Cannabidiol (CBD)

Cannabidiol (CBD) – ein natürliches Heilmittel

Weit umstritten ist in unserer Gesellschaft das Thema zum Cannabidiol (CBD). Während sich viele damit beschäftigt und es als Heilmittel akzeptiert haben, sind umso mehrere Menschen noch skeptisch und blicken mit Vorurteilen auf dieses natürliche Produkt. CBD wird aus der Hanfpflanze gewonnen, wie es auch bei Tetrahydrocannabinol (THC) der Fall ist.

Allerdings unterscheiden sich beide Substanzen in den Pflanzensorten und demzufolge auch in den jeweiligen Wirkungen. Während THC eher einen „high” – einen berauschenden Zustand – hervorruft und somit psychoaktiv wirkt, ist es beim Konsum von CBD gemäßigt. CBD wirkt beruhigend, aber nicht psychotrop.

Die Geschichte der Nutz- und Heilpflanze reicht bis zu 10.000 Jahre zurück. Hanf gilt als eines der ältesten Nutzpflanzen weltweit. Bereits vor 5.000 Jahren stellten die Menschen mit den Fasern der Hanfpflanze verschiedene Textilien her. Zudem eignete sich diese Pflanze bereits vor 2.000 Jahren sehr gut zur Papyrus-Herstellung.

CBD wird aus Hanfsorten gewonnen, die keinen bis einen geringen Anteil THC enthalten, z. B. aus dem Faserhanf, welcher reich an Cannabidiol ist. 

Der menschliche Körper besitzt von Natur aus Cannabinoide, die auch als Endocannabinoide bezeichnet werden. Diese bilden sich im Innen der Körperfettsäuren. Endocannabinoide sind eine Art Neurotransmitter. Allerdings werden diese erst dann synthetisiert, wenn ein Signal ausgelöst wurde, dass der Körper diese akut benötigt. Nach der Freisetzung der Endcannabinoide werden sie durch verschiedene Enzyme u.a. Monoacylglycerinlipase) (MAGL) und Fettsäureamid-Hydrolase (FAAH) abgebaut. Die Produktion der Endocannabinoide beruht darauf, dass der Körper bestimmte Funktionen und auch Muster auszulösen versucht. Chronische Schmerzen, wie z.B. Migräne können auch eine Folge dessen sein, dass der Körper einen mangelnden Cannabinoidspiegel aufweist. Unterstützen kann man die Produktion der Cannabinoide mit der Einnahme von CBD.

CBD kann man auf verschiedenen Wegen zu sich nehmen. Am einfachsten und schnellsten gelangt der Stoff durch die Mundschleimhaut. Hierfür nutzt man das Hanfextrakt-Öl (CBD-Öl). Dieses Öl ist nicht mit dem Hanföl zu verwechseln.

Das Hanföl wird aus den Hanfsamen der Hanfblüte gewonnen. Dagegen ist beim Hanfextrakt-Öl das Basisöl Hanfsamenöl oder Kokosöl. Hierzu wird Hanfextrakt dazu gemischt, wodurch ein Hanfextraktöl in verschiedener Konzentration entsteht. Die Mischung macht die Konzentration. Diese reichen im Normalfall von 3-prozentigem bis hin zu 24-prozentigem CBD-Öl.

Anwendungsgebiete

Die Anwendung von CBD kann in vielen verschiedenen Bereichen erfolgen. Sie reicht von „normalen” Schmerzen bin hin zur Krebstherapie. CBD kann natürlich auch präventiv wirken, um mögliche Erkrankungen vorzubeugen. Die beruhigende Wirkung eignet sich sowohl für nervliche Anspannungen (neuroprotektiv), als auch für jene Menschen, die unter Schlafstörungen leiden. Schlafstörungen bringen als Folge Anspannungen und Stress, die durch das CBD auf natürlicher Weise behandelt werden.

Da das Cannabidiol eine beruhigende Wirkung mit sich bringt, hilft diese auch bei folgenden Krankheiten:

  • Panikattacken
  • Angststörungen
  • Epilepsie
  • ADHS
  • Depressionen
  • Fibromyalgie

Degenerative Krankheiten (Alzheimer. Demenz. Arthrose) können ebenfalls mit Cannabidiol positiv behandelt werden, wobei sie andere Therapien unterstützen. Bei der Rauchentwöhnung sind ebenfalls positive Effekte bekannt, indem CBD inhaliert wurde, statt zu rauchen.

Krebs und CBD

Interessant wird das Ganze in der Krebstherapie. Wir wissen bereits, dass die Schmerzlinderung mit CBD möglich ist. Somit kann man dies insbesondere bei Chemotherapie einsetzen. Die Chemotherapie hat viele Auswirkungen auf den menschlichen Körper, wie generelle Schmerzen, Übelkeit und das im Anschluss erfolgende Erbrechen. Im Text „The Health Effects of Cannabis and Cannabinoids” von den „National Academies of Sciences” wurden die positiven Auswirkungen von CBD bestätigt. Die Cannabinoide wirken in dem Fall quasi als Antiemetikum. 

Zur Krebstherapie mit CBD gibt es positive Studien, bei Gehirntumoren, Brust- und Lungenkrebs.

Quellen dazu: 

Wirkung von Cannabidiol

Ein Teil des Nervensystems, das so genannte Endocannabinoid-System (ECS) beinhaltet alle Rezeptoren, die sowohl von den Endocannabinoiden als auch von den Cannabinoiden besetzt werden können. Somit sind diese beteiligt an den Regulierungen der entsprechenden Abläufen im Organismus. ECS reguliert sowohl die Schmerzen (hier werden die Vanilloidrezeptoren stimuliert), den Schlaf, als auch das Schmerzempfinden.

Der Körper unterscheidet zwischen zwei Arten der Cannabinoiden:

  • Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1)
  • Cannabinoid-Rezeptor 2 (CB2)

Diese Rezeptoren sind in verschiedenen Körperregionen wiederzufinden. Sowohl in der Hirnhemisphäre als auch im Darm findet man den CB1-Rezeptor. Hingegen im Immunsystem und in den Zellen den CB2-Rezeptor. Das Cannabidiol interagiert  als Antagonist mit dem GPR55Rezeptor, der am G-Protein gekoppelt ist. Wichtig ist für den Körper, dass Anandamide vorhanden bleiben und auch nicht abgebaut werden. Dies sind Stoffe, welche einen hohen Anandamidwert im Blut bewirken, sodass die Schmerzen gelindert werden. 

Nebenwirkungen des CBD

Die Nebenwirkungen des Cannabidiol sind gering vorhanden. Jedes Individuum reagiert unterschiedlich auf das Hanfextrakt. Diese individuellen Reaktionen können unter anderem Appetitlosigkeit oder Müdigkeit sein. Es gibt Studien die aufzeigen, dass bis heute keine (gravierenden) Nebenwirkungen trotz hoher Dosierungen vorhanden sind.

Leichte Nebenwirkungen können sein:

  • Schläfrigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • trockener Mund
  • nach der Einnahme schwacher Blutdruckabfall (was bei vielen Menschen wünschenswert ist!)

Die Einnahme von CBD wird schwangeren und stillenden Frauen nicht empfohlen. Da man bis heute keine genauen Nebenwirkungen nachweisen konnte, sollen sie auf die Einnahme verzichten. Dies gilt genauso für Kinder. Auch wenn keine toxischen Nebenwirkungen auf den menschlichen Körper festgestellt wurden, sind Wirkungen sehr individuell. Wenn man bereits Medikamente einnimmt, sollte die Einnahme von Cannabidiol vorher mit dem Arzt abgesprochen werden. Jedes Medikament könnte unterschiedlich darauf reagieren. 

Dosierung

Wie gesagt, können die Reaktionen auf Cananbinoid unterschiedlich ausfallen. Beim Erstkonsum empfiehlt es sich, mit einem 5-prozentigen CBD Gehalt zu beginnen und dies zweimal täglich (morgens und abends). Sollte sich keine Wirkung des Öls aufzeigen, kann man die Dosierung oder die Konzentration des Öls steigern.

Eine kleine Faustformel besagt:

  • Geringe Schmerzen / Beschwerden: 5-prozentiges Hanfextraktöl ausreichend
  • Einschlafstörungen: Die Kombination Hanftee und 5-prozentiges Hanfextraktöl
  • Größere Schmerzen / Beschwerden (Angststörungen, Migräne etc.): Mindestens 8-prozentiges Hanfextraktöl, da hierfür weniger Tropfen ausreichen, um eine (schnelle) Wirkung zu erzielen
  • Starke Schmerzen / Erkrankungen (Fibromyalgie, Krebs): Um die Nebenwirkungen der Therapien zu hemmen, eignet sich hierfür mindestens ein Konzentrationsgehalt von 15%, bis hin zum 30-prozentigem Hanfextraktöl

Tiere und CBD

Tiere besitzen, wie die Menschen auch, ein Endocannabinoid-System in dem CB1 und CB2-Rezeptoren auf das Cannabinoid reagieren. Bei Tieren wirkt sich das CBD auf motorische Fähigkeiten, auf das Lernverhalten, die Gefühle, den Blutdruck und, – wie auch beim Menschen -, auf das Schmerzempfinden aus. Durch das CBD können die Schmerzen ignoriert werden. 

Durch die entzündungshemmende und auch entspannende Wirkung des CBD, wird diese als natürliche Alternative zu Medikamenten verwendet. Hunde die CBD-Öl verabreicht bekommen haben, waren beruhigter und auch entspannter.


Ein Hund bekommt einen Anfall und wird durch die Einnahme des CBD-Öl beruhigt.

Genauso gut eignet sich CBD-Öl bei Katzen zur Schmerzlinderung und zur Appetitanregung. Wichtig ist auch hierbei, dass die Tiere vor dem Konsum des CBD untersucht werden. 

Mögliche Anwendungsbereiche können sein:

  • Chronische Schmerzen, durch die die Aktivität des Tieres eingeschränkt wird
  • Übelkeit 
  • Stärkung des Immunsystems (Magen-Darm-Trakt)
  • Entzündungen und Nervenleiden
  • Beruhigung bei Angstzuständen und Stress
  • Behandlung von Allergien und Asthmaproblemen

Quellenangaben:

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