Achtung Brot

Aber: Es gibt doch das gesunde Vollkornbrot! Nein!

Nicht mehr! Dies ist eine FALSCHMELDUNG! Aber warum – um Gottes Willen – kein Vollkorn?

Vollkorn aus nichtbiologischer Landwirtschaft ist absolut ungesund! Kaufen Sie niemals mehr in einer konventionellen Bäckerei Vollkornprodukte, denn Glyphosat und all die anderen Giftstoffe sammeln sich in der Schale des Korns. Viel Vollkornbrot heißt viel Gift zu sich nehmen!

Denken Sie stets daran, dass konventionelles Vollkornbrot immer gefärbt ist, damit es braun aussieht und nicht grau.

Perversion pur: Die „Höchstmengenverordnung“ am Beispiel Brot und Brötchen

„Für gesundheitsschädliche Beimischungen gilt eine ‘Höchstmengenverordnung’, die wahrhaft neue Maßstäbe setzt: Solange jede der Einzelkomponenten einen definierten Betrag nicht überschreitet, wird die Qualität so eingestuft, als ob es eine solche Beimischung nicht gäbe.“ (1)

Das muss man auf der Zunge zergehen lassen: Wird nur bis zu einer bestimmten Menge beigemischt, gilt die Beimischung als nicht beigemischt!

Abertausende von Bäckermeistern haben seit Menschengedenken Mehl mit Hefe und Wasser vermischt und nach dem Gehen des Teiges Brötchen oder Brot gebacken. Auch wenn Sie heute vor einer Theke stehen, die vor Brot- und Brötchensorten schier überquillt, könnten Sie meinen, das wäre noch immer so.

„Aus dem ‘Backpulver’ von einst sind jedoch inzwischen zirka 100 000 Tonnen Backmittel geworden, die die Deutschen jährlich neben den Grundstoffen Mehl, Wasser und Hefe mitverzehren. Schon längst weiß der Bäcker nicht mehr, welche Mittel mit welchen Langzeitwirkungen den Fertigmischungen zugesetzt sind, die er täglich bequem und schnell verarbeitet. Und selbst das Bundesgesundheitsamt steht auf dem Standpunkt, es würde den Verbraucher mehr verwirren, ihm die inzwischen unübersichtlich gewordene Liste von Zusätzen im Brot anzugeben, als sie ihm hilfsbereit zu verschweigen. (2)

Aus einem Fundus von 1000 Feinchemikalien lässt sich nach Herzenslust zum Beispiel

  • der Roggencharakter oder der Vollkorneindruck verstärken oder vortäuschen mit braunem Zuckerlikör
  • die Härte des zugesetzten Wassers mit Calciumcarbonat regulieren und damit den Teig knetbarer machen
  • die Schimmelbildung verhindern und so eine längere Haltbarkeit erreichen mit Stoffen wie Sorbinsäure oder Calciumsorbat
  • die Farbe frisch und natürlich halten mit Chemikalien wie Schwefeldioxid oder einigen Disulfiten
  • den Natursauer durch Essigsäure ersetzen, den Geschmack von Weizenbroten abrunden durch Milchsäure
  • mehr Wasser in den Teig einarbeiten, damit das Gebäck schwerer wird, beispielsweise mit Ascorbinsäure
  • die Krume zart mürben mit Letcitin
  • gleichzeitig Schneidbarkeit und Haltbarkeit verbessern mit Citronensäure,
  • die Säuerung verfeinern mit Kaliumtartrat
  • den Teig standfester machen mit Natriumorthophosphat
  • Käfer- und Mottenschutz kombinieren mittels der Verbesserung des Hefewachstums durch Calciumorthophosphat
  • das Altbackenwerden verzögern mit Carboxymethylcellulose
  • das Volumen vergrößern und gleichzeitig Froster-Freundlichkeit erreichen mit Mono- und Diglyceriden von Fettsäuren
  • das Backaroma mit Maltol verfeinern
  • eine ansprechende Bräunung mit Candelillawachs erzielen
  • Volumen, Krustenbräunung, Krumenzartheit und Geschmack mit Amylasen aufpolieren
  • auf tiefgefrorenen Waren ‘ofenfrischer’ Glanz hervorzaubern, z.B. mit Stoffen wie Monostärkephosphat oder Stärkeacetat

Diese Beispiele sollen genügen. Das Bäckerhandwerk hat sich zum Zweig einer Wissenschaft entwickelt, die nicht nur erhöhte Allergieanfälligkeit bei Bäckern und Konsumenten in Kauf nimmt. Sie entpuppt sich mehr und mehr als interdisziplinärer wissenschaftlicher Randbereich zwischen Lebensmittelchemie und Pharmakologie. Da aber niemand weiß, welche Langzeitwirkungen zwar nur schwach dosierte, aber dafür beliebig viele natürliche Beimengungen nach sich ziehen, bleibt unklar, ob man sich darüber freuen soll…“ (3)

Und das beliebte „ofenfrische“ Brötchen? „Frisch“ darf man es nicht nennen, denn es ist in der Regel ein Tage alter Teigling, – aber dieser kommt frisch aus dem Ofen!

Es gibt eine „Aromagliederung“, wobei jedes Aroma einem Duft, einen Geschmack oder einem „Eindruck“ zuzuordnen ist.

Zum Beispiel:

Glycin: Brötchen
Alanin: gekochte Kartoffel
Valin: Karamelle
Leucin: Schokolade
Isoleucin: beißend
Phenylalanin: Honig, Marzipan
Glutaminsäure: angebrannter Zucker
Prolin: Bratkartoffeln
Serin: Kartoffel

Normalerweise, so müsste man meinen, seien dies alles Zusatzstoffe und diese müssten deklariert werden – falsch, denn Geruchs- und Geschmacksstoffe sind nur dann als Zusatzstoffe anzusehen, wenn sie keine natürliche Herkunft haben oder den natürlichen Stoffen nicht chemisch gleich sind.

Quelle:
(1/2/3) Popp, F.-A.: „Die Botschaft der Nahrung“, Fischer 2005


“Macht Brot krank?” – Dokumentation des Bayerischen Rundfunks auf Youtube

Buchempfehlungen:

Leben ohne Brot

Autor: Wolfgang Lutz

Der Mediziner Wolfgang Lutz (1913 – 2010) hat sich über 50 Jahre seines Lebens auf mehreren Ebenen mit dem Einfluss von Kohlenhydraten auf Zivilisationskrankheiten beschäftigt. Er begann 1958 in einem Selbstversuch mit der Reduktion von Kohlenhydraten auf seinem Speiseplan. Diese Form der Ernährung behielt er bis zu seinem Lebensende bei.

Weizenwampe

Autor: William Davis

Brot, Gebäck, Pizza, Pasta – Weizen ist in unserer Nahrung allgegenwärtig. Doch kaum jemand weiß, was für ein gesundheitsschädigender Dickmacher das goldgelbe Korn ist. Denn in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Getreide genetisch so verändert, dass es mit dem »Urweizen« nicht mehr viel gemein hat. Dr. med. William Davis zeigt glutenfreie Ernährungsalternativen auf, und wie man gesund und schlank ohne Weizen leben kann.

Weitere Quellenverweise:

(1) Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, daraus Artikel 20 der EU-Verordnung:

Ausnahme vom Erfordernis der Angabe von Bestandteilen von Lebensmitteln im Zutatenverzeichnis:
Unbeschadet des Artikels 21 brauchen die folgenden Bestandteile eines Lebensmittels nicht im Zutatenverzeichnis aufgeführt zu werden:
a) Bestandteile einer Zutat, die während der Herstellung vorübergehend entfernt und dann dem Lebensmittel wieder hinzugefügt werden, ohne dass sie mengenmäßig ihren ursprünglichen Anteil überschreiten
b) Lebensmittelzusatzstoffe und Lebensmittelenzyme

  1. deren Vorhandensein in einem Lebensmittel lediglich darauf beruht, dass sie, in Übereinstimmung mit dem Übertragungsgrundsatz gemäß Artikel 18 Absatz 1 Buchstaben a und b der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 in einer Zutat oder in mehreren Zutaten dieses Lebensmittels enthalten waren, sofern sie im Enderzeugnis keine technologische Wirkung mehr ausüben
  2. die als Verarbeitungs-Hilfsstoffe verwendet werden

c) Trägerstoffe und andere Stoffe, die keine Lebensmittelzusatzstoffe sind, aber in derselben Weise und zu dem selben Zweck verwendet werden wie Trägerstoffe, und die nur in den unbedingt erforderlichen Mengen verwendet werden
d) Stoffe, die keine Lebensmittelzusatzstoffe sind, aber auf dieselbe Weise und zu demselben Zweck wie Verarbeitungshilfsstoffe verwendet werden und – selbst wenn in veränderter Form – im Enderzeugnis vorhanden sind.

Text: Walter Häge

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