Geist – Bewusstsein – Intelligenz, Intellekt, Intuition

Am Anfang war die Information

„Am Anfang war das Wort“. Diesen Satz aus dem Neuen Testament kennen wir sicher alle. Er bedeutet: Am Anfang war die Information. Eine für mich wichtige Information kann überall um mich sein, aber ich kann sie erst verstehen, wenn ich ein Bewusstsein habe, welches diese Information als solche erkennt und bewerten kann.

Alles was ich erlebe und weiß läuft über mein bewertendes Bewusstsein. Am Beginn jedes Denkens und Handelns steht dieses geistige Prinzip des Erkennens.

Mein Bewusstsein nun wird geführt und gesteuert von einer Instanz, die viel mehr weiß als ich mit meinem kleinen Bewusstseins-Instrument Gehirn. Dieses Gehirn bezieht von dort seine Informationen. Es gibt unzählige Namen für diese Vorinstanz, für dieses Feld des mir vorgelagerten Wissens. Der ultimative religiöse Name ist Gott. Erkennende Wissenschaftler wie Rupert Sheldrake nennen es morphogenetisches Feld.

In diesem Feld ist bereits jede mögliche Information vorhanden. Ich kann sie abrufen. Ich hänge mit meinem ganzen Wesen an diesem Informationsfeld; tragischerweise wie eine Marionette, wenn ich um diese Zusammenhänge nicht weiß.

Seit Urzeiten konnte das Menschen-Bewusstsein mit diesem Feld in Kommunikation treten. Aktuell leben wir jedoch in einer Zeit, in welcher diesem Wissen keine Beachtung mehr geschenkt wird, weil wir in der Regel vollkommen in einer technologischen Oberflächen-Ebene leben.
(Siehe den Vertiefungstext zur 1. Trainingseinheit: „Die Theorie vom morphogenetischen Feld“)

Erkenne ich diese Einengung meines Bewusstseins, kann ich es wieder erweitern, um an verborgene Informationen zu kommen, die für mein Leben außerordentlich nützlich sind. Ich kann diese Informationen für ein bewusstes, gesundes, freudiges Leben verarbeiten. Ich habe Resonanz zur Ur-Information, die für uns Menschen Gesundheit, Hochleistung in Körper und Geist und Glück vorgesehen hat.
 

Vom Gewohnheitsdenken zum Selbst

Als Mensch, der in Gewohnheiten denkt und handelt, werde ich in Denkweisen eingeengt. Wenn ich nicht entschieden gegensteuere, werde ich geradezu „gekäfigt“. Der Mensch, der die materielle Oberfläche des Seins für die alleinige Realität hält, hat keine Chance, dieser Einengung zu entrinnen.

Alles Geistige, alles was ich fühle und erlebe ist eine Konstruktion meines Gehirns. Ich lebe innerhalb einer Materiekonstruktion als Körper mit einem Gehirn, das von einer gewaltigen Intelligenz aufgebaut wurde. In dieses Gehirn kann die Wissenschaft inzwischen „hineingreifen“ und die Funktionen, wie gewünscht, technisch oder biochemisch verändern.

Aber auch ich selbst kann durch meine eigene bewusste mentale Beeinflussung mein Gehirn zu jenen Veränderungen bringen, wie sie von mir gewünscht sind.

Damit ich die Welt in mir neu entdecken und neu ordnen kann, muss ich die bisherige Welt der alltäglichen Gewohnheiten und der Meinungen hinter mir lassen, gemäß dem Satz des französischen Philosophen Renè Descartes (1596-1650): „Um in den Besitz der Wahrheit zu gelangen, muss man einmal im Leben alle Ansichten, die einem beigebracht wurden, aufgeben, und sein Gedanken- und Wissenssystem von Grund auf neu richten“.
(Zitiert nach U. Warnke: „Die Öffnung des 3. Auges“, S. 21)

Tief in meinem Innen ist meine tatsächliche Identität, mein Selbst, wie es der große Psychologe C. G. Jung genannt hat. Dieses mein Selbst hat sich nun für die Alltags- und Handlungswelt mein Ich erdacht und geschaffen. Ich bin mein Selbst und ich habe einen Körper und ich habe ein handelndes Ich.

Mein Selbst ist die Verbindungsstelle vom großen Wissensspeicher, vom allumfassenden Feld hin zu meinem Körper und zu meinem Ich. Das Selbst aktiviert das Bewusstsein, – mein Ich-Bewusstsein –, als Werkzeug zum Handeln. Mein kleines eigenes Bewusstsein ist lediglich ein Filter des großen allumfassenden Bewusstseins.

Der Unterschied zwischen meinem handelnden (äußeren) Ego-Ich und meinem empfindenden (inneren) Selbst ist recht einfach festzustellen. Das Ich ist sozusagen der „geschäftliche“ Teil meines Wesens, das Selbst ist der „private“ Teil meines Wesens.

Wenn ich am Teich sitze, das angenehme leise Gluckern des Wassers höre und voller innerer Freude den kleinen Fischen und den Wasserläufern zuschaue, dann erlebe ich die Äußerungen meines Selbst. Ich erlevbe die Entfaltung meines Daseins; ich habe Kontakt zu mir, wie ich tatsächlich bin.

Wenn ich in Verhandlungen trete, sei es im privaten Beziehungsbereich, sei es an meinem Arbeitsplatz, dann erlebe ich die Äußerungen meines Ich. Hier geht es im weitesten Sinne um meine Selbstbehauptung; ich steuere das Geschehen um mich herum.

Wenn ich mit dem allumfassenden Feld meiner Steuerung besseren Kontakt haben will (weil ich mich und mein Handlungs-Ich besser steuern will), muss ich diesen meinen kleinen Denkfilter durchlässiger machen. Ich gebe ihm die Anweisung, seine enge Begrenztheit aufzugeben. Ich brauche mein Bewusstsein nicht zu erweitern, ich mache es durchlässiger. Ich beseitige die Barrieren, indem ich nicht mehr an irgendwelchen vorgefassten Meinungen oder Glaubensinhalten festhalte. Ich lasse zu, dass ein ständiger Fluss von Neuinformation mein Gehirn erreicht. Ich begrüße die neue Software freudig und füge sie in meinen Gehirn-Verarbeitungsprozess ein.
(Siehe den Vertiefungstext: „Carl Gustav Jung“)
 

Der Geist

Die materielle Welt besteht komplett aus der Urform der Energie, und diese ist der ‚Universelle Geist‘.

  • Der Geist als die Urform der Energie baut die Materie auf und ist „Inhalt“ jeder Materie.
  • Es gibt deshalb keinen Unterschied zwischen Geist und Materie.
  • Der Geist formt die Materie nach seinem Bild.

Der englische Schriftsteller D.H. Lawrence bringt die Aussagen aller alten Weisheitslehren auf den Punkt: „Es gibt keinen Gott, keine Vorstellung eines Gottes. Alles ist Gott.

Der Geist baut sich selbst seine Substanz auf. Indem sie sich zu Materie verdichtet, wird diese Realität. Somit sind Geist und Materie zwei Pole einer Ganzheit.

Dieser Geist ist zweifach wirksam:

  • Von außen – das sind die Kräfte der Natur und des Kosmos.
  • Von innen – das sind wir selbst als die Dirigenten unserer körpereigenen Kräfte.

Da in uns dauernd Wechselwirkungen zwischen Geist und Materie stattfinden, kann ich das, was ich erkenne und verstehe, verändern.

  • Ich kann meine Psyche verändern, wenn ich die Ursache meiner jetzigen Situation erkenne und verstehe.
  • Ich kann meine Körpermaterie verändern, wenn ich die Ursache meiner jetzigen Situation erkenne und verstehe.
  • Ich kann meine Beziehungen verändern, wenn ich die Ursache meiner jetzigen Situation erkenne und verstehe.
  • Ich kann komplett meine Lebensverhältnisse und meine wirtschaftliche Situation verändern, wenn ich die Ursache meiner jetzigen Situation erkenne und verstehe.

Diese Veränderungen geschehen nicht durch Kampf. Nichts muss ich mir erkämpfen! Das Auflösen der alten (kranken) Situation und das Neuerschaffen der kommenden (gesunden) Situation geschehen quasi „von selbst“ durch das tiefe Erkennen und Verstehen in der Realität: Es fügt sich alles neu, ich muss allerdings außer meiner klaren, realen inneren Zielrichtung („Beharrlichkeit“) auch Geduld und Vertrauen mitbringen. Ich muss „geschehen lassen“ können. Etwas geschieht, weil es potentiell schon vorhanden ist.

Ich muss jedoch zwingend die Realität erkennen, wie sie tatsächlich ist. Lebe ich in Illusionen, in Ideologien, in Scheinwirklichkeiten, in religiösen oder wissenschaftlichen Glaubenssystemen, ist alles, was hier gesagt wird, nichtig.

Noch einmal: Der Geist ist das Gestaltungselement meines Lebens. Ein veränderter Geist schafft veränderte Lebensumstände und schafft veränderte materielle Umstände.

Fazit: Ich bin was ich erkenne und verstehe.
Lenken Jammer und geistige Wirrnis meine Gedanken, erkrankt zwangsläufig mein Körper.
Tod ist das Ende der Lenkung der Materie durch den Geist. Verliert die durch Geist durchdrungene Materie diesen ihren Steuerungsinhalt, stirbt sie ab. Viele Menschen sind bereits tot, bevor sie sterben; sie haben ihren lenkenden Geist verloren oder gar nie besessen.
 

Geist und sein Bewusstsein

  • Bewusstsein als Bestandteil des Geistes gehört dem Geistraum* an, dem Energieraum.
  • Bewusstsein ist das kreative, erschaffende Prinzip, welches auf unserem Planeten alles bewegt.
  • Mein Bewusstsein ist eine stetig fließende Energie, die ganz eng mit den Funktionen meines Körpers verbunden ist.

* Zum Geistraum zählt auch mein Speicherbewusstsein, in welchem nicht nur die Erfahrungen dieses Lebens gespeichert sind. Da die in mir gebundenen Elektronen schon in tausenden von Leben vor mir existent waren, bilden sie mein Tiefenbewusstsein. Dieses sich oft in Traumbildern („Archetypen“) öffnende Speicherbewusstsein verbindet mich als Individuum mit allem je Gewesenen.

Mein denkfähiges Großhirn ist das mir zugeordnete individuelle Bewusstsein, das Ziele ansteuert und die Wege dorthin kontrolliert. Durch die Reflexion/Rückkoppelung des Geschehens (Feedback), kann mein Bewusstsein weiter steuernd eingreifen. Die jetzt entstehende Erfahrung zeigt sich als Lernfähigkeit. Die Informationenwerden gespeichert und können ein Leben lang abgerufen werden.

Mein Bewusstsein ist eine Verbindungsstelle des Geistes hin zu der materiellen Realität. Geist verknüpft sich mit Materie und moduliert (durch mein Bewusstsein) ihre Funktion.

Im Bild können wir uns persönliches Bewusstsein vorstellen als ein individuelles Wellenreiten auf dem unendlichen Energiemeer des einen umfassenden Geistes.

Mein Bewusstsein ist sein Zielstrahl, mit welchem die Welt in Bewegung gehalten wird.

Mein Bewusstsein ist der Steuerungsmechanismus meiner Körpermaterie und meiner Lebensverhältnisse (in der Bandbreite aller meiner Möglichkeiten).

Dass dem nicht-bewussten Menschen diese Steuerungsvorgänge unbekannt sind, ist bedeutungslos. Der Realität ist es völlig gleichgültig, ob ich sie als kleiner Mensch anerkenne oder nicht. Sie geht ihren Weg und wehe dem, der sich dagegenstellt.

Hilfreich im Verstehen der Zusammenhänge kann jedoch die Tatsache sein, dass Materie letzten Endes nicht anderes ist als energetische Zustände, die sich stabilisiert haben. Große Denker wie Albert Einstein oder Erwin Schrödinger haben sich mit Analogien versucht wie: Materie ist ‚geknotete‘ Energie, oder: Materie ist ‚gefrorene‘ Energie usw.
(Siehe den Vertiefungstext: „Nobelpreisträger Erwin Schrödinger“)

  • Weiß ich um diesen Mechanismus, dann lebe ich tatsächlich, indem ich in Selbstbestimmung mein Leben gestalte.
  • Weiß ich nicht darum, dann werde ich durch Außensteuerung gelebt. Mein Leben verläuft emotionsgetrieben und fremdbestimmt, mit den dazugehörigen Folgen für Psyche und Körper.

Erkenntnissätze:

  • Die Welt ist nicht etwas, das da wäre und ich könnte darauf zugehen. Die Welt ist das Resultat meiner Erfahrung, meines Denkens, Fühlens und Handelns: Die Welt ist das, was ich glaube, dass es die Welt sei.
  • Buddha sagt: „Die Welt ist das, was mir als Welt in mein Bewusstsein kommt.“
  • Je nach der Nähe meines Geistes zum universellen Geist erlebt mein Bewusstsein eine andere Welt.
  • Es gibt so viele Welten wie es Bewusstseinszustände gibt. Wenn ich meinen Bewusstseinszustand als „wahr“ erlebe, dann gilt es den Satz Buddhas zubedenken: „Von jeder Wahrheit ist ihr Gegenteil auch wahr“.
  • Das Individuum, das seine beschränkte Persönlichkeit zum Mittelpunkt der Welt macht, erkrankt zuerst an seinem Geist, dann an seinem Körper.

Erscheinungen im Geistraum: Intelligenz, Intellekt, Intuition

Die beiden Begriffe „Intelligenz” und „Verstand” oder „Intellekt” benennen nicht das Gleiche und sind nicht das Gleiche.

Intelligenz ist die naturgegebene Fähigkeit etwas wahrzunehmen wie es tatsächlich ist. Es ist etwas Natürliches wie der Atem oder die Sehkraft. Intelligenz ist das innere Wissen eines jeden Lebewesens. Jeder Baum ist intelligent, jedes Tier.

  • Die Erde insgesamt ist Intelligenz. Der Kosmos ist Intelligenz. Für uns Menschen ist Intelligenz die innere Fähigkeit vernetzt zu denken und hinter die Oberfläche, hinter die Erscheinung zu sehen.
  • Intelligenz ist mein Identitätswissen, ist mein mitgebrachtes kosmisches Wissen, ist das Wissen, das sich durch Intuition manifestiert: es kommt ganz tief aus mir selbst und braucht niemanden, aber auch gar niemanden, der es mir beibringt. Das Ergebnis von Intelligenz ist Weisheit.
  • Intelligenz ist Geist. Denkender Verstand ist Gehirn. Ich und mein Gehirn sind zweierlei. Das Gehirn ist der Mechanismus, dessen sich mein Geist bedient.

Allein im Intellekt leben bedeutet, die Realität zu ignorieren (bzw. sie im Namen einer Idee zu manipulieren und die eigene Logik über das tatsächliche Sein zu stellen. Intellektuelles Wissen ist technologisches Wissen und bedeutet Macht über andere. Die angewandte Wissenschaft hat dem Menschen ungeheure Macht gegeben, bis hin zur Macht sich selbst zu zerstören und den Planeten zu zerstören.

Die Logik, auf die sich der Intellekt beruft, ist als wichtiger Teilbereich unseres Seins natürlich notwendig. Sie aber als herrschend zu betrachten, steht auf tönernen Füßen:

  • Die Gesamtheit unserer Neuronen, den Steuerungszellen aller Gehirne und des Rückenmarks, beträgt etwa 200 Milliarden. In alten Lehrbüchern steht noch 100 Milliarden, weil die Lichtleitungs-Zellen um die Neuronen herum (Perineurale Zellen/Astrozyten) als bedeutungslos galten. Daher die irrtümliche Meinung, große Teile der Gehirnkapazität lägen brach.
  • Unser Kopfwissen, mit dem der denkende Verstand ausgerüstet ist, besteht aus etwa 20 Milliarden Nervenzellen. Frauen haben zwar ein messbar geringeres Gesamtgewicht des Gehirns als Männer, jedoch besitzen sie im Großhirn etwa 10-11% mehr Neuronen als Männer. Dank der Neurobiologie wissen wir, dass sie auch im Denken leistungsfähiger sind als Männer.
  • Lediglich 10% unserer Neuronenkapazität wird also für den denkenden Verstand, für das rationale, logische Denken benötigt; 90% benötigt die Körperintelligenz, um sich selbsttätig zu steuern. Der rationale Anteil am Über-Rationalen, am tatsächlichen Sein beträgt 10%.

Allein aus diesen Zahlen heraus erkennen wir die Unsinnigkeit, den Intellekt der Intelligenz gleich zu setzen oder gar diesen Intellekt als Herren meiner selbst zu akzeptieren.
 

Intuition

Wenn sich die Urerfahrungen meiner Elektronen, die schon in tausenden von Lebensformen vor mir waren und die ewiges Leben besitzen (je Körperzelle ca. 100 Milliarden Elektronen) in mein Bewusstsein einklinken, erfahre ich eine Intuition.

Ich weiß plötzlich, ohne einen Vorgang des Nachdenkens, was mit vordem verschlossen war. Der allumfassende Bewusstseins-Speicher hat mir ein Stück seines Wissens, – sozusagen blitzartig -, weitergegeben. Es steht mir nun zur Verfügung.

(Siehe die Vertiefungstexte:
Intuition, die tatsächliche Intelligenz
Geist III – Der Geist, der keiner mehr ist
Eintauchen in Geist III – aus dem Schlaf erwachen“ )

Quellen:
Warnke, Ulrich: „Die Öffnung des 3. Auges“, Scorpio Verlag 2017
Warnke, Ulrich: „Die geheime Macht der Psyche“, Popular Academic, 3. Auflage 2001;
Walter Häge: „Selbstheilung durch mentale Steuerung“, Sudden Inspiration Verlag 2017

Wir danken Herrn Dr. Ulrich Warnke (und seinem Verlag) für die Überlassung seiner Inhalte und empfehlen seine Bücher.

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