Dokumentation zu den 20 Stämmen von EM Vita von Cellavita

Inhaltsverzeichnis

1 Bacillus subtilis
2 Bifidobacterium animalis 
3 Bifidobakterium bifidum                 
4 Bifidobacterium breve 
5 Bifidobacterium longum
6 Bifidobacterium infantis
7 Streptococcus lactis
8 Enterokokkus faecium
9 Lactobacillus acidophilus 
10 Lactobacillicus bulgaricus
11 Lactobacillus casei
12 Lactobacillus delbrückii
13 Lactobacillus farraginis
14 Lactobacillus helveticus
15 Lactobacillus paracasei
16 Lactobacillus plantarum
17 Lactobacillus rhamnosus
18 Lactobacillus salivarius
19 Lactococcus lactis
20 Streptococcus thermophilus 

1 Bacillus subtilis

Der Bacillus subtilis kann aus Boden (insbesondere Komposterde), Wasser und Luft isoliert werden. Sein natürlicher Standort sind aber die oberen Schichten des Bodens.  

Den Namen Heubazillus trägt es, da es sich leicht in einem so genannten Heuaufguss anreichern lässt. Die Generationszeit beträgt bei optimalem Nährstoffangebot, optimaler Sauerstoffversorgung und einer optimalen Wachstumstemperatur von 40 °C ca. 26 Minuten.  

B. subtilis ernährt sich, indem er  von anderen Lebewesen erzeugte Nährstoffe benutzt, um Energie und körpereigene Substanz zu generieren.  

Siehe: Information der Universität Greifswald:

Bacillus subtilis, der gemeine Heubazillus, ist ubiquitär verbreitet und kann aus Wasser, Luft und Boden, in besonders großer Menge aus Komposterde (bis 107 cfu / g, ALEXANDER, 1977), isoliert werden. B. subtilis läßt sich im Heuaufguß (Heubazillus) problemlos anreichern. Die zwei Mikrometer langen stäbchenförmigen Zellen sind peritrich begeißelt, können sich schnell fortbewegen und werden von einer Gram-positiven Zellwand umgeben, die einem Zellinnendruck von ca. 20 atm standhalten muß.

2 Bifidobacterium animalis                  

B. animalis ist ein Bakterium, das im Dickdarm des Menschen und vieler anderer Säugetiere nachweisbar ist. B. animalis kommt dabei bereits im Dickdarm kleiner Babys in recht großer Zahl vor und schützt diese sehr wirkungsvoll vor Infektionen.  

Bifidobacterium animalis, als natürlicher Teil unserer Darmflora, vermehrt sich dabei rasch im Verdauungstrakt. So können sich gefährliche Krankheitskeime dort, aufgrund des nun geringen Platz- und Nahrungsangebotes, nicht ausbreiten. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass das Bifidobakterium die Umgebung ansäuert – Und ein niedriger pH-Wert hemmt viele Krankheitserreger am Wachstum. Auf diese Weise werden nicht nur wir geschützt, das Bifidobakterium schirmt sich auch selber effektiv vor Nahrungskonkurrenten ab.

Die Herabsetzung des pH-Werts gelingt B. animalis, indem die Mikroorganismen Zucker über einen sehr komplizierten und für Bifidobakterien typischen Stoffwechselweg in Milchsäure und Essigsäure umwandeln.

Darüber hinaus produziert B. animalis für uns Menschen lebenswichtige Vitamine und hilft bei der Verdauung. Es scheint aber auch unser Immunsystem positiv zu beeinflussen und auf diese Weise unter anderem bei der Heilung von Entzündungen zu helfen.

Bifidobacterium animalis überlebt die Passage durch den Magen besonders gut und kann auch Gallensalze unbeschadet überstehen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um als Probiotikum wirken zu können. Denn nur Mikroorganismen, die den Darm lebend erreichen, können dort auch siedeln und ihre positiven Eigenschaften entfalten.  

Name und Klassifikation

Lange Zeit galten B. animalis und Bifidobacterium lactis als sehr nah verwandte Bifidobakterien-Arten. Heute weiß man, aufgrund von Erbgut-Analysen, dass es sich um die Subspezies einer gemeinsamen Art handelt. Daher ist die wissenschaftlich korrekte Bezeichnung Bifidobacterium animalis subsp. animalis (beziehungsweise für B. lactis: Bifidobacterium animalis subsp. lactis). Allerdings sind die früheren Namen weiterhin gebräuchlich. Gerade bei probiotischen Kulturen ist außerdem gar nicht immer ganz klar, ob es sich um die Unterart animalis oder lactis handelt. Die meisten Probiotika gehören allerdings wahrscheinlich zur Subspezies lactis.

Es sind außerdem probiotische Produkte mit Phantasienamen für B. animalis-Kulturen auf dem Markt, da diese „gesund“ klingenden Bezeichnungen den Verbraucher eher ansprechen und zum Kauf animieren.  

Die meisten wissenschaftlichen Studien wurden an Bifidobacterium animalis subsp. lactis durchgeführt. Vieles trifft sicherlich, aufgrund sehr ähnlicher Eigenschaften; auch auf B. animalis zu.    

Studie: Effekt eines probiotischen Milchprodukts mit Bifidobakterium animalis/Reizdarmsyndrom: http://www.magendarm-zentrum.de/pub/IGV30E8010_Poster_Followup_RZ.pdf

3 Bifidobakterium bifidum                   

Synonym: Bacillus bifidus, Lactobacillus bifidus;

Bifidus-Bakterien sind Anaerobier, das heißt, sie wachsenauch unter Abwesenheit von Sauerstoff im unteren Dünndarm.
Das Bifidus-Bakterium liegt meist als Stäbchen oder verzweigter Faden vor und ist wesentlicher Bestandteil der Darmflora des gestillten Säuglings (es ist in der Muttermilch enthalten).

Es ist ein stark sauerstoffempfindliches Milchsäurebakterium, das aus Milchzucker Essigsäure und Milchsäure bildet. Es ist eine Bakterienart der Gattung “Bifidobacterium” (unregelmäßig geformte, grampositive Stäbchen). Bifidobacterium bifidum ist  aber auch wichtiger Bestandteil des erwachsenen Menschen.

4 Bifidobacterium breve                      

Die Modulation der Darmflora durch Probiotika ist bereits etabliert in der Therapie der infektiösen Gastroenteritis, der Antibiotika assoziierten Diarrhoe sowie bei den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Bisher wenig untersucht ist der Einsatz von Probiotika bei funktionellen Darmerkrankungen wie dem Reizdarmsyndrom. Probiotika sind definierte lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge und in aktiver Form in den Darm gelangen und dadurch positive gesundheitliche Wirkungen erzielen. In der Regel handelt sich dabei um die Spezies der Laktobazillen und Bifidobakterien.

Im Rahmen dieser Dissertation wurde das Probiotikum Bifidobacterium breve hochdosiert mit 109 koloniebildenden Einheiten pro Portion über einen Zeitraum von 4 Wochen verabreicht. In die Studie wurden 47 Patienten/-innen eingeschlossen und in zwei Gruppen (Verum/ Placebo) randomisiert. Es wurden umfangreiche und detaillierte Fragebögen zur Analyse der Stuhlfrequenz und Konsistenz sowie der Reizdarmsyndrom-assoziierten Beschwerden wie Meteorismus, Flatulenz und Schmerzen ausgewählt. Ebenso wurden Effekte auf die Lebensqualität erfasst. Darüber hinaus wurden Stuhlproben der Patienten kulturell angezüchtet, um die Darmflora zu analysieren und eventuelle Abweichungen von der Norm oder eingetretene Veränderungen durch die probiotische Therapie nachzuweisen.

Die Ergebnisse der Studie lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: Es konnten in beiden Therapiegruppen signifikante Veränderungen nachgewiesen werden. Bei der Analyse der Stuhlprotokolle zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Stuhlfrequenz in der Verumgruppe gegenüber der Placebogruppe. Bei der Stuhlkonsistenz sowie bei den anderen untersuchten Kriterien wie abdominale Schmerzen, Flatulenz und Meteorismus zeigten sich in beiden Therapiegruppen gleichermaßen signifikante Verbesserungen. Die Lebensqualität verbesserte sich in der Placebogruppe signifikant bei Betrachtung der Summenscores der 36 Fragen, nicht jedoch bei der Betrachtung des Medians.

Bei der Darmfloraanalyse mittels kultureller Anzüchtung zeigten sich vor der Intervention keine homogenen Veränderungen bei Patienten mit Reizdarmsyndrom. Auch nach Beendigung der Einnahmephase gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen der Verum- und der Placebogruppe. Diese Daten deuten darauf hin, dass die kulturelle Untersuchung der Darmflora und die Rolle einer derartigen „Dysbiosediagnostik“ eher kritisch zu betrachten sind. Die Ergebnisse der Studie ergaben Verbesserungen im Bereich der Stuhlfrequenz der Verumgruppe.

In den anderen untersuchten Bereichen zeigte sich jedoch, dass das Probiotikum Bifidobacterium breve keinen signifikanten Einfluss hatte und somit für die Therapie des Reizdarmsyndroms vom Diarrhoetyp nicht geeignet erscheint.

In der Literatur wurden jedoch bereits positive Effekte auf die abdominalen Symptome und die Stuhlzufriedenheit beim Einsatz von Bifidobacterium infantis 35624, Lactobacillus plantarum und auch Lactobacillus acidophilus bei Patienten mit Reizdarmsyndrom unterschiedlichen Typs berichtet.

Es sollten deshalb weitere Untersuchungen von Bifidobacterium breve speziell bei anderen Formen des Reizdarmsyndroms durchgeführt werden.

5 Bifidobacterium longum

Wie viele andere nützliche Mikroorganismen unseres Verdauungstraktes, hilft B. longum dort unter anderem bei der Abwehr von Krankheitserregern mit. Das Bifidobakterium wandelt nämlich Zucker über einen komplizierten Stoffwechselweg in Milchsäure (und Essigsäure) um, wodurch der pH-Wert im Darm herabgesetzt wird.

Viele Bakterien, Pilze und Einzeller können sich in diesem sauren Milieu nicht vermehren. Auf diese Weise schützt Bifidobacterium longum sich selber vor Nahrungskonkurrenten und uns – als Wirtsorganismen – vor dem Auftreten unerwünschter Keime. Das Bifidobakterium bildet darüber hinaus für uns wichtige Vitamine, die wir direkt über den Darm in unseren Blutkreislauf aufnehmen können.

Bifidobacterium longum gilt als einer der häufigsten Vertreter im menschlichen Verdauungstrakt, wobei es vor allem im Dickdarm in großer Zahl anzutreffen ist. Doch nicht nur als Teil der Darmflora übernimmt B. longum wichtige Aufgaben. Ebenso kann das säurebildende Bakterium in der weiblichen Scheide von Menschen und vielen Tieren nachgewiesen werden.

Das Bifidobakterium ist auch eines der ersten Mikroorganismen, das sich im Darm von gestillten Säuglingen ansiedelt. Denn das Bakterium gelangt unter anderem über die Muttermilch in den Verdauungstrakt der Babys und sorgt durch die schnelle Vermehrung im kindlichen Darm für einen frühen Schutz vor Krankheiten. Untersuchungen zeigen, dass im Darm von gestillten Babys etwa 90 Prozent der Mikroorganismen Bifidobakterien sind. Auch bei Säuglingen, die ausschließlich mit der Flasche ernährt werden, siedeln sich B. longum-Zellen im Darm an, allerdings in weit geringerem Umfang.

Da Stillkinder durchschnittlich wesentlich seltener krank sind als Flaschenkinder, sehen Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen der Gesundheit und dem Vorhandensein von Bifidobakterien im kindlichen Darm.

B. longum kann aber nicht nur auf menschlichen und tierischen Schleimhäuten hervorragend wachsen, sondern besiedelt auch sich zersetzende pflanzliche Fasern.

Bifidobacterium longum gilt für uns Menschen als gesundheitlich unbedenklich, da bisher keinerlei Krankheiten bekannt sind, die durch das Bakterium ausgelöst werden. Als keimhemmender Darmbewohner, der das saure Milieu im Magen problemlos übersteht, gilt das Bifidobakterium als guter Kandidat für probiotische Medikamente, Nahrungsergänzungsstoffe und Lebensmittel.

Wie alle Bifidobakterien benötigt B. longum zum Abbau von Zucker eine bestimmte pflanzliche Substanz (Inulin). Daher helfen auch Präbiotika bzw. die regelmäßige Aufnahme von Pflanzen mit geringem Stärkeanteil (Brokkoli, Kohl, Bohnen etc.) dabei, das Wachstum und die Vermehrung der Bifidobakterien im Darm zu beschleunigen.

Lebensmittel und Arzneistoffe mit Bifidobacterium longum

Bei der Herstellung von Joghurt, Kefir und anderen fermentierten Milchprodukten kommt ursprünglich ein Gemisch vieler, nicht näher bestimmter Milchsäurebakterien (Laktobazillen) und Bifidobakterien zum Einsatz. Gleiches gilt für vergorene pflanzliche Produkte, wie Sauerkraut, Mixed Pickles oder fermentierte Teesorten.

Alle durch Laktobazillen und Bifidobakterien fermentieren Lebensmittel, erhalten durch die produzierte Milchsäure nicht nur ihren typischen, leicht säuerlich Geschmack, sondern bleiben auch länger haltbar. Denn, ebenso wie im Verdauungstrakt, können sich in den vergorenen Lebensmitteln keine Krankheitskeime ausbreiten. Da Bifidobakterien nicht so viel Säure produzieren wie die Laktobazillen, werden sie gerne von der Lebensmittelindustrie für milde Produkte genutzt. Mehrere verschiedene Joghurts werden dabei auch vor allem mit B. longum angereichert.

Das probiotische Medikament Omniflora N® enthält, neben lebenden Bifidobakterium longum-Zellen, auch Keime der Milchsäurebakterien-Art Lactobacillus gasseri. Das Arzneimittel baut die natürliche Darmflora wieder auf (etwa nach der Einnahme von Antibiotika), hilft bei Durchfall und regt die Darmtätigkeit an.

Bifidobacterium longum schützt vor Darmträgheit und allergischen Reaktionen

B. longum hilft nachweislich bei Antibiotika-assoziierter Diarrhö. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Antibiotika nicht nur Krankheitserreger abtöten, sondern auch die „guten“ Darmbakterien angreifen. Hierdurch können sich im Darm vermehrt solche Mikroorganismen ansiedeln, die beispielsweise Durchfälle verursachen.

Probiotika mit Bifidobacterium longum helfen dabei, das Gleichgewicht der Darmflora schnell wieder aufzubauen. Auch scheinen Darmentzündungen durch die Einnahme probiotischer B. longum-Stämme seltener aufzutreten.

Milchprodukte, die durch B. longum fermentiert wurden, senken den Cholesterol-Spiegel im Blut. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie mit insgesamt 32 Probanden.(2) Zurückzuführen ist dies wahrscheinlich auf bestimmte Enzyme der Bifidobakterien, die die menschliche Cholesterol-Regulation positiv beeinflussen.

Eine unangenehme und häufige Nebenwirkung vieler Diäten ist eine damit einhergehende Darmträgheit. Untersuchungen an Patienten zeigen, dass die gleichzeitige Gabe von B. longum und spezifischen Nahrungsstoffen die Darmtätigkeit bei einer Diät anregt und verbessert.

Eine weitere Studie beweist, dass die Einnahme probiotischer B. longum-Stämme, die Symptome von Allergikern reduzieren kann. So erhielten Patienten, die allergisch auf japanische Zedern reagieren, außerhalb der normalen Pollensaison zweimal täglich ein Probiotikum. Anschließend wurden die Probanden über mehrere Stunden einer bestimmten Menge Zedernpollen ausgesetzt. Im Vergleich zu der Gruppe, die ein Placebo erhielt, waren nicht nur die Symptome durch die Einnahme von B. longum deutlich verringert. Auch mussten die Patienten weniger Medikamente zur Eindämmung der allergischen Reaktionen einnehmen.

Vergleiche von Stuhlproben gesunder Säuglinge mit solchen von Babys, die an allergischen Darmentzündungen leiden, zeigen ebenfalls, dass B. longum und andere Bifidobakterien möglicherweise Überempfindlichkeitsreaktionen unterdrücken können:

Ist Bifidobacterium longum nämlich bei mehr als 50 Prozent der gesunden Kinder nachweisbar, so kommt es nur bei etwa zwölf Prozent der erkrankten Babys vor.

Auch andere Bifidobakterien sind im Kot der Allergiker nur selten nachweisbar. Dieses Ergebnis lässt vermuten, dass verschiedene Bifidobakterien unser Immunsystem positiv beeinflussen und Überreaktionen schon im Säuglingsalter verhindern.

Versuche an Ratten zeigen, dass die Gabe von Bifidobacterium longum vor der Entstehung von Darm- und Leberkrebs schützen kann. Zusätzlich scheint das Probiotikum die Metastasenbildung bei Brustkrebs einzuschränken.

Die gleichzeitige Gabe von Inulin oder Pflanzenfasern (die, wie oben beschrieben, für die Energiegewinnung durch B. longum nötig sind) erhöhen die Prophylaxewirkung noch weiter.

Da diese Ergebnisse allerdings bisher nur in Tierversuchen gezeigt wurden, kann man nicht klar sagen, dass das gleiche auf den Menschen zutrifft – auch wenn es natürlich recht wahrscheinlich ist.

Das Bifidobakterium wird von Wissenschaftlern außerdem für Krebstherapien herangezogen. Denn Bifidobacterium longum besiedelt Tumoren, ohne dabei einen negativen Einfluss auf das Voranschreiten der Krankheit zu nehmen. Dies nutzen die Forscher aus, indem sie bestimmte fremde Gene (Bausteine der Erbsubstanz) in B. longum einschleusen, die das Zellwachstum hemmen. Hierdurch können die Krebsgeschwüre sich nicht vergrößern beziehungsweise vermehren.

Tierversuche zeigen bereits sehr gute Erfolge dieser Therapie, bei denen die gentechnisch veränderten Bifidobakterien genutzt werden.(3)

Es handelt sich hierbei also nicht um probiotische B. longum-Stämme, die in Nahrungsergänzungsmitteln, Joghurts oder Medikamenten für eine gesunde Darmflora sorgen. Diese werden in ihrem Erbgut nicht verändert, sondern kommen genau so bereits im menschlichen Verdauungssystem vor.

6 Bifidobacterium infantis                   

B. infantis ist ein natürlicher Bewohner unseres Dickdarms. Bei gestillten Säuglingen zählt dieses Bifidobakterium sogar zu den häufigsten Vertretern der Darmflora. Es ist außerdem eines der ersten Mikroorganismen, das – gemeinsam mit anderen Bifidobakterien – den Verdauungstrakt von Neugeborenen besiedelt.

Die Mikroorganismen haften sich dabei an der Darmschleimhaut fest und vermehren sich schnell. Hierdurch gewährleisten sie, dass sich Krankheitserreger nicht oder nur in sehr geringem Umfang in dem kindlichen Darm vermehren können. Der Name der Bifidobakterien-Art ist daher auch an das lateinische Wort Infans angelehnt, das auf Deutsch Kleinkind bedeutet.

Bifidobacterium infantis produziert bei der Umwandlung von Zucker Milch- und Essigsäure, wodurch es den pH-Wert in seiner Umgebung absenkt. Dies wiederum hat zur Folge, dass die meisten anderen Mikroorganismen, darunter auch viele Krankheitskeime, dort nicht wachsen können. Auf diese Weise hält Bifidobacterium infantis Nahrungskonkurrenten fern und schützt uns gleichzeitig vor Infektionen.

B. infantis, das auch an unserer Verdauung beteiligt ist, produziert die für uns lebenswichtigen Vitamine des B-Komplexes, etwa Folsäure, Thiamin (Vitamin B1), Pyridoxin (Vitamin B6), Biotin (Vitamin B7) und Niacin.

Bifidobacterium infantis in Lebensmitteln und Medikamenten

Viele fermentierte Lebensmittel bleiben länger haltbar, weil Bifidobakterien und Milchsäurebakterien den pH-Wert – durch die Vergärung von Zucker in Milchsäure – herabsetzen. Joghurt, Kefir, Sauerkraut und Sauerteig sind nur einige Beispiele dieser vergorenen Produkte. Ebenso, wie in unserem Verdauungstrakt, können daher auch in den so gewonnenen Nahrungsmitteln keine anderen Mikroorganismen, etwa Schimmelpilze, überleben.

Ursprünglich werden keine bestimmten Bifidobakterien und Laktobazillen zu den Ausgangsprodukten zugesetzt, da die Umgebung genug Mikroorgansimen enthält, um eine Gärung in Gang zu setzen. So gehört auch B. infantis zu den natürlichen Bakterien, die beispielsweise Milch in Joghurt umwandeln. Heute ist es bei der industriellen Fertigung der Lebensmittel allerdings üblich, steril zu arbeiten und stattdessen einzelne, für jedes Produkt spezifische Bakterien zuzusetzen. B. infantis spielt hierbei eine untergeordnete Rolle.

Seine hervorragenden Eigenschaften für unsere Gesundheit haben allerdings dazu geführt, dass es mehr und mehr als Probiotikum eingesetzt wird. Viele Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel bestehen dabei aus einer Kombination mehrerer probiotischer Bakterien. So unterstützt beispielsweise das Nahrungsergänzungsmittel VSL 3 ® durch seine acht verschiedenen probiotischen Stämme unsere natürliche Darmflora. VSL 3 ® ist dabei auch für Kinder gut verträglich.(1)

Das weltweit präsente Unternehmen Procter & Gamble hat sich den Bakterienstamm Bifidobacterium infantis 35624 patentieren lassen und vermarktet das Probiotikum unter dem Namen Bifantis®. Das Mittel sorgt für eine gesunde Darmflora, soll aber auch bei dem Reizdarmsyndrom und bei Darmentzündungen helfen.(2)

Der Gesundheitskonzern Natren bietet speziell für Säuglinge das probiotische Produkt Life Start® an, das die Kinder mit lebenden Bifidobacterium infantis-Kulturen versorgt. Viele andere probiotische Produkte für Erwachsene und Kinder, die Bifidobacterium infantis enthalten, sind weltweit auf dem Markt. Die gute Verträglichkeit, das natürliche Vorkommen in unserem Verdauungstrakt und die wissenschaftlich erwiesenen gesundheitlichen Aspekte machen Bifidobacterium infantis zu einem sehr geschätzten Probiotikum.

Bifidobacterium infantis kann außerdem sowohl Magensäure als auch Gallensalze gut überstehen. So ist gewährleistet, dass es den Darm lebend erreicht, um sich dort zu vermehren.(3) Dies ist, neben den gesundheitlichen Aspekten, ein Hauptkriterium dafür, dass ein Bakterium als Probiotikum verwendet werden kann. Obwohl Bifidobacterium infantis ein häufiger Bewohner unseres Verdauungstrakts ist, scheint es sich – als Probiotikum verabreicht – allerdings nicht permanent dort anzusiedeln .

Bifidobacterium infantis schützt vor Allergien und Darmentzündungen

Eine Vergleichsstudie zeigt, dass alle untersuchten Säuglinge aus Ghana B. infantis in ihrem Kot aufweisen, während dies in Neuseeland und Großbritannien nicht der Fall ist. Das Fehlen von Bifidobacterium infantis im Darm vieler neuseeländischer und britischer Kinder korreliert mit einem sehr hohen Allergierisiko. In Ghana ist die Zahl der Allergiker hingegen extrem gering. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass B. infantis vor Allergien schützt. Gleichzeitig regen die meisten anderen Bifidobakterien unser Immunsystem an, was bei der Abwehr von Krankheitserregern natürlich sehr nützlich ist. B. infantis hingegen aktiviert bestimmte Zellen, die bei den Abwehrreaktionen wichtig sind, nicht. Hieraus schließen die Autoren, dass das Bifidobacterium möglicherweise Überreaktionen des Immunsystems, die typisch für allergische Reaktionen sind, unterdrückt.(4)

Daneben hilft B. infantis nachweislich bei Antibiotika-bedingtem Durchfall und bei Entzündungen und – gemeinsam mit anderen Probiotika – bei Reisediarrhoe. Auch Kleinkinder können effektiv durch die Gabe eines Medikaments, das Lactobacillus acidophilus und Bifidobacterium infantis enthält, von akutem Durchfall geheilt werden. (5)

Unwohlsein und Schmerzen in der Bauchregion sowie ein veränderter Stuhlgang werden oft, wenn keine anderen erkennbaren Erkrankungen vorliegen, als Reizdarmsyndrom (RDS oder IBS für den englischen Begriff Irritable Bowel Syndrome) diagnostiziert. Obwohl die Krankheit an sich ungefährlich ist, schränkt sie die Betroffenen teilweise sehr in ihrem Alltagsleben ein. Außerdem kommen oft psychische Probleme und ein schlechtes Allgemeinbefinden mit Mattigkeit und Abgeschlagenheit hinzu. Zwar ist die Ursache für das Reizdarmsyndrom noch weitgehend unklar, doch zeigen einige Untersuchungen, dass entzündliche Veränderungen möglicherweise der Grund für die Darmerkrankung sind.

Forscher konnten nun in zwei Studien zeigen, dass Bifidobacterium infantis die Symptome des RDS lindert, ohne dabei unerwünschte Nebenwirkungen hervorzurufen. Diese positive Wirkung von B. infantis hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass das Bakterium Entzündungen im Darm dezimiert. Bisher ist allerdings noch nicht ganz klar, wie genau das Probiotikum die Entzündungsreaktionen hemmt.(6)

Patienten, die an der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa leiden, müssen in sehr schweren Fällen den gesamten Dickdarm operativ entfernen lassen. Danach wird der Dünndarm in einen „künstlichen“ Dickdarm verwandelt. Leider kommt es anschließend manchmal zu einer Pouchitis, einer Entzündung des künstlich angelegten Verdauungsorgans. Ein probiotisches Nahrungsergänzungsmittel (VSL#3), das neben B. infantis noch sieben weitere Bakterienarten enthält, hilft nachweislich bei vielen chronischen Entzündungserkrankungen des Darmes. So kann es nicht nur die Symptome einer Colitis ulcerosa verringern, sondern auch einer Pouchitis bei frisch operierten Patienten vorbeugen.

Personen, die bereits an einer chronischen Pouchitis leiden, kann die Einnahme des Probiotikums vor einem Rückfall schützen.(7)

Auch akute Dickdarmentzündungen können möglicherweise gut mit B. infantis behandelt werden. Mausmodelle zeigen auf jeden Fall eine starke Verringerung der Symptome nach der Gabe des Probiotikums.(8)

 7 Streptococcus lactis             

Als Laktobazillus der Milch weist Lactobacillus lactis schon mit seinem Namen auf seine Bedeutung hin, besonders zur Käseherstellung. L. lactis vergärt alle Zuckerarten zu Milchsäure, wobei er keine Gase bildet.

Bereits 1873 wird dieser Bacillus wegen seiner Wichtigkeit für die Käseherstellung wissenschaftlich beschrieben und erforscht! Er bietet Schutz gegenüber Milchsäure.

In der „ÄRZTE WOCHE rezeptfrei“ vom März 2000 lesen wir über probiotische Zubereitungen, in welchen auch der Streptococcus lactis positiv erwähnt wird:

„Prof. Dr. H. Kasper von der Medizinischen Klinik der Universität Würzburg und Prof. Dr. Claus Leitzmann vom Institut für Ernähungswissenschaft der Justus Liebig-Universität in Gießen halten eine ganze Reihe positiver Effekte für belegt bzw. wahrscheinlich.

Der Darm werde gegen bakterielle, virale und Pilzinfekte geschützt, Nebenwirkungen von Breitbandantibiotika-Therapien gemildert und möglicherweise sogar der Entstehung von Darmkrebs entgegenwirkt.

Generell scheinen Probiotika den Darm bei dessen Funktion als wichtiges Organ der Immunabwehr zu unterstützen. Am besten abgesichert ist Kasper zufolge der positive Effekt fermentierter Milchprodukte bei Laktasemangel im Dünndarm. Für ihn sind Probiotika – sei es in (angereicherten) Lebensmitteln oder auch in gefriergetrockneter Form – prinzipiell ernährungsphysiologisch wertvoll.

Es wird auch von einem Wiener Hospital berichtet, das verlauten lässt: „Abgesehen von Hinweisen, wonach Patienten mit Autoimmunerkrankungen bei solchen Präparaten Vorsicht walten lassen sollten, sprechen experimentelle Untersuchungen und klinische Studien für generell günstige Wirkungen.“

8 Enterokokkus faecium                      

Diese Enterokokken sind im Erdboden zu finden, in Nahrungsmitteln, im Wasser und in vielen Lebewesen. Es sind Urkeime, die in unserem biologischen System Mensch nicht fehlen dürfen!

Ihr bevorzugter Lebensraum ist der Magendarmtrakt (von Menschen und Tieren). Sie bilden einen bedeutenden Teil der normalen Darmflora In geringem Umfang findet man Enterokokken auch in Sekreten im Mund- und Rachenraum, der Vagina sowie auf der Haut besonders im Dammbereich.

Der bgvv – Pressedienst des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin schreibt im Internet unter 14/2002 vom 5. Juni 2002:

„Rund 25 verschiedene Enterokokken-Spezies sind bisher bekannt. Die bedeutendsten sind E. faecium und E. faecialis. Beide spielen als Bestandteil der gesunden menschlichen Darmflora auch eine wichtige Rolle im Verdauungssystem von Mensch und Tier. Enterokokken, insbesondere E. faecium-Stämme, nehmen deshalb in der neuen Klasse der probiotischenLebensmittel eine besondere Stellung ein.

Studien zeigen, dass als Probiotika eingesetzte Stämme die Mikroflora des Verdauungssystems positiv beeinflussen können. Definierte Enterokokken-Stämme werden deshalb auch in der Humanmedizin zu therapeutischen Zwecken eingesetzt.

In der Tiermedizin und Tierernährung werden probiotische Enterokokken-Stämme ebenfalls angewandt. Es hat sich gezeigt, dass sie hier geeignet sind, den Einsatz von Antibiotika zu vermindern.“

9 Lactobacillus acidophilus                 

Es ist ein stäbchenförmiges Milchsäurebakterium, das nur unter dem Mikroskop beobachtet werden kann. Zum Wachstum braucht es Sauerstoff. Es kann daher nur im oberen Darmabschnitt siedeln.

In den Pressemitteilungen von Nestlé vom 28.1.2000 kann man lesen:

„In über vierjähriger Forschungsarbeit selektionierten die Wissenschaftler des Nestlé Forschungszentrums in Lausanne aus rund 4000 Bakterienstämmen gezielt die wirksamsten probiotischen Stämme […]. Auf Grund der hervorragenden Resultate wurde schließlich der probiotische Stamm Lactobacillus acidophilus 1 (La1/Lactobacillus johnsonii) als optimal identifiziert […].

Durch die starke Adhäsion an Darmzellen erreicht La1 eine kompetitive Verdrängung pathogener Keime. Der in Studien – unter anderem mit abgeschwächten Salmonellen – bestätigte Effekt war besonders stark, wenn La1 vorbeugend eingenommen wurde. Dies lässt vermuten, dass La1 eine hohe Präventivwirkung insbesondere gegen Durchfallkrankheiten erreichen kann. […]

Mehrere klinische Studien zeigen zudem eine durch La1 induzierte Zunahme der unspezifischen Immunreaktion: Die Fähigkeit körpereigener Zellen (Makrophagen), Fremdkörper durch Phagozytose (‘Auffressen’) zu inaktivieren, erhöhte sich von 35% auf 50%. Auch die spezifische Immunreaktion mittels Antikörper kann durch die Aufnahme von La1 deutlich gesteigert werden (Erhöhung der Produktion von Immunglobulin A).

Beides weist auf eine deutliche Stärkung der natürlichen Abwehrkräfte hin. In einer weiteren Serie von Studienschwerpunkten konnte an der Universität Lausanne gezeigt werden, dass der regelmäßige Verzehr von La1 sowohl die Entzündungsparameter wie auch die Besiedelungsdichte einer von Helicobacter pylori verursachten Magenentzündung reduzieren hilft […].

Diese Forschungsergebnisse von Nestlé wurden mit mehreren internationalen Preisen (u.a. Prix Jaubert 1996 der Universität Genf) ausgezeichnet, an zahlreichen wissenschaftlichen Tagungen präsentiert und anschließend auch publiziert. Weitere Forschungsanstrengungen zum Beispiel zur möglichen

anti-karzinogenen und anti-allergenen Wirkung von Probiotika sind seitdem in Gange.“

Ein Newsletter der Stiftung Warentest vom 2.2. 2005 berichtet:

„Eine gesunde Scheidenhaut ist von Milchsäurebakterien besiedelt. Zwei dieser Arten sind Lactobacillus gasseri und Lactobacillus acidophilus. Die von ihnen produzierte Milchsäure sorgt für ein saures Scheidenmilieu. In einer solchen Umgebung können sich andere Bakterien kaum vermehren.“

Die IWF Wissen und Medien GmbH berichtet im Internet:

(www.iwf.de), dass der Lactobacillus acidophilus eine Schutzfunktion für die Dünndarmschleimhaut und ihre Bakterienflora ausübt. Auch von einer bakteriziden Wirkung auf pathogene Keime wird berichtet: „In einer Kultur von Darmschleimhautzellen werden schädliche Bakterien passiv in eine Zelle aufgenommen, werden beweglich, vermehren sich und zerstören die Zelle. Die an der Zelloberfläche lebenden, azidophilen Laktobazillen schützen die Zelle vor dem Eindringen von Bakterien“.

Link:Das Bakterium ist in der Lage Zucker zu Milchsäure umzuwandeln. Da es nachweislich bei Darmentzündungen hilft, wird es probiotischen Lebensmitteln und Medikamenten häufig zugesetzt. Doch nicht nur innerhalb der Darmflora bietet L. acidophilus einen Schutz vor Krankheitserregern. Auch in der weiblichen Scheide sorgen die Stoffwechselprodukte Milchsäure und  Wasserstoffperoxid (H2O2) dafür, dass sich gefährliche Keime dort nicht ansiedeln können.

10 Lactobacillicus bulgaricus             

Obwohl das Bakterium Lactobacillicus Bulgaricus, das die milchsäuerliche Fermentation verursacht , erst 1905 entdeckt wurde, war es seit 6000-7000 Jahren v.C. bekannt und verwendet. Das Bakterium war den alten Thrakern, die auf dem gegenwertigen bulgarischen Gebiet gelebt haben, bekannt.

Die Thraker haben das Bakterium bei der Fermentation von Schafmilch zur Herstellung von Joghurt, Käse, Kaschkawal u.a. verwendet – die ersten probiotischen Produkte in der Welt. Diese Produkte waren für das bulgarische Volk und sind es immer noch eine traditionelle, täglich konsumierte Nahrung, die den Organismus jung und energisch erhält und ihn von vielen Krankheiten schützt. Den Thrakern wurden auch die heilenden Eigenschaften des Bakteriums bekannt.

Sie haben spezielle Mischungen aus Joghurt, Kräuterextrakte und Honig vorbereitet und damit kranke und verwundete Menschen kuriert oder sie den Soldaten vor einer Schlacht für mehr Widerstandskraft gegeben. Mit solchen Mischungen befeuchteten sie Leinentücher, ließen sie austrocknen und verwendeten sie als Verbände um Wunden und Hautkrankheiten zu kurieren.

Lactobacillus Bulgaricus – Das älteste Probiotikum in der Welt

Lactobacillus Bulgaricus wurde 1905 von Dr. Stamen Grigorov (1878-1945) entdeckt. In dieser Zeit war er noch Medizinstudent in Genf. Dr. Grigorov erforschte unter Mikroskop den bulgarischen Joghurt – „Kisselo mliako“ und entdeckt 2 unbekannte Bakterienarten: das kugelförmige Bakterium „Streptococus Thermophilus“ und das stäbchenförmige Bakterium – Lactobacillus Bulgaricus- genannt nach dem Namen des Landes, wo es gedeiht.

Ein wissenschaftlicher Bericht über diese Entdeckung wurde in der angesehenen Zeitschrift „Revue medical de la Suisse Romande“ veröffentlicht. Über diese Entdeckung wurde sofort Prof. Mechnikov – Direktor des Instituts „Louis Pasteur“ in Paris informiert. Erst 2 Jahre vorher hat Prof. Mechnikov seine Theorie über das Veralten des Menschen veröffentlicht. Er ist der Meinung, dass das Älterwerden sowie viele Krankheiten als Resultat der Fäulnisprozesse im Dickdarm des Menschen passieren. Tägliche Einnahme von Joghurt und anderen milchsäuerlichen Produkte halten die Fäulnisprozesse an.

Lactobacillus Bulgaricus ist ein einzigartiges Bakterium, das sich sehr von den anderen probiotischen Bakterien unterscheidet. Lactobacillus Bulgaricus ist pflanzlicher Herkunft und lässt sich aus grünen Pflanzen, Milch und Milchprodukte isolieren.

In der Natur findet man das Bakterium in der Wurzeln und in der Rinde der Eiche (Quecus), in den Blüten der Rosa Damascena, Cornus mas, Poliuris aculateus u.a. Durch das Essen gelangt das Bakterium im Darm, vermehrt sich schnell und binnen ein paar Stunden erreicht hunderte Millionen in 1 g Masse.

Zum Unterschied von anderen probiotischen Bakterien ist Lactobacillus Bulgaricus kein ständiger Bewohner des menschlichen Magen-Darm –Traktes und gelangt in den Körper nur durch die Einnahme von Milchsäureprodukten. Die Verweildauer im Darm ist ca.15 Tage.

Lactobacillus Bulgaricus unterscheidet sich auch dadurch, dass es selbständig in der Natur lebt. Nur bei der milchsäuerlichen Fermentation und im menschlichen Organismus kooperiert es mit anderen Bakterien. Bei dieser Symbiose unterstützen sie sich gegenseitig, was zur Stärkung der einzelnen nützlichen Effekte führt. Die Symbiose ermöglicht eine bessere Ausnutzung der nützlichen Effekte des Bakteriums: es wirkt mehr immunstimulierend, antibakteriell, entgiftend, gegen Krebs, gegen Sklerose u.a.

Lactobacillus Bulgaricus ist ein einzigartiges Bakterium, das sich in freiem Zustand nur auf einem bestimmten geografischen Gebiet entwickelt – das Territorium des gegenwärtigen Bulgariens. Grund dafür ist wahrscheinlich die Tatsache, dass dieses Gebiet während der letzen Eisenperiode nicht vereiste. Dadurch sind in dieser Region viele eigenartige Pflanzen und Mikroorganismen erhalten geblieben. In den heutigen Tagen kann man diese Selektion nicht wieder aufleben. Außerhalb des bulgarischen Territoriums wird Lactobacillus Bulgaricus mutieren und sterben.

Die Übertragung des Lactobacillus Bulgaricus aus der Natur für Herstellung eigenartiger milchsäuerlicher Produkte durch Fermentation ist die erste Selektion von Mikroorganismen für den Bedarf der Menschen. Die hergestellten Produkte kann man als erste probiotische Nahrung im Alter von über 6000 Jahre bezeichnen.

Lactobacillus Bulgaricus ist mit seinen eigenartigen Nahrungs- und heilkräftigen Eigenschaften tatsächlich ein Weltreichtum.


Joghurt hält gesund

Zur gleichen Zeit wurde im Auftrag des französischen Louis-Pasteur-Instituts eine Studie über die Lebenserwartung und die Zahl der Hundertjährigen in Europa durchgeführt. Die Wissenschaftler stellten überraschenderweise fest, dass es die meisten Hundertjährigen in Bulgarien gibt, und der russische Bakteriologe und Nobelpreisträger Ilja Metschnikow verband ihre hohe Lebenserwartung mit deren täglichem Verzehr von Joghurt. Das wiederum warf die Frage auf, auf welche Weise man bulgarischen Joghurt außerhalb des Landes herstellen könne. Just in diesem Augenblick erhielt Metschnikow ein Schreiben von seinem Kollegen Professor Massol aus Genf, dem er entnahm, dass der junge bulgarische Assistent von Massol das Geheimnis des Fermentationsprozesses gelüftet und ein stäbchenförmiges Bakterium isoliert hatte, das die Milchsäuregärung und den spezifischen Geschmack verursacht. Grigorov nannte den entdeckten Milchsäureorganismus „Bacillus A“.

Erst zwei Jahre vorher hatte Metschnikow seine Theorie über das Altern des Menschen veröffentlicht. Er war der Meinung, dass das Älterwerden sowie viele Krankheiten als Resultat der Fäulnisprozesse im Dickdarm des Menschen passieren. Tägliche Einnahme von Joghurt und anderen milchsäuerlichen Produkten halten die Fäulnisprozesse an. Metschnikow lud den jungen Wissenschaftler nach Paris ein, um dort seine Entdeckung der einflussreichsten Forschungsgemeinschaft vorzustellen. Kurz darauf erschien sein Name in einer Reihe von Wissenschaftsjournalen und wurde dem Namen des Bakteriums hinzugefügt – „Lactobacillus delbrueckii subspecies bulgaricus Grigoroff 1905“. Dieses Bakterium ist bis heute am häufigsten unter dem Namen „Lactobacillus bulgaricus“ bekannt.

11 Lactobacillus casei               

Der gesundheitsfördernde Lactobacillus casei wurde 1930 von dem japanischen Wissenschaftler Dr. Minoru Shirota entdeckt, der die Arbeiten des Nobelpreisträgers E. Metchinkoff weiterführte.

Die Firma Yakult teilt zu Lactobacillus casei im Internet mit:

„In einer mehrjährigen klinischen Studie am Hyogo College of Medicine in Osaka untersuchte der japanische Wissenschaftler Dr. Hideki Ishikawa, ob das Milchsäurebakterium Lactobacillus casei Shirota […] das Auftreten von Dickdarmkrebs verhindern kann. An der Studie nahmen rund 380 Frauen und Männer im Alter von 40 bis 65 Jahren teil. Als Voraussetzung für die Teilnahme an der Studie galten zwei oder mehr kolorektale Tumore, die in einem Zeitraum von bis zu 3 Monaten zuvor operativ entfernt worden waren.

Von den 380 Patienten erhielten 192 Lactobacillus casei Shirota. Sie nahmen nach jeder Mahlzeit ein Gramm […] ein. Die zweite Patientengruppe mit 188 Personen bekam keinen Lactobacillus casei Shirota. Die Lactobacillus casei – Gruppe wie auch die Kontrollgruppe nahmen an einer Ernährungsberatung teil, die zum Ziel hatte, den Fettkonsum zu senken (auf einen Anteil von 18 bis 20 Prozent der gesamten Kalorienaufnahme).

Diese Ernährungsvorgaben wurden für vier Jahre beibehalten. Nach zwei Jahren wurde eine Darmspiegelung durchgeführt, zum Abschluss der Studie nach vier Jahren noch einmal. Hier galt es festzustellen, ob sich im Studienzeitraum neue Tumore gebildet hatten.“ Ergebnis: „Das Risiko für die Patienten, erneut an Darmkrebs zu erkranken, sank nach vier Jahren signifikant […]. Fazit: Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Lactobacillus casei […] vor der Entwicklung bösartiger Tumore schützt.“

Die Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung e.V. schreibt in ihrem Newsletter 54 von 2002:

„Lactobacillen hemmen Entzündungsfaktoren von Morbus Crohn im Reagenzglas. Lactobacillen gehören zu denjenigen Probiotika, für die eine therapeutische Wirkung bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen nachgewiesen wurde oder vermutet wird.

Manche Typen von Lactobacillen sind tatsächlich in der Lage, in der Darmschleimhaut von Morbus Crohn Patienten die Freisetzung wichtiger Entzündungsfaktoren – des Tumornekrosefaktors alpha (TNF-alpha) und von CD4-Zellen – zu verringern. Diese entzündungshemmende Wirkung bestimmter Arten von Milchsäurebakterien haben spanische Wissenschaftler durch Untersuchung von Gewebeproben jetzt nachgewiesen […].

Es konnte danach gezeigt werden, dass sich die Freisetzung von TNF-alpha und die Zahl von CD4-Zellen in den Proben mit entzündeter Darmschleimhaut von Crohn-Patienten durch Kontakt mit Lactobacillus casei DN-114 001 und mit Lactobacillus delbrueckii bulgaricus statistisch bedeutsam verringerte […].

Die Forscher sehen diese Ergebnisse als Beleg dafür, dass bestimmte Probiotika in der Lage sind, über die Schnittstelle der Darmschleimhaut in Wechselwirkung mit wesentlichen Schaltstellen des Immunsystems zu treten und am Ort des Entzündungsgeschehens die Produktion entzündungsfördernder Botenstoffe zu beeinflussen. Diese Befunde seien eine Grundlage für zukünftige klinische Studien mit probiotischen Bakterien in der Behandlung des aktiven Morbus Crohn.“

Link: Im Verdauungstrakt schützt das Milchsäurebakterium, unter anderem durch die Ansäuerung der Umgebung, vor verschiedenen Mikroorganismen. Hierauf beruht einer der positiven Effekte von L. casei gegenüber Krankheitserregern.

12 Lactobacillus delbrückii                  

Abstract in Deutsch: Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass Lactobacillen einen stimulierenden Einfluss auf das menschliche Immunsystem haben können, wobei sowohl konventionelle als auch probiotische Keime zu Veränderungen der zellulären Immunfunktion, sowie zur Anregung der Produktion von Zytokinen durch stimulierte Immunzellen führen.

Der genaue Wirkmechanismus, der diesen Effekten zugrunde liegt, ist jedoch noch nicht vollständig geklärt. Deshalb wurde im Rahmen der vorliegenden Arbeit versucht, die immunmodulierende Wirkung von Lactobacillen mit unterschiedlichen in vitro Modellen genauer zu charakterisieren.

Dazu wurde die Wirkung eines konventionellen (L. delbrueckii) und eines probiotischen Lactobacillusstammes (L. rhamnosus GG) auf den Reifungsgrad – speziell die Expression verschiedener Oberflächenmarker – und die Zytokinproduktion dendritischer Zellen (IL-1β, IL-12, TNF-α, IFN-γ, IL-10) nach direkter Inkubation, sowie in einem Transwell-System nach indirekter Inkubation über einen differenzierten Caco-2 Monolayer, untersucht. In einer weiteren Versuchsreihe wurde der Effekt der beiden Bakterienstämme auf die Zytokinsekretion (IL-1β, IL-12, TNF-α, IFN-γ, IL-10) in Kulturen von mononukleären Zellen des peripheren Blutes (PBMC) und im Caco-2/PBMC Transwell-System analysiert.

Sowohl L. delbrueckii als auch L. rhamnosus GG konnten den Reifungsgrad dendritischer Zellen und die damit verbundene Zytokinproduktion nach direkter Inkubation deutlich, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, im Transwell-System hingegen nicht beeinflussen. PBMC konnten ebenfalls zu einer vermehrten Zytokinsekretion durch beide Bakterienstämme angeregt werden, wobei dieser Effekt in Anwesenheit der Caco-2 Barriere im Transwell-System wesentlich geringer ausgeprägt war.

Die Inkubation mit einer Mischung aus beiden Stämmen führte zu keiner wesentlichen Veränderung der Zytokinsekretion in PBMC gegenüber den Einzelinkubationen. Diese Ergebnisse zeigen einen wesentlichen stammspezifischen Einfluss von L. delbrueckii und L. rhamnosus GG auf wichtige Antigenpräsentierende Zellen des Immunsystems und PBMC in in vitro Untersuchungen.

Quelle: http://othes.univie.ac.at/6527/
In vitro Untersuchungen zum Einfluss von Lactobacillus delbrueckii und Lactobacillus rhamnosus GG auf das Immunsystem. Universität Wien

13 Lactobacillus farraginis                  

Es liegen keine Infos in Deutsch vor.

14 Lactobacillus helveticus                 

Lactobacillus helveticus ist ein nicht-sporenbildendes und gram-positives Bakterium der Gattung Lactobacillus, das in Form langer und unbeweglicher stäbchenförmiger Zellen auftritt. Von Bedeutung ist es vor allem in der Lebensmittelindustrie als Starterkultur zur Herstellung verschiedener Käsesorten, saurer Butterprodukte und fermentierter Milchgetränke.

Es liegen wenige Ergebnisse in Deutsch vor.

Klicken Sie hier, um zu der englischen Info-Seite zu kommen: http://www.probiotic.org/lactobacillus-helveticus.htm

15 Lactobacillus paracasei                  

„Das probiotische Bakterium Lactobacillus paracasei wird fermentierten Milchprodukten beigemengt und beeinflusst dadurch die Gesundheit der Konsumenten positiv“, lesen wir in einer Verlautbarung eines Yoghurtherstellers.

Das Labor für Lebensmittel-Biotechnologie der ETH Zürich hat den Lactobacillus paracasei als eine so genannte „Schutzkultur“ für Joghurt identifiziert, weil er Hefen und Schimmel „schachmatt“ setzt, wie sie in den zugefügten Früchten enthalten sind (es wurden über 1000 verschiedene Bakterien untersucht.

Lactobacillus paracasei war einer der hervorragenden unter 80 Bakterien der engeren Auswahl). Das Prinzip, mit dem dieses Bakterium arbeitet, erscheint recht einfach: in der richtigen Menge vorhanden unterdrückt es die Stoffwechselleistung von Fäulnisbakterien. Ein großer deutscher Gewürzhersteller bietet Lactobacillus paracasei zur Wurstherstellung an, damit er dort ebenfalls seine Schutzfunktion ausüben kann.

In einer klinischen Studie (Friedrich-Schiller Universität Jena und der Universität Hohenheim, Stuttgart) konnte nachgewiesen werden, dass der Stamm infolge einer guten Resistenz gegenüber Magensäure und Galle den Intestinaltrakt lebend und in hohen Keimzahlen erreicht. Dort konnte seine positive Wirkung auf die Verdauung festgestellt werden, ebenso seine ‘modulatorische Wirkung auf das Immunsystem’, was zu einer Anhebung des Wohlbefindens beiträgt.

Und was dem Yoghurt und der Wurst recht ist, ist unserem Darm mehr als billig!

Link: Dieser neue Wirkstoff basiert auf Milchsäurebakterien (Lactobacillen) , die Karies verursachende Bakterien ( Streptococcus mutans) erkennen und mit diesen verklumpen. Diese Klumpen lassen sich ganz einfach aus dem Mund spülen: http://www.basf.com/group/pressemitteilungen/P-09-190

16 Lactobacillus plantarum                 

Unter der Überschrift: „Probiotika, Präbiotika und Synbiotika: Stellenwert in Klinik und Praxis“ lesen wir im Deutschen Ärzteblatt Nr. 11/2005, dass gegen das Reizdarmsyndrom der Lactobacillus plantarum am häufigsten erfolgreich eingesetzt wurde.

Leider, so erfahren wir, „ist der Wirkungsmechanismen von Probiotika trotz nachgewiesenem klinischen Nutzen weitgehend unbekannt“. Aber, so werden wir weiter informiert, ist ein Probiotika wie der Lactobacillus plantarum „in der Lage, Muzingene zu induzieren und damit die Funktion der Darmbarriere zu verbessern“.

Trotz vieler „Wenn und Aber“ kommen die Autoren, (u.a. Prof. Dr. med. Stephan C. Bischoff von der Universität Hohenheim), zu dem Schluss : „Die Wirksamkeit einzelner Probiotika zur Behandlung und Prävention von intestinalen Erkrankungen wie infektiösen Diarrhöen, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Nahrungsmittelallergien konnte in prospektiven, randomisierten klinischen Untersuchungen belegt werden.“

Übrigens:

  • Lactobacillus plantarum ist Hauptbestandteil der Bakterienflora des Sauerteiges.
  • Lactobacillus plantarum wird bei der Silierung von Mais als Tierfuttermittel eingesetzt, weil das Bakterium Zucker so effektiv verarbeitet, dass unerwünschte Bakterien sicher abgetötet werden und Silierverluste effektiv reduziert werden.

Lactobacillus plantarum soll Erreger von Infektionen des Urinaltrakts und der Vagina unschädlich machen (einige dieser Keime können Frühgeburten und Infektionen bei Neugeborenen hervorrufen) berichtet die britische Wissenschafts-Zeitschrift “New Scientist” in ihrer neuen Ausgabe (Forscher der schwedischen Universität Umeaa berichten, dass dieses Bakterium besonders gut dafür geeignet ist).

Link: Es bildet außerdem so genannte Plantaricine, die andere Bakterien am Wachstum hindern beziehungsweise abtöten. Diese L. plantarum-eigenen Antibiotika schützen das Milchsäurebakterium vor Nahrungskonkurrenten und uns gleichzeitig vor gefährlichen Krankheitserregern:

Quelle: http://www.vitalstoffmedizin.com/probiotika/lactobacillus-plantarum.html

17 Lactobacillus rhamnosus               

Die Milchsäurebakterien-Art Lactobacillus rhamnosus unterstützt, als natürlicher Bewohner des menschlichen Darmes, die Verdauung von Nahrungsbestandteilen und die Abwehr vor gefährlichen Mikroorganismen. Das Milchsäurebakterium hemmt außerdem im Urogenitalsystem (Harn- und Geschlechtsapparat) das Wachstum von Krankheitserregern und scheint bei Kindern vor Infektionen der Atemwege zu schützen (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11387176). Aufgrund seiner positiven Wirkung, unter anderem bei Durchfallerkrankungen, wird L. rhamnosus häufig als Probiotikum in Arzneistoffen und Lebensmitteln eingesetzt.

Lebensweise von L. rhamnosus

Das Milchsäurebakterium L. rhamnosus kommt zwar in unserem Darm vor, allerdings ist es kein „ständiger Bewohner“ unseres Verdauungstrakts, sondern tritt dort nur vorrübergehend auf. Dies konnte anhand regelmäßiger Stuhlproben von Probanden nachgewiesen werden. (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11375166)

Normalerweise ist Lactobacillus rhamnosus ein ungefährlicher und hilfreicher Bewohner des menschlichen Darmes. Allerdings können Lactobacillus rhamnosus-Stämme in einzelnen Fällen eine Entzündung der Herzinnenhaut (Endokarditis) hervorrufen (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11545575).

Mausmodelle zeigen aber, dass (mögliche) probitoische L. rhamnosus-Stämme selbst unter Laborbedingungen eine wesentlich geringere Infektionsrate aufweisen als bekannte Endokarditis-auslösende Milchsäurebakterien. (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17644707)

Lactobacillus rhamnosus kann auch in sehr saurem Milieu überleben, so dass das Milchsäurebakterium den extremen Bedingungen im Darm standhalten kann. Auch Gallenflüssigkeit schadet dem Bakterium nicht.
(www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21078892).

 L. rhamnosus gilt insgesamt als sehr widerstandsfähig. Darüber hinaus produziert das Bakterium vergleichsweise viel Milchsäure, weshalb es gerne in der Lebensmittelindustrie genutzt wird.

Lebensmittel und Probiotika

Lactobacillus rhamnosus zählt zu den Milchsäurebakterien, die bei der spontanen Säuerung vieler Lebensmittel, etwa Sauerkraut, Joghurt, Kefir oder Sauerteig, eine Rolle spielen.

Sowohl seine besonderen Eigenschaften gegenüber Krankheitserregern als auch die hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Säuren macht Lactobacillus rhamnosus darüber hinaus zu einem beliebten Kulturstamm für probiotische Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente.

Aufgrund der oben bereits beschriebenen selten vorkommenden Infektionen durch Lactobacillus rhamnosus-Stämme, müssen diese in Deutschland  bei der Nutzung für probiotische Lebensmittel immer einer stammspezifischen Identifizierung und Unbedenklichkeitsprüfung unterzogen werden (www.bfr.bund.de/cm/208/gesundheitliche_bewertung_isolierter_bakterienst_mme_als_konzentrierte_probiotische.pdf)

Lactobacillus rhamnosus hilft bei Durchfall und Atemwegserkrankungen

Das Milchsäurebakterium L. rhamnosus kann bei verschiedenen Durchfallerkrankungen hilfreich sein. Die von dem Bakterium produziert Milchsäure hemmt dabei ebenso wie das zellschädigende Stoffwechselprodukt Wasserstoffperoxid das Wachstum anderer Mikroorganismen.

Außerdem ist von L. rhamnosus – ebenso wie von vielen anderen Bakterienarten – bekannt, dass es unterschiedliche Bacteriocine produziert, um Nahrungskonkurrenten an der Vermehrung zu hindern. Auf diese Weise schützt es aber nicht nur sich, sondern ebenso den menschlichen Darm vor gefährlichen Krankheitserregern.

So berichten viele wissenschaftliche Texte von positiven Wirkungen probiotischer Lebensmittel und Medikamente, die lebende L. rhamnosus-Kulturen enthalten, sowohl bei an Diarrhö erkrankten Kindern als auch bei Erwachsenen.  L. rhamnosus senkt beispielsweise die Durchfallerkrankungsrate (häufige Nebenwirkung der Medikamente) bei Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17895895).

Mehrere groß angelegte Studien zeigen, dass Probiotika, die Lactobacillus rhamnosus enthalten, Kinder vor einer Infektion mit Rotaviren schützen können (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17690340).
Diese Viren lösen schwerwiegenden Durchfall aus, der vor allem in ärmeren Ländern, aufgrund der mangelnden medizinischen Versorgung, oft zum Tode führt.

Kinder, die regelmäßig probiotischen Joghurt mit lebenden Lactobacillus rhamnosus GG-Kulturen zu sich nehmen, scheinen nicht nur seltener an Diarrhö zu erkranken, sondern auch weniger Atemwegsinfektionen aufzuweisen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie, die drei Monate lang insgesamt 281 Kinder in Tagesstätten untersuchten (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19896252).

Besondere Beachtung unter Medizinern erlangte der 1983 isolierte Kulturstamm Lactobacillus rhamnosus GG. Schließlich gelang es mithilfe eines probiotischen Joghurts erstmals, Patienten, die von dem gefürchteten Krankenhauskeim VRE (Vancomycinresistente Enterokokken) befallen waren, hiervon zu befreien (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17484706).

Lactobacillus rhamnosus kann bei Kleinkindern vor Hautausschlag und Ekzemen schützen. Bei einer Studie erhielten Säuglinge, die ein erhöhtes Allergierisiko aufwiesen, in ihren ersten Lebensmonaten täglich L. rhamnosus-Kulturen. Auch die Mütter nahmen die Probiotika während der Schwangerschaft und den ersten sechs Monaten des Stillens ein. Es zeigte sich, dass hierdurch das Risiko für die Bildung von Ekzemen bei den Kleinkindern stark gesenkt werden konnte.

L. rhamnosus schützt mit seinen Stoffwechselprodukten das menschliche Urogenitalsystem vor Krankheitserregern. Auch Probiotika mit den Milchsäurebakterien scheinen sich positiv auf den Harn- und Geschlechtsapparat auszuwirken. Zwar sind viele der Untersuchungen an einer recht kleinen Probandengruppe durchgeführt worden, doch zeigt sich hier vor allem bei bakteriellen Entzündungen der Scheide (Vaginosis) durch Lactobacillus rhamnosus eine deutliche Besserung der Symptome (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19567343).

18 Lactobacillus salivarius                  

Prof. Fergus Shanahan von der National University of Ireland Cork teilt im Internet mit:

„Probiotica erleichtern das Leben von Menschen, die an Beschwerden im Magen-Darm-Trakt leiden. Die Wirksamkeit von zwei probiotischen Stämmen wird in einjährigen klinischen Versuchen mit Freiwilligen untersucht, die in Irland, Spanien und Finnland leben und an Beschwerden im Magen-Darm-Trakt leiden. Das Hauptziel dieses von der EU finanzierten Projekts besteht darin, die Wirkungen dieser Probiotica bei der Linderung der Symptome von Magen-Darm-Erkrankungen (IBD) zu evaluieren.

Die probiotischen Stämme, die für die Untersuchung ausgewählt wurden, sind Lactobacillus salivarius UCC118 und Bifidobacterium infantis UCC35624. Die Wahl dieser Stämme basierte auf früheren Untersuchungen. Die Patienten, die an der Untersuchung teilnehmen, bekommen das eine oder andere Probioticum in einem Produkt auf Milchbasis verabreicht, oder sie erhalten ein Placebo-Produkt.

Nach dem Beginn werden an den Patienten Kontrolluntersuchungen vorgenommen, und zwar zunächst nach einem Monat und anschließend jeden dritten Monat, wobei sowohl eine breite Skala an Körperfunktionen gemessen als auch das subjektive Empfinden der Lebensqualität erfragt wird.

Die Wirkung der Behandlung wird anhand einer Befragung beobachtet, in der das Wohlbefinden des Patienten erfragt sowie Fäkalien-, Blut- und Speichelproben untersucht werden.

Die an der Untersuchung teilnehmenden Freiwilligen leiden entweder an der Crohn’s Krankheit oder an Colitis ulcerosa, also an Darmentzündungen (inflammatory bowel diseases = IBD). Es handelt sich um bedeutende Krankheiten mit ständig wiederkehrenden intestinalen Symptomen, die das Leben der Betroffenen erheblich erschweren.

An diesen lebenslangen Beschwerden leiden in den USA und in Europa zwischen 50 000 und 100 000 Menschen, und zur Zeit gibt es noch keine Heilungsmöglichkeit. Manche Wissenschaftler sind der Ansicht, dass bei IDB die Darmentzündung von einer anormalen Reaktion des Immunsystems auf gewisse Bakterien im Verdauungstrakt herrührt. Es könnte daher möglich sein, das mikrobiale Ökosystem im Darm dahingehend zu verändern, dass diese anormale Immunreaktion nicht mehr auftritt.

Weitere Untersuchungen werden sich mit der Rolle befassen, die die im Verdauungstrakt des Menschen lebenden Bakterien für diese Krankheiten spielen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich dadurch neue therapeutische Ansätze auftun werden, um diesen Krankheiten vorzubeugen.

Zur Zeit sind in jedem Land für die Untersuchung die erforderlichen ethischen Genehmigungen eingeholt worden, und in allen beteiligten Forschungszentren hat die Rekrutierung der Patienten und die Kultivierung der Stämme begonnen.“

Weitere Informationen sind erhältlich bei Clinical Sciences Building, Cork University Hospital Cork, Ireland. Tel: +353 21 490 1226; Fax: +353 21 434 5300 eMail: F.Shanahan@ucc.ie

Weitere Informationen über den PROEUHEALTH-Cluster unter http://proeuhealth.vtt.fi  oder per eMail proeuhealth@vtt.fi

19 Lactococcus lactis                

Lactococcus lactis ist eine Bakterienart aus der Ordnung der Milchsäurebakterien (Lactobacillales), die unter anderem im Verdauungstrakt und in der Scheide des Menschen vorkommt. Darüber hinaus finden sich die Mikroorganismen auch im Verdauungstrakt anderer Tiere sowie auf den Oberflächen von Pflanzen.

Wie andere Laktobazillen auch, verwandelt Lactococcus lactis als Stoffwechselreaktion Zucker in Milchsäure um. Mithilfe dieser sogenannten Homofermentation säuert L. lactis die Umgebung an und schützt sich hierdurch vor Nahrungskonkurrenten, die bei den niedrigen pH-Werten nicht überleben können.
Für uns Menschen hat diese Ansäuerung ebenfalls einen positiven Effekt: Denn auf diese Weise verhindert das Milchsäurebakterium, so wie viele andere Mikroorganismen unserer natürlichen Darmflora auch, eine Vermehrung von Krankheitserregern.

Lactococcus lactis stellt außerdem das Peptid Nisin her, dass wie ein Antibiotikum wirkt und hierdurch ebenfalls vor Krankheitskeimen schützt (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21460077).

Nisin aus L. lactis ist als Konservierungsmittel für Lebensmittel, etwa Käse oder Pudding, zugelassen (Zusatzstoff E 234) und wird auch in der Humanmedizin als Arzneistoff zum Abtöten spezifischer Bakterien verwendet.

Doch L. lactis, dessen gesamte Erbgutsequenz bekannt ist, schützt nicht nur direkt unseren Darm vor eindringenden Krankheitskeimen. Darüber hinaus interagiert das Bakterium über einen bisher nicht in allen Einzelheiten verstandenen Signalweg mit den Zellen unseres Immunsystems. (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21134696)

So ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Mikroorganismen unser Immunsystem anregen, eindringende Keime schnell und effizient zu bekämpfen.(www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10967260)

Gleichzeitig scheint Lactococcus lactis vor Allergien zu schützen. (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15481740)

L. lactis gehört zu den am häufigsten anzutreffenden Bakterien der Darmflora von Neugeborenen. (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16145549)

Allerdings ändert sich die Zusammensetzung je nach Ernährungsweise der Kinder recht rasch. Flaschennahrung führt beispielsweise bereits nach kurzer Zeit zu einer Verschiebung der Darmflora mit einem höheren Anteil an Escherichia coli -Zellen und vergleichsweise weniger Laktobazillen.

Normalerweise stellt Lactococcus lactis ausschließlich rechtsdrehende Milchsäure her, die vom menschlichen Körper leicht verwertet werden kann. Nur bei sehr niedrigen pH-Werten produziert das Bakterium auch linksdrehende Milchsäure, die bei gesunden Erwachsenen zwar langsamer, aber ebenfalls völlig problemlos abgebaut wird. (www.springerlink.com/content/1mwgbegph3plrklw)

L. lactis gilt gemeinhin als sehr sicher und wirkt sich selbst bei Säuglingen und Kleinkindern positiv auf die Gesundheit aus. Allerdings wurden einige Fälle beschrieben, in denen es durch L. lactis zu Infektionen bei Menschen oder Tieren kommt. (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2125626)

Bis zum Jahre 1985 wurde Lactococcus lactis als Streptococcus lactis bezeichnet.(www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2504115)

Lactococcus lactis in Lebensmitteln und Medikamenten

Lactococcus lactis zählt zu den wichtigsten Mikroorganismen der Milchindustrie, denn durch die Umwandlung von Zucker in Milchsäure sorgt es für die Gerinnung der Milch. Die Gerinnung wiederum ist Voraussetzung für die Entstehung von Joghurt, Käse und Buttermilch.

In Rohmilch kommt L. lactis natürlicherweise vor. Da das Bakterium außerdem sehr leicht zu kultivieren ist, wird es in der modernen Lebensmittelindustrie gezielt als Starterkultur während der frühen Produktion von unterschiedlichsten Käsesorten eingesetzt (beispielsweise Roquefort, Brie, Camembert, Cheddar und Parmesan).

Aber auch andere fermentierte Lebensmittel, etwa Sojamilch oder Kefir, können mithilfe von L. lactis hergestellt werden. Für die Lebensmittelindustrie sind zwei Untergruppen des Milchsäurebakteriums entscheidend, wobei Lactococcus lactis subsp. lactis für die Produktion von Weichkäse und Lactococcus lactis subsp. cremoris für die Herstellung von Hartkäse genutzt wird.

L. lactis wird aufgrund seiner positiven Eigenschaften auch als Probiotikum eingesetzt. Meist liegen in den probiotischen Lebensmitteln und Medikamenten L. lactis-Stämme in Kombination mit anderen Bakterienarten vor. Da L. lactis natürlicherweise im Darm von Säuglingen in sehr großer Anzahl auftritt, wird es auch als Probiotikum bei Babys und Kleinkindern genutzt. In der Tierzucht wird L. lactis ebenfalls zur Prophylaxe vor Infektionen eingesetzt, vor allem bei Ferkeln.

Wie oben beschrieben, nutzen die Pharma- und die Lebensmittelindustrie das von L. lactis hergestellte Nisin als Antibiotikum beziehungsweise als Konservierungsmittel.

Zurzeit untersuchen Wissenschaftler an Tieren, ob Lactococcus lactis gezielt als Arzneimittel gegen pathogene Bakterien eingesetzt werden kann. Hierzu fügen sie bestimmte Erbgutsequenzen der Krankheitserreger in die DNA von L. lactis ein.

Die Milchsäurebakterien produzieren nun das spezifische Protein der Krankheitskeime, das von den Immunzellen des Wirtes als gefährlicher Fremdkörper erkannt wird. Das Immunsystem beginnt deshalb, die Krankheitskeime gezielt zu bekämpfen.

Erste Ergebnisse zeigen gute Erfolge: (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20532816)

Lactococcus lactis schützt Kleinkinder vor Allergien und Hautekzemen

Während einer randomisierten, placebo-kontrollierten Studie erhielten Schwangere, deren Kinder ein erblich erhöhtes Risiko für allergische Ekzemerkrankungen aufwiesen, ein probiotisches Mittel mit lebenden Bakterienkulturen von Lactococcus lactis, Bifidobacterium bifidum und Bifidobacterium lactis. Nach der Geburt wurde auch den Kindern zwölf Monate lang das Probiotikum verabreicht. Bereits in den ersten drei Lebensmonaten zeigte sich ein deutlicher Unterschied. So litten nur sechs der 50 Kinder (Placebogruppe: 15 von 52) an Ekzemen der Haut.

Dieser positive Effekt hielt sich auch bis zum zweiten Lebensjahr. Besonders auffällig war der hohe Anteil von Lactococcus lactis in der Darmflora der behandelten Kinder. (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19392993)

Die Studie zeigt, dass Lactococcus lactis, in Kombination mit anderen probiotischen Bakterien, die Entwicklung von Allergien im Kindesalter vermindern kann.

Untersuchungen an Kaninchen zeigen außerdem, dass die Gabe probiotischer Lactococcus lactis-Stämme neugeborene Tiere vor der Besiedlung von Krankheitserregern in der Lunge und im Darm schützt. (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18206450)

20 Streptococcus thermophilus                    

Steptokokken sind grampositive Kokken, die sich in gewundenen (streptos) Ketten anordnen. Sie sind anaerob, stabil gegen Kochsalz und in einem pH-Spektrum von 3.0 bis 9.6 überlebensfähig.

Streptococcus thermophilus sind kugelförmige Milchsäurebakterien, die kettenartig aneinandergereiht sind. Sie wachsen unter anaeroben (sauerstofflosen) Bedingungen im gesunden menschlichen Darm. Bereits seit vielen Jahrhunderten dienen sie dem Menschen zur Herstellung von fermentierten Milchprodukten, Käse und Hefeteigen.     

Widerstandsfähig gegen Magensäure und Gallensalze, erreichen sie unbeschadet den Darmtrakt und erhöhen somit die Anzahl der lebenden und positiv wirkenden Bakterien beträchtlich.

Durch Umwandlung von Milchzucker in Milchsäure senken Streptococcus thermophilus den pH-Wert und erzeugen somit ein saures Milieu im Darm. Dies hat zur Folge, daß sich keine krankheitserregenden Mikroorganismen ansiedeln können. Durch Erzeugung von Bacteriocinen wirken sie antibakteriell und sorgen so für eine ausgewogene und gesunde Darmflora, die unerläßlich für die einwandfreie Fnktion des Darmes ist.

Was macht den Joghurt mild?: Streptococcus thermophilus!

Die ‘klassische’ Joghurtkultur mit dem linksdrehenden Lactobacillus bulgaricus wird hier durch die Arbeit des (rechtsdrehenden) Streptococcus thermophilus ersetzt. Er scheidet insbesondere Polysaccharide aus, welche das saure Milieu zurückdrängen – das ist ein sehr erwünschter Effekt, der sich natürlich auch im Darm – ganz ohne Yoghurt – manifestiert. Was für uns Menschen im Darmprozess weiter wichtig ist: Streptococcus thermophilus sekretiert in hohem Maße antibiotische Proteine – die so genannten Bakteriozine – die konkurrierende Mikroorganismen hemmen oder abtöten können.

Text, Recherche und  Zusammenstellung: W. Häge

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