ich selbst bin der Himmel und die Hölle’. “

Der Ausdruck des rationalen Irrwegs ist das Leid. (1)

Fußnote
(1) Dies ist der Grund, warum menschliches Dasein grundsätzlich leidvoll ist. Leid ist Elend, das ich mir selbst erschaffe. Das Nichtwissen um das eigene Dasein, das Nichtwissen um sich selbst, das Konsumieren und das Auswählen-Können von Dingen als vermeintliche Freiheit schafft Leid. Dieses ist umso größer, je größer das Konsum- oder das Machtniveau ist. Die Logik des alltäglichen Lebens versagt absolut, wenn es um die Verursachung geht, weil es auf die letzte „Warum“-Frage keine Antwort gibt.
Wenn ich die Realität, die hinter der Logik liegt, nicht sehe und beachte, dann schaffe ich mir Leid. Der Realität ist es völlig gleichgültig, ob ich sie anerkenne oder nicht, sie erschafft das „Es ist“. Jeden Kampf gegen diese Realität (der Wahn des Menschen seine Macht auf diese auszudehnen). verliert der Mensch. Dies ist Elend und Leid.
Eine Auflösung des Leids ist nur möglich, wenn mein Inneres seine Kraft aus dem Speicher des Seienden holt. Mit dieser Kraft verschwindet mein Schmerz nicht, mit ihm muss ich leben. Aber mein Schmerz wird nicht zum Leid, zum Leiden, an dem ich dann verzweifle. Der Weg vom psychischen Leid geht über zur körperlichen Krankheit, die das Leid dann noch verstärkt.
(Anmerkungen des Verfassers)

Das Gedächtnis des Geistes

Es ist die besondere Eigenschaft des Geistes, dass er ein Gedächtnis hat. Die Träger dieses Gedächtnisses des Raumes sind die Photonen. Jedes Elektron, in dessen Innern sich die Photonen als Speichereinheiten befinden, hat ein vollkommenes Gedächtnis, das immer neu speichern kann. Bei neuen Speicherungen werden die alten Informationen nicht gelöscht – die neuen Informationen werden hinzuaddiert. Ein Photon kann Milliarden Jahre lang nicht vergessen und Milliarden von Informationen speichern! Jedes Elektron besitzt ein elektromagnetisches Feld – dieses ist die Speicherung!

Es ist unmöglich, dass eine Information wieder aus dem Raum des Elektrons herausgelangt. Das Elektron speichert alles, was zu ihm in Resonanz tritt, ohne es jemals zu löschen. Das Elektron bildet „ein selbständiges kleines Universum, dessen Raum vom umgebenden Raum völlig isoliert ist. Nichts kann diesen Raum verlassen oder betreten.“ (3-83) (1)

„Die einmal erworbene Information, das einmal erworbene Bewusstsein, kann nie wieder verlorengehen; keine Macht der Welt kann nach dem Tod einer komplex organisierten Struktur eine Rückentwicklung des Elementarteilchen-Bewusstseins bewirken“. … Dadurch erhöht sich „das geistige Niveau des gesamten Kosmos.“ (3-100/101)

Das Elektron zum Zeitpunkt des „Anfangs der Welt“ ist auf der geistig ärmsten Stufe. Es ist ein geschlossenes Objekt von einem tausendmilliardstel Millimeter Größe und mit rein physikalischen Eigenschaften. „Geschlossen“ heißt hier, es ist ein vom umgebenden Raum der Materie (Raum-Zeit) unabhängiger Raum.

Eine Kommunikation mit dem umgebenden Raum ist virtuell, d.h. lediglich durch elektromagnetischen Informationsaustausch möglich (mit anderen Elektronen oder Photonen). Der Raum des Elektrons pulsiert mit etwa 10²³ Perioden je Sekunde. Dabei zieht sich sein Durchmesser zusammen oder dehnt sich aus.

Die Teilchen im Elektron (Photonen, aber auch Neutrinos/Strings) haben eine Drehrichtung und eine Drehgeschwindigkeit, was man ihren Spin nennt. Der Gesamtspin eines Elektrons kann sich nur verändern (erhöhen), wenn es in Wechselwirkung mit Teilchen tritt, die sich außerhalb des Systems befinden. Der Informationszuwachs geschieht durch Erhöhung der Geschwindigkeit des Spins, z.B. von Spin +1 zu Spin +2 durch Außenimpuls.

Die Steigerung der Spins zu einem Vielfachen von Spin 1 ersetzt nicht die vorhergehenden Spinzustände, sondern vermehrt sie, macht sie komplexer. Das bedeutet, dass keine vorhergehende Spin-Information einem Löschvorgang unterliegt. Somit wird das Elektron „vom Anfang der Welt“ durch seinen Informationszuwachs in der Raum-Zeit immer bewusster.

Es gibt freie und eingeschlossene, (an Materie gebundene) Elektronen. Beim tiefen Einatmen von etwa 1 Liter Luft atmen wir 1000 Mal mehr Elektronen ein als es Sterne im gesamten Universum gibt. (2)

Die eingeschlossenen Photonen in unseren Körperzellen sind Schwarze Löcher (3) in winzigster Größe. Nichts kann ihnen je entweichen. Freie Photonen des Raumes, die sich am Elektron andocken, geben ihre Information per elektromagnetischem Feld an die gebundenen, innenliegenden Photonen weiter („Virtuelle Photonen“).

Die Logik, auf mich als Mensch bezogen, heißt: Wenn ich denke, denken meine Elektronen. Das, was die Elektronen, die mein bewusstes Ich bilden, speichern, dies ist identisch mit meinen Gedanken. „Meine“ Gedanken sind das Denken meiner Elektronen.

Es gibt in mir zwei Arten von Erinnern:

  • Das (denkende) Erinnern meines bewussten Ichs während dieser meiner persönlichen “Eigenzeit“ auf diesem Planeten.
  • Das (nicht denkende) Erinnern meines unbewussten Ichs: Warum fällt der junge Vogel nicht aus dem Nest? Weil sein unbewusstes Ich sich genau erinnert, dass Herausfallen Tod bedeutet. Seine Sinnesorgane stehen mit dem allumfassenden Geist in direkter Verbindung. Dieses innere, intuitive Wissen nennen wir in unserer menschlichen Überheblichkeit “Instinkt”.

Meine Gesamterinnerung, mein Gedächtnisfeld als Mensch besteht aus

  • dem bewussten Erinnern (Bewusstsein) und
  • aus dem unbewussten Erinnern (dem persönlichen Unbewussten und dem kollektiven Unbewussten).

Das Bewusste, das sind die hohen Gipfel meiner Gedächtnislandschaft, das sind die „greifbaren“ Erinnerungen.
Das Unbewusste erspäht der Geist nicht auf den ersten Blick. Es sind Symbole, welche der Ich-Geist als schwach wahrnimmt (so er sie denn überhaupt wahrnimmt).

Hier gibt es, in der Sprache von C.G. Jung,(1875-1961) das persönlich erworbene Unbewusste (in diesem Leben erworben) und das kollektive Unbewusste (nicht in diesem Leben erworben). Letzteres stammt aus den Erinnerungen (Speicherungen) der Elektronen vor dem aktuellen Leben eines Organismus. Die ältesten Erinnerungen hier sind vor der Tier- und Pflanzenzeit angesiedelt.

Mein Ziel muss es sein, dass sich mein persönliches Bewusstsein meinem kompletten Selbst öffnet, das aus allen Teilen von Bewusstem und Unbewusstem besteht. Obwohl ich ein Gedächtnis habe das nie vergisst, überwiegen in mir jene „Verhaltensweisen, die sich aus dem Bewussten allein herleiten, da diese aufgrund ihres hohen Anteils an der Gesamtmenge möglicher Verhaltensweisen die größten Chancen auf Verwirklichung haben“. (2-253)

Dies allerdings nur, wenn ich tatsächlich in Bewusstheit lebe. Wenn ich irrtümlich annehme, mein konditioniertes Bewusstsein sei mein eigenes, dann lebe ich im automatisierten, unbewussten Schlaf und handle fremdgesteuert.

Je höher mein Bewusstseinsstand, desto weniger wirkt die Kraft meines Unbewussten. Jedoch sind oft viele aufeinander folgende gleiche und bewusste Verhaltensweisen erforderlich, um gegenüber dem Unter- und Unbewussten ein Übergewicht zu erreichen. Das ist harte Arbeit an sich selbst in Verbindung mit der Alleinheit. Das ist das, was Buddha den „Weg“ nannte.

Um meinen Bewusstseinsstand zu erweitern, muss ich nach innen gehen, um die gesuchte Quelle zu finden. (4) Ich muss alle Fremdbestimmung identifizieren und auflösen. Ich muss das, was man seit alters her „Herz“ nennt, als primären Sinn aktivieren: „Die unsichtbare Ordnung (des Kosmos) vermögen wir nur zu erkennen, oder vielmehr zu erahnen, indem wir ‚mit den Augen des Herzens sehen’“ (2-255)

Charon stellt die zentrale Frage aller Mystiker: „Wer bin ich?“ (5)

Physikalisch gesehen bin ich ein Etwas, das sich im Raum aufhält und einen Körper, eine materielle Komponente hat. Mein Ich-Raum ist innerhalb meines Körper-Raums, wobei jeder Teil meines Körpers mit meinem seelisch-geistigen Ich verbunden ist.

Mein Ich geht in das Bewusstseinsfeld der Elektronen ein. Dieses Bewusstseins-Elektronenfeld ist ungeheuerlich groß: bei etwa 60kg Gewicht hat ein Mensch mindestens 10 Billionen Körperzellen. Diese dann multipliziert mit 100 Milliarden Elektronen – eine bei Weitem nicht vorstellbare Zahl. Im Umkehrschluss gesagt: Das Bewusstsein meines Elektronenfeldes ist gleich mein Ich.

Durch mein Denken, welches ununterbrochen mein äußeres Milieu sondiert, wird mein Elektronenfeld neu informiert. Der Inhalt meines Denkens steuert meine vorhandenen Elektronen, also meinen Geist, aus dem dann meine Handlungen erwachsen. Habe ich die Stufe des unbewussten, materiellen Alltags-Denkens überschritten, dann steuere ich mit meinem Willen meinen Geist. Ich gebe mit meinem Willen Anweisungen in die Zukunft hinein.

Da der Gesamt-Informations-Inhalt meines Elektronenfeldes jedoch so unendlich viel größer ist als mein Willens-Denkinhalt, bedarf es eines starken, hellwachen Ichs, um die als notwendig erkannten Veränderungen herbeizuführen.

Charon nennt die 4 wesentlichen Eigenschaften des Geistes (des Elektrons)

  • Liebe,
  • Reflexion,
  • Erkenntnis und
  • Tat.

Liebe ist der Informationsaustausch innerhalb des Elektrons, so dass jedes Photon den gleichen Wissensstand hat. Jede Information wird ohne Bedingungen jedem anderen zur Verfügung gestellt, damit sich alle Elementarteilchen gleichzeitig weiterentwickeln können.
Alles, was wir über die menschliche Liebe sagen (entstammt) den Untersuchungen über die Liebe auf der Ebene der Elektronen.

Liebe ist, im Geiste des anderen lesen zu können, um dann dessen komplementäre (ergänzende) Bedeutungsinhalte in mein System zu integrieren. Es ist dies wie ein Puzzle, in welchem sich „die anderen“ Elemente in meine vorhandenen Elemente integrieren. Allerdings ist es zwingend notwendig, dass dies beim Partner ebenso geschieht, so dass sich ein Doppel-Puzzle ergibt. Durch die jeweilige Integration der Information des Anderen verändert sich das Ursprungs-System.

Liebe ist, wenn das gleiche Zeichen durch den Geliebten anders interpretiert wird und ich diese andere Interpretation bei mir dazufüge, ohne meine eigene Deutung aufzugeben. Ich komme dadurch dem Zustand der Vollkommenheit etwas näher.
Komplementäre Bedeutungen vervollständigen die Vorstellung von der Welt – denn – keine einzelne Bedeutung kann eine absolute Vorstellung von der Außenwelt vermitteln; es gibt keine Außenwelt, die da wäre ohne meine Interpretation.

Liebe ist eine telepathische Sprache, die keinerlei Worte benötigt (Die Lieblosigkeit hat die konventionelle Sprache als Kommunikationsmittel). Jene Zeichen, die sich meiner Deutung direkt anfügen lassen und somit meine eigene Zeichendeutung bereichern (mein eigenes Bild von der Welt, mein eigenes Erkenntnis-Bild vergrößern), verursachen ein Gefühl der Erfüllung, – wenn ich diese komplementäre Bedeutung im Bewusstsein eines anderen Menschen entdecke. Es ist das Gefühl, ‘durch ihn/durch sie mehr zu werden’, weil sich mein Bewusstsein durch ihn/durch sie vergrößert.

Physikalisch gesehen ist Liebe „das Gesetz des Gesamtspins“: Ein Elektron kann sich nicht die Bedeutung des anderen Elektrons aneignen, ohne dass sich das 2. Elektron die Bedeutung des 1. aneignet. Die Bedeutung wird beim Anderen entdeckt und bei mir reproduziert und umgekehrt. Dadurch entsteht „die Eigenschaft Gegenseitigkeit“ und das Gefühl von Glück. (6)

In der Reflexion werden die gesammelten Informationen in eine aktuelle Form gebracht, wodurch der gemeinsame Wissensstand eine aktuelle Ausrichtung bekommt. Unser bewusstes Ich wird in der Reflexion durchlässig für einen Austausch mit dem unbewussten Ich, was zu einer Anhebung des Bewusstseins führt . Somit ist auf der Reflexionsstufe eine plötzliche Bewusstseinsveränderung möglich; die alten Weisen berichten davon (aus Paulus wird Saulus).

Erkenntnis ist nun die aktuelle Folge der Reflexion. Erkenntnis ist immer durch eine Zunahme von Information verursacht. Nun kann man eine Sache unter den neuen Gesichtspunkten angehen. (7)

Die Tat ist die Kommunikation eines Photons innerhalb des Elektrons mit einem Photon außerhalb des Photons bzw. umgekehrt. Das Freie Photon, das sich andockt, setzt das Elektron in Bewegung, wobei dessen elektrisches Potential messbar ist.

Die Tat ist, wenn bei neuerlichem Auftauchen eines neuen Zeichens dieses wiedererkannt wird und meine Handlungen sich um diese neue, zugefügte Erkenntnis verändert. (8) Jedoch kann das denkende Gehirn die Umsetzung verhindern, besonders wenn sie nichtkonventionelle Konsequenzen nach sich zieht.

Mit den Mechanismen der Verdrängung (der Rationalisierung) kann verhindert werden, dass die Umsetzung geschieht. Da dies gegen die Evolution geschieht, ist dies eine Leistungs-Schwächung und letztendlich eine Krankheitsverursachung. Der physikalische Vorgang ist der: Außenphotonen führen zur Strukturveränderung meiner Innenphotonen durch elektromagnetischen Informations-Austausch (Diese Informanten, bzw. ihre Information der Veränderung nennt die Physik virtuelle Photonen).

Der Vorgang in meinem Innen ist der: Auf Grund der neuen Bedeutungsstrukturen formt sich meine neue Vorstellung von der Welt. Meine alte Weltsicht erweitert sich um die neue Komponente. (9)

Fazit:

  • Meine Vorstellung von der Welt ist nicht das Spiegelbild der Wirklichkeit durch Beobachtung. Es gibt nicht: Dort die Welt und hier ich.
  • Meine Weltvorstellung hängt von der Verknüpfung der Jetzt-Informationen mit der Gesamtheit meines vorhandenen Bedeutungsspeichers ab (Deshalb können zwei Menschen ein identisches neues Zeichen gänzlich verschieden deuten).
  • „Die Welt wird zu dem, was ich beschlossen habe, dass sie sei.”
  • „Das Wort ist nicht das Ding” – „Die Landkarte ist nicht das Land.”

Das Gedächtnis jedes Teilchens in mir ist das Gedächtnis des Universums. Dieses Teilchengedächtnis entwickelt sich seit ca. 15 Milliarden Jahren. Es war NICHT in seiner heutigen Form, in seinem heutigen Zustand im Urknall-Zustand enthalten (sonst wäre alles Folgende vorherbestimmt, es gäbe keine Entwicklung). Jedes Teilchen im Raum analysiert zu jedem Zeitpunkt die Gesamtheit des realen Raumes und speichert alle Informationen aus seiner Außenwelt.

Der Vergleich Mensch gleich Teilchen (z.B. Elektron) verdeutlicht dies:

  1. Für immer in mich als Mensch eingeschlossen sind alle Informationen meiner
    verschiedenen Gedächtnisse (auch und gerade mein zellulares Gedächtnis); (dies ist
    meine innere Komponente).
  2. Außerhalb von mir sind physikalische Gesetze, denen ich unterworfen bin, welche ich
    nicht umgehen kann, zu denen ich mich in Beziehung setzen muss (meine äußere
    Komponente).

Die Wechselwirkungen zwischen 1. und 2. sind die Verursacher und Begründer meines Handelns, wobei 3. dazukommt: Ich kann in meiner möglichen Bandbreite in 2. auswählen.

Zudem habe ich Einfluss auf 1., indem ich über mein Bewusstsein Kontakt zu meinem zellularen Bewusstsein aufnehme und meinen Willen formuliere. Ich teile mit, dass ich bestimmte Speicherungen verändern möchte (z.B. Suchtverhalten) – und mein Körperbewusstsein folgt diesen Anweisungen. (10)

Charon: “Wenn ich trotz der auf mir lastenden psychischen Zwänge und physikalischen Gesetzmäßigkeiten zwischen mehreren möglichen Verhaltensweisen wählen kann, so verdanke ich das dem Umstand, dass auch jedes der Psychomaterieteilchen, aus denen mein Körper und mein Mentales besteht, diese Wahlmöglichkeiten hat. Ich kann mich immer nur so verhalten, wie jene, aus denen ich bestehe und die mein Ich ausmachen.” (2 -119)

Wie kommen nun die Teilchen meines Ichs zu einer notwendigen Entscheidung meines Verhaltens? Ich rufe nach der inneren Logik der Intuition, d.h. ich suche Kontakt zum Feld/zum Absoluten, zu jenem Raum, in welchem es keine logischen Ableitungen gibt.

Laotse zum Tao (11): “Wer es zu kennen meint, der kennt es nicht. Und der es nicht kennt, kennt es dennoch.”

Charon: “Ein Ding ist es selbst und zugleich sein Gegenteil und doch weder es selbst noch sein Gegenteil”. (2-120) Unter diesen Voraussetzungen kann ich frei bestimmen. Das Gedächtnis meiner Teilchen bestimmt mein aktuelles Verhalten mit.
Der eigene Geist wählt frei (12) seinen Archetyp aus dem Alles-Möglichkeiten-Feld und wandelt ihn in Form (Materie) um.

Jeder von uns kann mit seinem Bewusstsein, mit seinem bewussten Ich mit seinen eigenen Elektronen kommunizieren. Schließlich sind mein „Ich“ und meine Elektronen in mir identisch. (13) Dadurch realisiere ich Erinnerung in meine persönliche Raumzeit hinein und ich gestalte meine Zukunft selbst.

Dies ist mein freier Wille, meine eigene, persönliche Entscheidungsfähigkeit. Wenn ich keinen Zugang zu meinem Geist habe, bleibe ich Subjekt. Dann bin ich, (nach J.P.Sartre), sinnlos in diese Welt geworfen, dann bin ich (nach G.I.Gurdjief) ein menschlicher Automat), der lediglich auf äußere Einflüsse reagiert.(14)

Fußnoten
(1) Das Elektron enthält analog zu unserem Universum Materie und Strahlung – vor allem Photonengas, so genanntes „schwarzes Licht“, was bedeutet, dass alle inneren Teilchen, seien es Photonen oder Neutrinos/Strings nicht entweichen können. Diese „schwarze“ Strahlung hat die Eigenschaft, immer mehr Informationen von anderen Elektronen aufzunehmen. Dieser Informationsaustausch wird in der Physik virtuell genannt, weil nichts Substantielles vom einen zum anderen geht. Es sind Austauschprozesse geistiger Art (wenn man „Information“ als ein geistiges Produkt definiert).
Die „schwarze“ elektromagnetische Strahlung kann nicht verbraucht werden (dies würde zum Verschwinden des Elektrons führen).
Auch von innen nach außen kann das Elektron virtuell steuern, z.B. indem es im Außen eine chemische Reaktion auslöst.
(2) Das „NUR“, der alten Kulturen (NUR bedeutet Licht, auch im nicht sichtbaren Bereich), heute noch von den Sufis weitergetragen, hat jene zwei Komponenten, wie sie die Physik beschreibt: Der sichtbare Aspekt – die Energie der Photonen, welche uns mit ihren Informationen regelrecht „anschießen“ und z.B. Vitamin B3 erzeugen; der unsichtbare Aspekt – die eingeatmeten Elektronen mit ihrem Informationsgehalt, der uns verschlossen ist. (Anmerkung des Verfassers)
(3) Ein Stern im Endstadium seines Lebens fällt in sich zusammen und saugt alles an Materie in sich hinein, was ihn umgibt. Nichts davon kann je wieder in unsere Raum-Zeit zurückkommen. Es ist ein komplett geschlossener Raum, der sich immer mehr mit „zerlegter“ Materie, mit Information füllt. Die Zeit läuft im Schwarzen Loch in umgekehrter Richtung, weil sich die Ordnung dort durch die Informations-Zunahme erhöht. In unserem Raum-Zeit-Universum nimmt die Information durch die Ausdehnung ab, dergestalt, dass sich die immer gleiche Informationsmenge wegen des Volumenzuwachses „ausdünnt“
Unsere Raum-Zeit ist Bewegung von Materie vom Komplexen zum Differenzierten (Abnahme von Ordnung). Die Zeit im Schwarzen Loch ist Bewegung von Information vom wenig Geordneten zum Komplexen (Zunahme von Ordnung).
(4) „Ich muss wieder werden wie ich war bevor ich geworden“. Alles tatsächliche Wissen habe ich bei meiner Geburt mitgebracht; es muss nicht gelernt werden. Tatsächlich dienen unsere Lern-Institutionen wie Schule und Universität dazu, das tatsächliche Wissen auszumerzen. Es wird stattdessen das Wissen aus zweiter Hand angeboten, welches jenseits meiner Erfahrung liegt. Dieses angelernte Wissen hat meist mit Anpassung und mit Technologie zu tun. Es ist weder intelligent (im Sinne der Evolution) noch ist es originär (intuitiv); es ist oft geradezu lebensfeindlich.
(Anmerkung des Verfassers)
(5) Wer die Frage: „Wer bin ich?“ beantworten kann, der hat die tiefste aller Antworten gefunden, welche die Religionen versuchen zu geben. Wenn ich weiß wer ich bin, habe ich meinen Gott gefunden, sehe und fühle ich mich eins mit dem allumfassenden Geist. Ich bin in dem großen Geist eins und ich habe keine Fragen mehr. Ich bin in den Raum über dem Verstand gelangt, in welchem Friede herrscht. Dies hat die Konsequenz, dass meine Konditionierungen aufgelöst sind und niemand mehr Macht über mich hat.
(Anmerkung des Verfassers)
(6) Freundschaft ist,
• wenn die Zeichendeutung eines Anderen kompatibel zu meiner eigenen Deutung ist. Eine Landschaft, ein Platz kann auch kompatibel sein.
Sympathie ist
• wohlwollende Neugierde.
Abneigung, Hass
• ist anti-evolutionär und erzeugt Krankheit.
• ist das Fehlen jeglicher Kommunikation im Sinne eines positiven Austauschs.
Dummheit
• manifestiert sich dadurch, dass man immer und sofort Schlüsse zieht und Neues mit Altem vergleicht.
• weiß alles (besser).
Ignoranz
• ist Dummheit, nur auf höherem, angelerntem Wissens-Niveau.
Schlimmer als geistige Blindheit ist ‘nicht sehen wollen‘. Die Buddhisten nennen dies „Verantwortungslose Unwissenheit“. (Anmerkung des Verfassers)
(7) Erkenntnis ist immer die Voraussetzung für Veränderung. Jedoch können wir bei uns selbst sehr gut beobachten, dass eine Erkenntnis nichts nützt, wenn sie im Verstand „hängenbleibt“. Ich kann durchaus intellektuell eine große Erkenntnis haben (z.B., dass eine bestimmte Sache in meinem Leben dringend verändert werden muss), doch setze ich alle Hebel der Verdrängung und der Rationalisierung in Bewegung, um mir zu begründen, warum diese Veränderung gerade jetzt noch nicht möglich ist; später aber ganz gewiss!
Da ich nur das bin was ich tue, muss dieser Punkt der Umwandlung von Erkenntnis in Tat gut verstanden werden. (Anmerkung des Verfassers)
(8) Reflexion, Erkenntnis, Tat und Liebe physikalisch gesehen: Reflexion ist die Veränderung ausschließlich im Innern des Elektrons. Dort verändern die inneren Photonen paarweise die Vorzeichen ihrer Spins und gestalten damit ihr Elektronengedächtnis um. Jedes dieser beiden Photonen wird durch den Vorzeichentausch von + und – in sein Spiegelbild verwandelt („Re-Flexion“). Diese Reflexion erfordert keine Energie und sie ist frei, das heißt sie programmiert sich selbst. Die Reflexion benötigt jedoch, – damit sie ablaufen kann –, eine Anfangsinformation, die von außen kommen muss. Wiederholt sich irgendwann genau dieser Außenimpuls, dann erinnert sich das Elektron daran und vollzieht den nächsten Schritt: die Tat: Es wirkt in den Außenraum der Raum-Zeit hinaus, indem ein Impulsaustausch mit den Photonen der äußeren Strahlung stattfindet.
Ein Erkenntnisprozess vollzieht sich, indem ein Photon der Außenwelt durch sein Verschwinden seinen Impuls, seinen Spin und seine Energie einem Photon im Elektronenraum zur Verfügung stellt. Durch diesen Vorgang nimmt der Gesamtspin des aufnehmenden Photons an Wert zu. Diese Zunahme der Erkenntnis ist mit Bewegung verbunden. Diese Bewegung wird Tat genannt (analog dazu z.B. der Nervenimpulse in der Biologie).
Liebe ist der Spin-Austausch zwischen Photonen zweier benachbarter Elektronen, wobei dies ohne jede Einschränkung oder Bedingung geschieht. Jeder gibt seinen Spin dem anderen. Voraussetzung ist jedoch, dass eine innere Übereinstimmung beider Elektronengedächtnisse gibt. Ist diese nicht gegeben, unterbleibt der Vorgang. Vor dem Verschmelzen wird also geprüft, ob die neuen geistigen Konfigurationen zusammenpassen.
Liebe ist die Übertragung einer Form von Erkenntnis, denn der Vorgang der Liebe heißt, dass ich Informationen aus dem Geist des anderen aufnehme. Diese Information, die mir vor dem Liebesakt fremd war, erhöht meine Erkenntnisfähigkeit.

(9) Dies geschieht solange, bis ich an einen „Kipp-Punkt“ komme, an welchem mein komplettes Weltbild hinweggefegt wird und ein neues Paradigma für mich beginnt. Dieser Punkt wird oft vermieden, weil er mit Schmerz angefüllt ist. Wegsehen ist eine der Strategien des Alten, gemäß dem Sprichwort: „Wer nicht hinsieht sieht auch keinen Mond“.
Die Wissenschaft tut sich sehr schwer an einem solchen Wendepunkt! Das Wegbrechen des bis dahin gefestigten Weltbildes ist beim Wissenschaftler oft mit einer Schwächung des eigenen Selbstbildes gekoppelt.
(Anmerkung des Verfassers)
(10) Die Neurobiologie hat inzwischen den Weg entdeckt, wie ein geistiger Befehl zur Zelle kommt: In der Hinrnanhangdrüse bilden sich, – gemäß meinen geistigen Anweisungen –, kleine Fädchen, so genannte Neuropeptide, welche sich über die Blutbahnen auf den Weg machen. Sie suchen sich zielgenau jene Zellen, welche resonant zu der geistigen Anweisung sind und docken sich dort fest. Nun übernimmt die Zelle diese Neuinformation und verändert gemäß dieser ihre Anweisungen an die Chemie. Relativ einfach ist diese Vorgehensweise zu sehen bei Menschen, die sehr verbittert sind und die deshalb eine entsprechend verbitterte (verhärtete) Muskulatur z.B. um den Mund haben. Die ständigen gegen die Realität gerichteten (die Realität zwingen wollenden) Gedanken haben ihre Entsprechung in der Muskulatur; – in diesem Fall wird dies vom denkenden Gehirn nicht wahrgenommen. (Anmerkung des Verfassers)
(11) Neben Konfuzianismus und Buddhismus ist der Daoismus eine der „Drei Lehren“, die über China hinaus einen wesentlichen Einfluss auf Religion und Geisteswelt der Menschen ausüben. Das „Tao“ bezeichnet „das da was ist“, das Da-Sein in seiner Ganzheit, in seiner Totalität. (Anmerkung des Verfassers)
(12) Um überhaupt frei wählen zu können, muss ich einen langen und oft schweren Weg der Ent-Konditionierung gehen. Ich muss erkennen, was von meinen Charaktereigenschaften nicht von mir ist, sondern von allen möglichen anderen Leuten wie Eltern, Lehrer, Vorbildern, ja der Gesellschaft insgesamt.
Ich muss mich zudem befreien von Zwängen, die ich mir auf Grund meiner Konditionierungen auferlegt habe. Gegebenenfalls bin ich genötigt alles zu überprüfen, womit ich in Berührung komme und je in Berührung kam. (Anmerkung des Verfassers)
(13) Diese Erkenntnis kann ein Leben komplett verändern, erhalte ich doch durch diese Erkenntnis Zugang zu meinen elektromagnetischen Steuerungsfeldern und zu meinen Körpersegmenten, – nicht in irgendeiner esoterischen Vorstellung, sondern in Realität. Gleich wo sich eine Deformation, ein Defekt oder eine Krankheit ankündigt, gleich wie sie heißt und was die Schulmedizin dazu sagt: Ich kann mit meinem Gesamtorganismus und speziell mit dem betroffenen Körperteil Zwiesprache halten. Mein bewusster Geist kann mit seinen materiellen und elektromagnetischen Komponenten sprechen und diese anweisen, den ursprünglichen evolutionären Zustand wieder herzustellen. Dies ist Heilung durch den Geist. (Anmerkung des Verfassers)
(14) Handlungsfreiheit erwächst aus der Freiheit von Zwängen. Diese Freiheit wächst aus der Gedankenfreiheit heraus. Ich muss deshalb zuerst erkennen, dass viele meiner Gedanken überhaupt nicht meine Gedanken sind. Diese sind in mich hineingepflanzt worden, als meine Individuation noch
unvollständig war. Wenn Erich Fromm sagt, dass die meisten Menschen sterben, bevor sie richtig geboren wurden, dann meint er diese Tatsache, dass die Menschen fremdbestimmt bis zu ihrem Tode leben. Freiheit wird in unserer Gesellschaft fälschlicherweise definiert als Freiheit etwas haben zu können, etwas auswählen zu können, was ich dann besitze. (Anmerkungen des Verfassers)

Gibt es tatsächlich Freiheit?

Kann ich mich tatsächlich frei verhalten, oder bin ich Spielball von vorbestimmenden, von deterministischen Kräften die mein Verhalten lenken?

Freiheit, die durch nichts (sei es materieller oder mentaler Natur) bestimmt wird gibt es nicht. Es ist unmöglich, dass etwas aus nichts heraus bestimmt wird (nichts heißt hier: etwas, das außerhalb von mir selbst wäre.

Mein unbändiger Wisse sagt mir: Ich will selbst derjenige sein, der bestimmt!

Frage: Wer in mir bestimmt diese meine Freiheit des Handelns?
Antwort: Es ist mein tiefes inneres Zentrum der Bewusstheit, mein Geist, verbunden (Einssein) mit dem allumfassenden kosmischen Geist.

Der Mystiker Johannes vom Kreuz sagte dazu: “Und ich hatte nichts, mich zu lenken, als das Licht, das in meinem Herzen brannte”.

Mein Geist

  • ist allfassend, ist Zweieinheit.
  • ist A) mein Bewusstseinszentrum, das ich mit allen anderen Menschen gemeinsam habe (archetypisch).
  • ist B) mein persönlich erworbenes Bewusstseinszentrum.

Ist mir A und B bewusst, bin ich aus dem hypnotischen Schlaf der Menschheit erwacht. Ich habe eine neue Qualität von Bewusstsein: eine alles umfassende Bewusstheit.

Mein neuer Bewusstheitsraum nach dem Erwachen:
Über allem steht die…………………………………………….REALITÄT/SEIN/ALLEINHEIT/GOTT
Ich kopple mich bewusst an, an die……………………REALITÄT/SEIN/ALLEINHEIT/GOTT
Durch Intuition erhalte ich Impulse von der……..REALITÄT/SEIN/ALLEINHEIT/GOTT

Ich erkenne meinen denkenden Verstand (mein Mentales) als dienendes Werkzeug zur
Strukturierung/ Umsetzung der Intuition in die Realität.
Es gibt nur eine einzige Evolution unserer Raumzeit, das ist die Evolution des Bewusstseins.
Diese Evolution erschafft sich die dazu gehörige Materie.
•Diese Evolution ist unvorhersehbar, denn sie hängt davon ab, was der Geist mit seiner Freiheit
und seinem Gedächtnis macht. Unvorhersehbar ist ihr Weg: der Weg der Zerstörung oder der
einer harmonische Lebensweise.
Vorhersehbar ist allein die physikalische Entwicklung des Universums, jene Evolution, die den
physikalischen Gesetzen unterworfen ist, welche die Materie steuert. Die Substanz des
Universum ist nach gültigen Gesetzen berechenbar, der Geist des Universums nicht.
Die 4 Eigenschaften des denkenden Verstandes, des Mentalen:

  1. Schöpferische Fähigkeit
  2. Speicherfähigkeit
  3. Wechselwirkung
  4. Vereinigung
    • Zu 1: Diese ist Intuition, welche aus dem Dialog mit dem Seienden entsteht. Zu spüren ist
    sie auch körperlich als Urgefühl. Dieses entspringt einem freien Dialog mit dem Seienden
    ohne Deutung (Katalogisierung) durch das Gedächtnis. Deute ich dieses Urgefühl, dann
    wird es zur Wahrnehmung.
    • Zu 2. – 4.: Dies sind Eigenschaften der Ratio. Sie ist der Dialog zwischen dem Mentalen
    eines Teilchens mit den anderen Teilchen
    .
    • 2.-4. ist der Gedächtnisspeicher, wobei bei 4. die neue Information aufgenommen wird.

Wie beim Menschen, so ist es auch beim Teilchen: ein echter Dialog ist nur auf der gleichen Bewusstseins-Stufe möglich. Zwischen 2 Bewusstseins-Stufen gibt es nur einen bedingten Dialog, der sich lediglich auf der Stufe des niedrigeren Niveaus bewegen kann(!).

Ein Organismus besteht grundsätzlich

  • aus jenen Teilchen, die vom Anfang der Zeit an dabei waren (als Ur-Gedächtnis gebunden im Elektronenraum) und
  • aus jenen Teilchen, die „den anderen Blick“ der Jetztzeit haben und die aus der Summe der aktuellen Möglichkeiten sich eine auswählen können.

Diese „andere“, dieser „freie“ Blick ist ebenfalls der Geist des Seienden, der hier aktuell durch seine Geschöpfe hindurch blickt und sich unmittelbaren Ausdruck verschafft. Die Sufis sagen, dass Gott durch unsere Augen in seine Welt schaut. Dieser „zweifache“ Blick, der ja ein gemeinsamer ist, ist das gemeinsame Bewusstseinszentrum von Teilchen und umfassendem Geist. Natürlich ist dieser „freie“ Blick durch seine Bandbreite der Möglichkeiten eingegrenzt.

„Diese Freiheit, die so wichtig für das gesamte Universum ist, weil aus ihr das Seiende selbst durch das Verhalten seiner Geschöpfe hindurch spricht, diese Freiheit ist nicht etwa ein rares Privileg, nein, sie manifestiert sich jederzeit und zwar im Kleinsten wie im Größten.“ (2-221) Erkenne ich diese meine Freiheit nicht, so liegt dies an meiner eigenen, falschen
Definition von Freiheit.

Diese meine Freiheit ist meine essentielle Freiheit! Sie ist ein vom Seienden ausgehender Impuls, in welchem dann meine Teilchen meine Möglichkeit auswählen oder nicht auswählen, wenn ich z.B. in Konditionierungen gefangen bin. (1) Das Einengen, das „Abschneiden“ meiner Freiheit durch Zwänge, denen ich ausgeliefert zu sein scheine, erzeugt am Ende der Kausalkette das, was wir Krankheit nennen. (2) (Menschen, welche krank geboren werden sind ein anderes, schwerwiegendes Thema, das wir hier nicht anschneiden).

Der Impuls des Seienden ist gleichzeitig mein eigener Impuls (Zweieinheit). Dieser Impuls kann nur wahrgenommen werden, wenn keine Konditionierung vorliegt. Diese macht den Impuls für mein Bewusstsein unspürbar. Das Seiende verleiht diesem Blick Persönlichkeit, mein „Ich-Bin“ verleiht dem Blick Individualität. Dieser „zweifache Blick“ ist allen Wesen und allen Elementen des Universums eigen. Er ist das, was wir „das Leben“ nennen.

Meine Freiheit befähigt mich „die geistige Konsistenz von allem, was um uns existiert, – vom Mineral bis zum Menschen –, wahrzunehmen. ‚Wisst Ihr, dass die Bäume sprechen?, heißt es in einem indischen Gedicht. In unserem Teil der Welt kennen nur noch Kinder, Weise … und Verrückte bisweilen dieses Wissen um die Kommunikation mit der Natur.

Lassen Sie mich zum Schluss dieses Aufsatzes eine wunderschöne Passage aus Charons „Geist der Materie“ zitieren, die in ihrer Poesie wunderbar ist und die zeigt, dass uns der erkennende Geist auch das zurückbringen kann, was uns unsere Kultur weitgehend genommen hat: das innere Fühlen hin zu Dingen – ohne etwas zu erwarten – die Liebe:

„Dieser wunderschöne Text … aus einem Buch von Pierre Emmanuel (3) beschreibt besser als ich es zu schildern vermag die ‚medialen’ Fähigkeiten, die uns allen von Geburt mitgegeben sind, denen Ausdruck zu verleihen unsere moderne ‚Zivilisation’ jedoch schon nahezu verbietet: Ich Mensch, ich kleines Individuum, füge mich ein in die universelle Genesis, den Werdegang des Universums. In diesen Worten liegt das ebenso einfache wie umfassende Bekenntnis zu dem, was in uns größer ist als wir selbst. Den meisten bleibt diese Erfahrung versagt, weil unsere oberflächlichen Zivilisationen den Sinn dafür heillos abgestumpft haben. Außerhalb der engen Grenzen unserer immer stereotyper werdenden sozialen Erfahrung wissen wir unsere Sinne nicht mehr zu gebrauchen. Was unsere allgemeine sinnliche Empfindungsfähigkeit und die Vorstellungskraft, von der jene getragen wird, anbelangt, so zielt unsere ganze Erziehung darauf hin, sie entweder brach liegen zu lassen oder zu unterdrücken, statt sie zu integrieren und die von ihr ausgehende Energie in geeignete Bahnen zu lenken. Vom Elementaren besitzen wir nur noch abstrakte Kenntnisse: fast zur Gänze verkümmert ist unsere Intuition für das Lebendige, sei es Pflanze oder Tier. Einige wenige nur besitzen noch die Gabe instinktiver Sympathie und wissen Freundschaft zu schließen mit einem Fuchs, Kraft aus dem mächtigen Stamm der Eiche zu beziehen, indem sie ihn umarmen… Die Mehrzahl bleibt an der Oberfläche – nicht nur der Dinge und Lebewesen, sondern auch ihrer eigenen Empfindungen und Gefühle.“ (3-150f)

Schließen möchte ich mit Charons Appell an seine Leser, der zeigt, wie tief dieser Physiker in das Wissen der Mystik eingetaucht ist. Es ist dies der Jahrtausende alte Appell der Mystiker aller Religionen: „Werde, der du bist!“ (1-281) Oder, um mit dem Sufi Hazrat Inayat Khan (1892-1927) zu sprechen: „Ich will wieder werden wie ich war, bevor ich geworden“.

Fußnoten
(1) Das Fatale an den Konditionierungen ist, dass mir die Fremdbestimmung meines Handelns durch eingepflanzte Reize, die sich verselbständigt haben, nicht bewusst ist. Allein mein vegetatives System spürt die Unordnung und reagiert verstört, doch mein Verstand kann diese Störungen nicht zuordnen.
Wenn ich dann zum Arzt gehe, dann weiß dieser ebenfalls nichts von den Verursachungen und versucht die Symptome zu mildern; was zwar kurzfristig hilfreich sein kann, in der Sache aber aussichtslos ist. Gelingt es mir nicht, meine Konditionierungen zu erkennen und zu lösen, dann handle ich in vielen
Situationen automatenhaft, wie in Hypnose. In diesen Schaltmomenten handelt ein fremder Geist durch mich hindurch und ich realisiere dies nicht, – eine der tragischen Realitäten unseres Menschseins und der Grund für unendliches Leid (und schrecklichste Aggression).
(Anmerkungen des Verfassers)
(2) „Einstweilen behandeln die Ärzte ihre Patienten noch allzu oft nur als Körper, in denen der Geist gegenüber der Entwicklung einer Krankheit völlig passiv bleibt. Wenn ein Schiff leck ist, kann man natürlich Kübel holen und das einlaufende Wasser immer wieder ausschöpfen, um nicht unterzugehen. Doch irgendwann wird man sich wohl oder übel entschließen müssen, das Leck zu stopfen.
Unsere Medikamente und Therapien kommen mir ein bisschen wie die Kübel vor, mit denen wir das Wasser ausschöpfen: sie bekämpfen das Übel nicht an der Wurzel, nur die sekundären Effekte. Doch der wahre Grund für unsere Krankheiten liegt jeweils in einer Störung in den Funktionen des Geistes unserer Äonen, weil diese unserem bewussten Ich entstammende Informationen annehmen mussten, die sie nicht harmonisch in den Bestand an bereits gespeicherten Informationen einfügen können. Und weil es eben unsere Elektronen sind, die krank sind, sind auch gewisse Therapiemethoden wie etwa
die Akupunktur so erfolgreich; sie versuchen das elektrische Gleichgewicht, das durch gleichmäßige Verteilung der elektrischen Ladungen in unserem Körper gewährleistet wird, wiederherzustellen.
Doch auch die Akupunktur behandelt nicht die Krankheit selbst, sondern nur deren Auswirkungen. Die Wurzel des Übels, das Leck im Boot müssen wir im Geist unserer Äonen suchen und dort muss die Behandlung ansetzen.“ (Charon 1 – 216)
(3) Zitat aus: Emmanuel, Pierre: „La Vie terrestre“, Paris 1976

Anhang: Physikalische Erklärungen

Beginn und Ziel der Evolution
Schon vor der Stunde 0 vor 15 Milliarden Jahren muss es Geist gegeben haben. Teilhard de Chardin in “Der Mensch im Kosmos”, zitiert nach Charon S. 102: “Die logische Überlegung führt uns dazu, in jedem Elementarteilchen die rudimentäre Existenz (im Zustand des unendlich Kleinen, und das heißt im unendlich Diffusen) eine Psyche zu vermuten.
Es gibt keinen singulären Anfangszustand (Volumen gleich 0).

Am Anfangszustand

  • ist der Radius des Raumes einige 100mal kleiner als heute.
  • liegt die Schwarzlichttemperatur bei 400 Grad Kelvin.
  • ist die Materiedichte 0, weil es keine Atomkerne gibt.
  • ist die Summe aller Energie gleich 0 (d.h. + und – gleichen sich aus).

Wir ersetzen den Begriff “Punkt der Singularität” durch “Zustand maximaler Kompression”. Die kosmische Periode eines Universums (von 0 bis 0) beträgt etwa 100 Milliarden Jahre (50 Ausdehnung, 50 Zusammenziehung). Derzeit wäre nach Charon unser Universum 16,2 Milliarden Jahre alt. Der Kernbrennstoff unserer Sonne reicht noch ca. 4 Milliarden Jahre.

Das Ziel der Evolution:
Zwischenmenschliche Strukturen schaffen, die gemeinsam harmonisch funktionieren, wie etwa die Strukturen aus Milliarden von Molekülen, die eine einzige Zelle bilden.

Die Stufe dahin:
• Von der Materie zum Lebenden.
• Vom Lebenden zum Menschsein.

Unsere Stunde 0 ist der Endpunkt des vorhergehenden Universums.

Elektronen mit hoher Bewusstseinsstufe können auch am Ende eines kosmologischen Universums nicht verschwinden, – es beginnt ein neuer Pulsationszyklus von 100 Milliarden Jahren -, beginnend auf der Gesamtinformationsstufe des vorigen Universums. Nach dem Zustand der maximalen Kompression wird die Bewusstseinsbildung des (nun neuen) Universums auf der Basis des alten weitergeführt.

Fazit: Nach der in dieser Erkenntnis enthaltenen Logik geht das Ziel der Evolution weit über das tatsächliche Menschsein hinaus (das wir noch lange nicht erreicht haben):

Nicht: Das Bewusstsein des Universums gleicht sich irgendwann dem Bewusstsein des Seienden an, sondern: das Seiende hebt/erweitert durch die kosmischen Zyklen sein eigenes Bewusstsein.

Kosmologisches Fazit:
Am Ursprung eines Universums sind bereits Elektronen als Träger von persönlichem Bewusstsein vorhanden.

Analogie zu meinem Menschsein:
Nach meinem Tod bestehen meine Elektronen mit ihren persönlichen Speicherungen weiter und bilden die Grundlagen, auf denen ein neu geborener Mensch aufbauen kann.

Physikalischer Einschub:
Alle Gleichungen auf der Basis von Einsteins Relativitätstheorie lassen ein Universum vor dem “big bang” zu (“zyklisches Universum”).

Frage: Warum hat es in diesem Zyklus 12 Milliarden Jahre gedauert, bis organisches Leben entstand?
Antwort: Wir kennen nur unseren Planeten Erde. Vergleich: Wenn das Universum so groß wie unsere Erde wäre, dann wäre unser Sonnensystem mit seinen 9 Planeten wie ein unsichtbares Staubkorn von einem Hunderttausendstel Millimeter Durchmesser. Über dieses Sonnensystem hinaus hat die Wissenschaft noch nichts erforschen können.

Frage: Wann tritt Leben auf?
Antwort: Wenn Elektronen einen Ort im Universum finden, an welchem Leben möglich ist.

Frage: Würden Sie den neuen Prototyp eines Flugzeugs auf dem Meeresboden bauen?
Antwort: Wir wissen nichts darüber, wo in unserem Universum zuerst Leben entstanden ist und wo im Moment, mit uns zeitgleich, Leben existiert.

Charon: “Kaum sind die Bedingungen günstig oder zumindest annehmbar, machen sich die einzelnen Teilchen ans Werk um komplexere, aus vielen Teilchen bestehende Strukturen zu bilden” (2-S. 183).

“Die logische Überlegung führt uns dazu, in jedem Elementarteilchen die rudimentäre Existenz (im Zustand des unendlich Kleinen, und das heißt im unendlich Diffusen) eine Psyche zu vermuten.“ (Teilhard de Chardin in: “Der Mensch im Kosmos”, zitiert nach Charon).

Geist und Materie benötigen keinen Beobachter
Charon geht einen Schritt weiter als die Quantenmechanik: Die Wechselwirkung von Geist/Materie ist nicht abhängig vom beobachtenden Menschen.

Das Subjektive (die nicht sichtbaren Quarks, die den Atomkern bilden und die Elektronen, welche die Materie definieren ist Träger der Energie, mit der sich die Materie erschafft.

Jedes Elementarteilchen ist ein imaginäres Mikro-Universum (schwarzes Loch) und Ursprung seiner Teilchenwelle, die sich im realen Raum ausbreitet und zur Materie wird. Die Realitätswelle ist eine “Eigenschaft des Teilchens selbst und nicht des Beobachters, der dieses Teilchen in der realen Raumzeit zu lokalisieren versucht”. (3-69). Der imaginäre Teil des Teilchens ist sein ewiges Gedächtnis – meine innere Freiheit.

Anhang: Biologische Erklärungen

Eiweißketten sind Ketten, deren Bestandteile die 20 Aminosäuren sind. Viele Proteinketten sind Enzyme (Fermente), welche chemische Reaktionen erleichtern, selbst aber unverändert bleiben.
Die Eiweißketten, die im Ozean trieben, waren sehr zerbrechlich. Sie haben sich dann eine Schutzhülle gegeben und wurden zu Viren.

Viren haben eine starre geometrische Figur (zylindrisch oder rund) und sind durch diese Starrheit weitgehend eingeschränkt. Sie bestehen im Innern aus einer spiralförmigen DNS-Kette, die sich eine Hülle gegeben hat. Diese Hülle besteht aus allen 20 Aminosäuren. Viren sind im Durchmesser ca. 1 Millionstel Millimeter groß. Ihre DNS-Kette ist mehrere
Dutzend Meter lang.

Zellen, der nächste Evolutionsschritt, bilden aus der starren Viren-Außenhaut eine durchlässige, elastische Membran. Eine
Zelle wiegt etwa ein Tausendstel Gramm.

Organismus nennt man

  • alle räumlich begrenzten Lebewesen.
  • den Zusammenschluss einer sehr großen Zahl einzelner Teilchen in einem geschlossenen Raum, wobei jedes der zusammenwirkenden Teilchen das gleiche Ur-Gedächtnis besitzt.

In jedem Organismus besteht das „Ich“ aus dem Ur-Gedächtnisfeld und dem erworbenem Gedächtnisfeld (aktuelles Leben).
Der Organismus sowie jedes seiner Teilchen, aus denen er besteht haben gemeinsam:

  • schöpferische Fähigkeiten
  • deutungsfähige Speicherung
  • physikalische Wechselwirkung mit der Außenwelt
  • Informationstausch – Die Qualität dieses Tauschs besteht darin, dass jeder jedem jede Information zur Verfügung stellt („Vereinigung“/“Liebe“), als direkte Kommunikation von Bewusstsein zu Bewusstsein.

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