Wichtiges Polyphenol – OPC (Traubenkernextrakt)

OPC (Traubenkernextrakt) – Oligomere Proanthocyanidine sind in Pflanzen natürlich auftretende Stoffe, die zur Gruppe der Flavonoide gehören und den übergeordneten Polyphenolen zuzuordnen sind. OPC übt eine antioxidative Schutzwirkung vor den Auswirkungen freier Radikale aus.

OPC kommt vor allem vor in Traubenkernen, der Schale und dem Laub roter Trauben, in den roten Häutchen von Erdnüssen, in Kokosnüssen, in Äpfeln und in der Rinde der Strandkiefer (Pinus Maritima). Besonders die Schalen und Kerne sowie die Kerngehäuse enthalten hohe Mengen an OPC.

OPC soll die Blut-Hirn-Schranke passieren können und somit möglicherweise Hirngewebe vor oxidativem Stress schützen. Auch eine Verlangsamung der Zelloxidation, Blutblättchenverklumpung (Durchblutungsschutz), Senkung des LDL-Cholesterins, Blutdrucksenkung, Blutgefäßerweiterung und eine entzündungshemmende Wirkung werden diskutiert.

OPC ist eines der stärksten Antioxidantien. Neben wichtigen Spurenelementen wie Selen, Zink, Kupfer und Eisen befinden sich Ballaststoffe, Eiweiße und ungesättigte Fettsäuren im Traubenkern.

OPC

  • gilt als 18 mal so stark wie Vitamin C und 50 mal so stark wie Vitamin E,
  • verstärkt und aktiviert die Wirkung von Vitaminen,
  • hat mit Einfluss auf die Gerinnungsneigung des Blutes und verbessertdie Fließeigenschaften und die Gefäßelastizität,
  • bindet gerne an Protein (Eiweiß), speziell an Kollagen und Elastin und hilft dieWiderstandsfähigkeit der Kapillargefäße zu verbessern,
  • stimuliert die körpereigenen Abwehrkräfte,
  • verringert die Schäden von freien Radikalen im Organismus (beugt krankhaftenZellschädigungen vor),
  • verringert die Faltenbildung und kräftigt die Hautmuskulatur.

Eine tägliche OPC-Zufuhr über ein natürliches Nahrungsergänzungs-Präparat ist sinnvoll, z.B. ‚OPC-Vita‘ von Cellavita Man beachte, dass in diesem Produkt ebenfalls OPC aus der Rinde von Pinien enthalten ist. Auch hier liegt die synergetische Wirkung im Fokus!


Anhang I: Studien zu OPC

Mehrere Studien weisen, durch OPC-Einnahme auf verschiedene positive Effekte hin:

  • In leicht hyperlipidämischen Patienten senkte die Einnahme von 200 mg Traubenkernextrakt pro Tag über einen Zeitraum von 8 bzw. 12 Wochen den Blutplasmaspiegel an oxidiertem LDL (2,3) und führte zu weiteren günstigen Effekten auf das Blutfettprofil (3).
  • 400 mg tgl. über 12 Wochen bewirkten eine Erhöhung des Adiponektinspiegels (2), ein die Insulinsensitivität steigerndes Hormon.
  • Eine Metastudie aus dem Jahr 2011 ergab eine statistisch signifikante Senkung des systolischen Blutdrucks und der Herzfrequenz (4).
  • Im Tierversuch wurde nach 21 Wochen Zufütterung von OPC neben dem reduzierten oxidiertem LDL auch ein gestiegener Plasma NO-Gehalt sowie eine geringere Aortenklappendicke nachgewiesen (5).
  • Raucher profitierten bereits nach 4 Wochen OPC Einnahme (2×150 mg tgl.) durch Verminderung des oxidativen Stresses, gemessen an einer signifikanten Reduktion von Nebenprodukten der Lipidperoxidation (6).
  • In einer Kohortenstudie reduzierte die Einnahme von OPC über 10 Jahre das Prostatakrebsrisiko um 41% (7).
  • In vitro hemmt OPC die Proliferation und die Invasivität menschlicher Pankreaskarzinomzellen (8); bei Zellen kolorektaler Karzinome bewirkt es Zelltod durch Apoptose (9).
  • Im zentralen Nervensystem konnten weitere positive Auswirkungen von OPC nachgewiesen werden: So wurde die zerebrale Ablagerung von Amyloiden durch OPC im Tierversuch gehemmt, was die reduzierte Inzidenz von Alzheimererkrankungen bei moderatem Genuss roten Weines erklären könnte (10).

1. Shi, J., Yu, J., Pohorly, J. E. & Kakuda, Y. Polyphenolics in grape seeds-biochemistry andfunctionality. J. Med. Food 6, 291–299 (2003).
2. Sano, A. et al. Beneficial effects of grape seed extract on malondialdehyde-modified LDL. J. Nutr.Sci. Vitaminol. (Tokyo) 53, 174–182 (2007).
3. Razavi, S.-M. et al. Red grape seed extract improves lipid profiles and decreases oxidized low-density lipoprotein in patients with mild hyperlipidemia. J. Med. Food 16, 255–258 (2013).
4. Feringa, H. H. H., Laskey, D. A., Dickson, J. E. & Coleman, C. I. The effect of grape seed extract oncardiovascular risk markers: a meta-analysis of randomized controlled trials. J. Am. Diet. Assoc. 111, 1173–1181 (2011).
5. Yu, H., Wang, S., Zhao, C. & Xu, G. [Study of anti-atherosclerosic effect of grape seed extract andits mechanism]. Wei Sheng Yan Jiu 31, 263–265 (2002).
6. Vigna, G. B. et al. Effect of a standardized grape seed extract on low-density lipoproteinsusceptibility to oxidation in heavy smokers. Metabolism. 52, 1250–1257 (2003).
7. Brasky, T. M. et al. Specialty supplements and prostate cancer risk in the VITamins and Lifestyle(VITAL) cohort. Nutr. Cancer 63, 573–582 (2011).
8. Chung, Y.-C. et al. Grape-seed procyanidins inhibit the in vitro growth and invasion of pancreaticcarcinoma cells. Pancreas 41, 447–454 (2012).
9. Kim, Y.-J. et al. Anticancer effects of oligomeric proanthocyanidins on human colorectal cancer cellline, SNU-C4. World J. Gastroenterol. WJG 11, 4674–4678 (2005).
10. Ono, K. et al. Effects of grape seed-derived polyphenols on amyloid beta-protein self-assembly andcytotoxicity. J. Biol. Chem. 283, 32176–32187 (2003)


Anhang:

Die Sirtuine

(eine essentielle Enzymgruppe innerhalb der Sekundären Pflanzenstoffe)

Eine bestimmte Art von Enzymen, die Sirtuine, sind „Stummschalter“ jener Zellprogramme, welche den Zelltod bzw. die Zellteilung herbeiführen. Dies führt zu einer signifikant erhöhten Herz-Kreislauf-Ausdauerleistung!

Sirtuine

  • sind unsere „Langlebigkeits-Enzyme” der SIR-Klasse („Silent Information Regulator“).
  • setzen die mitochondriale Energieproduktion in Gang (Wichtig dabei ist eine hohe Sauerstoff-Versorgung. Dann ist eine optimale Steuerung der Zell- und Stoffwechselleistungen aller Organe gegeben).
  • blockieren den vorzeitigen Abbau der Zellen (Stichworte: Erhöhung der Langlebigkeit, Zellschutz, optimale Zellabwehrleistung, Genreparatur).

Fazit: Die Sirtuine als Bestandteil der Polyphenole garantieren höchste Leistung des biologischen Systems auf der grundlegendsten, der zellulären und mitochondrialen Ebene, indem sie generell die Leistungsfähigkeit des Organismus stabilisieren.

Text: Walter Häge

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