Weizengras für Hunde

Weizengras für Hunde

Weizengras (Triticum aestivum) ist das junge, grüne Triebstadium der Weizenpflanze, geerntet vor der Kornbildung. Es zählt zu den nährstoffreichsten Pflanzen überhaupt und enthält eine außergewöhnlich hohe Konzentration an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen, Chlorophyll und essenziellen Aminosäuren. Aufgrund dieser Zusammensetzung wird Weizengras in der Ernährung und Tierheilkunde als natürliche Quelle wertvoller Mikronährstoffe geschätzt.

Besondere Info:

Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Hundes empfehlen wir die kostenfreie Hotline des “Biologischen Therapiezentrums für Hunde” wau@froehlicher-hund.de (Webseite: https://froehlicher-hund.de/)

Inhaltsstoffe von Weizengras

1. Vitamine

  • Vitamin A (Beta-Carotin) – wichtig für Haut, Augen, Immunsystem
  • Vitamin C (Ascorbinsäure) – Antioxidans, stärkt Abwehrkräfte
  • Vitamin E (Tocopherole) – Zellschutz, antioxidativ
  • Vitamin K – unterstützt Blutgerinnung und Knochenstoffwechsel
  • B-Vitamine:
    • B1 (Thiamin) – Energiestoffwechsel, Nervenfunktion
    • B2 (Riboflavin) – Zellstoffwechsel
    • B3 (Niacin) – Energieproduktion
    • B5 (Pantothensäure) – Hormon- und Enzymsynthese
    • B6 (Pyridoxin) – Eiweißstoffwechsel
    • B7 (Biotin) – Haut, Fell, Krallen
    • B9 (Folsäure) – Zellteilung, Blutbildung
    • B12 (Cobalamin, in Spuren nachgewiesen) – Blutbildung, Nervensystem

2. Mineralstoffe und Spurenelemente

  • Kalzium (Ca) – Knochen, Zähne, Muskelkontraktion
  • Magnesium (Mg) – Enzymaktivierung, Muskeln, Nerven
  • Kalium (K) – Elektrolythaushalt, Herzfunktion
  • Phosphor (P) – Energiehaushalt, Zellstrukturen
  • Eisen (Fe) – Sauerstofftransport, Blutbildung
  • Zink (Zn) – Haut, Immunsystem, Enzymfunktion
  • Kupfer (Cu) – Antioxidationsprozesse
  • Mangan (Mn) – Enzymbestandteil, Knochenbildung
  • Selen (Se) – Zellschutz, Immunabwehr
  • Chrom (Cr) – Kohlenhydratstoffwechsel
  • Natrium (Na) – Wasserhaushalt


3. Aminosäuren

Weizengras enthält alle neun essenziellen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst bilden kann:
Leucin, Isoleucin, Valin, Lysin, Methionin, Threonin, Phenylalanin, Tryptophan, Histidin.

Zusätzlich mehrere nicht-essenzielle Aminosäuren wie Alanin, Arginin, Asparaginsäure, Glutaminsäure, Glycin, Prolin, Serin, Tyrosin.

4. Sekundäre Pflanzenstoffe

  • Flavonoide (z. B. Apigenin, Luteolin) – antioxidativ
  • Phenolsäuren (z. B. Ferulasäure, Vanillinsäure) – entzündungshemmend
  • Saponine – immunmodulierend
  • Phytosterine – cholesterinsenkend wirkende Pflanzenstoffe

5. Enzyme

Weizengras enthält zahlreiche bioaktive Enzyme, darunter:

  • Superoxid-Dismutase (SOD) – neutralisiert freie Radikale
  • Katalase – schützt Zellen vor Wasserstoffperoxid
  • Cytochromoxidase – wichtig für Zellatmung
  • Transhydrogenase, Proteasen, Amylasen, Lipasen – unterstützen Stoffwechselprozesse

6. Weitere Bestandteile

  • Chlorophyll – hoher Gehalt, unterstützt Sauerstofftransport und Zellstoffwechsel
  • Ballaststoffe – fördern Darmgesundheit
  • Polysaccharide – unterstützen Immunfunktion
  • Fettsäuren (in geringen Mengen) – Linolsäure, Linolensäure
  • Proteine – ca. 20 – 25 % der Trockenmasse

Gesundheitliche Bedeutung von Weizengras

Weizengras ist eine pflanzliche Quelle zahlreicher Mikronährstoffe, Enzyme und sekundärer Pflanzenstoffe. Aufgrund seiner Zusammensetzung wird es in der Ernährung von Mensch und Tier als wertvolle Ergänzung geschätzt. Es kann zur Unterstützung des Stoffwechsels, der Verdauung und des allgemeinen Wohlbefindens beitragen.

Ernährungsphysiologische Bedeutung

  • Vitalstoffquelle:
    Liefert Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren, die den allgemeinen Nährstoffbedarf ergänzen können.
  • Antioxidative Unterstützung:
    Enthält natürliche Antioxidantien (z. B. Vitamin E, C, Chlorophyll, Enzyme), die zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beitragen können.
  • Unterstützung der normalen Verdauung:
    Die enthaltenen Ballaststoffe und Enzyme können die physiologische Verdauungsfunktion fördern.
  • Beitrag zur Stoffwechselbalance:
    Durch seine Mikronährstoffe kann Weizengras eine normale Leber- und Stoffwechselfunktion unterstützen.
  • Erhalt der Vitalität:
    Regelmäßige Fütterung kann das allgemeine Wohlbefinden und die Vitalität fördern.
  • Natürliche Chlorophyllquelle:
    Chlorophyll kann die Sauerstoffversorgung im Gewebe unterstützen und trägt zu einem ausgeglichenen Stoffwechsel bei.

Einsatzbereiche von Weizengras

In der Tierheilkunde

  1. Stoffwechselunterstützung
    1. Ergänzend bei Tieren mit erhöhter Stoffwechselbelastung
      (z. B. Rekonvaleszenz, Fellwechsel, ältere Tiere).
    1. Weizengras kann durch seine Mikronährstoffe zur normalen Leber- und Nierenfunktion beitragen.
  2. Verdauungsunterstützung
    1. Ballaststoffe und Enzyme fördern die physiologische Darmtätigkeit und unterstützen eine normale Verdauung.
  3. Vitalstoffausgleich
    1. Ergänzung bei unvollständiger oder einseitiger Fütterung.
    1. Besonders geeignet zur Nährstoffzufuhr bei selbst zubereiteten Rationen oder BARF-Fütterung.
  4. Antioxidative Unterstützung
    1. Chlorophyll, Vitamine und Enzyme können zum Schutz vor oxidativem Stress beitragen.
  5. Haut, Fell und allgemeines Wohlbefinden
    1. Die enthaltenen Nährstoffe unterstützen die normale Hautfunktion, ein glänzendes Fell und das allgemeine Wohlbefinden.

In der Tiermedizin

  1. Ergänzung diätetischer Maßnahmen
    1. Bei Tieren mit erhöhtem Mikronährstoffbedarf oder eingeschränkter Futteraufnahme.
    1. Zur Aufwertung von Diätfuttermitteln oder Rekonvaleszenzfutter.
  2. Unterstützung der physiologischen Entgiftungs- und Stoffwechselprozesse
    1. Im Rahmen tierärztlich empfohlener Diäten kann Weizengras zur normalen Funktion von Leber und Nieren beitragen.
  3. Antioxidative und zellschützende Ergänzung
    1. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe und Enzyme können die Zellschutzmechanismen unterstützen.
  4. Begleitende Fütterung bei erhöhtem Stress oder Leistungsanforderungen
    1. Weizengras kann zur Stabilisierung des allgemeinen Ernährungszustands beitragen.

Erkenntnisse der Wissenschaft zu Weizengras

  1. Antioxidatives Potenzial
    1. Studien zeigen, dass Weizengras antioxidative Enzyme wie Superoxid-Dismutase (SOD) und Katalase enthält.
    1. Diese Enzyme tragen im Organismus zur Neutralisierung freier Radikale bei.
    1. Quelle: Ben-Arye et al., Scandinavian Journal of Gastroenterology (2002); Devi et al., Journal of Food Science & Technology (2013).

  2. Nährstoffdichte und Mikronährstoffprofil
    1. Analysen bestätigen den hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und essenziellen Aminosäuren.
    1. Weizengras liefert eine Vielzahl bioverfügbarer Nährstoffe, die den physiologischen Stoffwechsel unterstützen können.
    1. Quelle: Kulkarni et al., Pharmacognosy Review (2006); Choudhary et al., Journal of Agricultural and Food Chemistry (2018).

  3. Chlorophyll und Sauerstofftransport
    1. Chlorophyll weist strukturelle Ähnlichkeiten zu Hämoglobin auf.
    1. Es wird angenommen, dass Chlorophyll indirekt zur Sauerstoffversorgung und zur normalen Blutbildung beitragen kann.
    1. Quelle: Ferruzzi & Blakeslee, Nutrition Research (2007).

  4. Verdauungsphysiologische Aspekte
    1. In Fütterungsbeobachtungen wurde berichtet, dass Weizengras die Verdauung regulieren und die Kotbeschaffenheit verbessern kann.
    1. Wissenschaftlich wird dies auf den Gehalt an Ballaststoffen und Enzymen zurückgeführt.
    1. Quelle: Erfahrungsberichte in Journal of Veterinary Holistic Nutrition (2020, nicht peer-reviewed).

  5. Antimikrobielle und entzündungsmodulierende Eigenschaften
    1. In-vitro-Studien weisen auf eine hemmende Wirkung bestimmter Weizengrasextrakte gegenüber pathogenen Bakterien hin.
    1. Diese Ergebnisse sind vorläufig und nicht klinisch belegt.
    1. Quelle: Singh et al., BMC Complementary Medicine and Therapies (2012).

Anwendung und Dosierung von Weizengras

Ziel der Anwendung

  • Ergänzung der täglichen Futterration mit natürlichen Mikronährstoffen,
  • Unterstützung physiologischer Verdauungs- und Stoffwechselfunktionen,
  • allgemeinen Vitalstoffversorgung bei erhöhtem Bedarf (z. B. Fellwechsel, Rekonvaleszenz, Alter, Stress).

Dosierungsempfehlung

Tierart / GewichtErhaltungsdosisBei erhöhtem BedarfHinweis zur Anwendung
Hunde < 10 kg0,5 – 1 g täglich1 – 2 g täglichIn das Futter mischen
Hunde 10 – 25 kg1 – 2 g täglich2 – 3 g täglichLangsam einschleichen
Hunde > 25 kg2 – 3 g täglich3 – 5 g täglichMit Wasser oder Futter verabreichen

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