Mariendistel

„Die Mariendistel wird üblicherweise angewendet, um die Leber zu stärken und zu regenerieren. Sie kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn diese durch Erkrankungen wie Hepatitis B oder C, Zirrhose oder durch Schadstoffe wie Alkohol, Drogen, Medikamente oder giftige Pilze geschädigt ist.“ schreibt Dr. med. André Sommer zur Mariendistel.

Die Heilwirkung der Mariendistel ist bereits seit der Antike bekannt, wurde aber im abendländischen Raum erst im Mittelalter populär. Bekannte Heilkundige wie Hildegard von Bingen hielten die positive Kraft der Distel in alten Schriften fest. Heute gehört die Mariendistel zu den beliebtesten Heilpflanzen in Europa. Sie wirkt entgiftend auf den Körper und wird bei chronisch-entzündlichen Leberkrankheiten sowie gegen Verdauungsbeschwerden eingesetzt.

Mariendistel für die Verdauung

Eine gesunde Leber reinigt den Körper, wandelt Stoffe wie Zucker oder Alkohol in Fette um. Die Entgiftung und Stärkung der Leber durch den Wirkstoff Silymarin unterstützt außerdem die Verdauung.

Die heilsamen Wirkstoffe der Mariendistel sitzen vor allem in den schwarzen Samen, die aus den reifen Früchten geerntet werden. Der hier gewonnene Wirkstoff Silymarin setzt sich aus den Stoffen Silibinin, Isosilibinin, Silychristin und Silydiani zusammen. In der Frucht finden sich zudem fettreiches Öl, Vitamin E, Eiweiß sowie sogenannte Flavonoide.

Silymarin wirkt krampflösend, regt die Gallenproduktion an und schützt die Leber. Silymarin stärkt die äußere Hülle der Zellmembran. So können nicht nur weniger Giftstoffe in die Leberzellen gelangen, auch wichtige Bestandteile der Zellen wie Enzyme gehen nicht unnötig verloren – was bei einer Beschädigung der Zellen der Fall wäre. Sind die Zellen bereits geschädigt, hilft Silymarin dabei, dass diese sich schneller wieder erholen können. Giftstoffe, die die Leberzellen bedrohen, können zum Beispiel Alkohol, Drogen, Medikamente oder Umweltgifte sein.

Flavonoide finden sich meist in hoher Konzentration in den Schalen oder Blättern von Pflanzen. Sie sind nicht nur für die Farbgebung verantwortlich, sondern schützen die Pflanze auch vor schädlichen Umwelteinflüssen. Nach dem Verzehr fördern sie die körpereigenen Abwehrmechanismen des Menschen und wirken beruhigend und entzündungshemmend.

Die in der Frucht der Mariendistel enthaltenden Schleimstoffe helfen zudem dabei, Schmerz zu lindern und die Verdauung anzuregen.

Mariendistel macht glücklich

Mariendistel hat mitunter auch auf die Psyche eine positive Wirkung und kann gegen krankheitsbedingte Depressionen helfen. Denn ein gesunder Körper steigert das allgemeine Wohlbefinden.

Beliebt ist die Kombination verschiedener Wirkstoffe, v.a. mit Artischocke, Löwenzahn & Curcuma. Daraus ergeben sich Synergieeffekte, welche aktuell in der begleitenden Krebstherapie Anwendung finden.

Artischocken (Cynara scolymus) fördern den Leber- und Gallenfluss. Die dadurch erhöhte Menge an Gallensäure wirkt sich dabei auf verschiedene Bereiche positiv aus: Zum einen werden der Cholesterinspiegel und insgesamt die Blutfettwerte gesenkt sowie die Fettverdauung verbessert. Bereits bestehende Cholesterinablagerungen an den Blutgefäßwänden können zudem aufgelöst werden. Zum anderen schützen die Inhaltsstoffe der Artischocken über diverse Mechanismen die Leber und wirken entgiftend. Zusätzlich regen Artischocken die Aktivität der Darmmuskulatur an, was ebenfalls verdauungsfördernd wirkt.

Zusammen üben die Inhaltsstoffe einen sehr positiven Effekt auf die Verdauung und die Leber aus. So sind die Extrakte der Blätter zur Behandlung von sogenannten dyspeptischen Beschwerden (auch Reizmagen genannt) arzneilich anerkannt – vor allem, wenn diese durch Störungen des Leber-Galle-Systems verursacht werden.

Löwenzahn enthält selten vorkommende Bitterstoffe, wie das Eudesmanolid Tetrahydroiridentin B oder das Germacranolid Ainsliosid. Daneben finden sich sogenannte Triterpene in der Pflanze, zum Beispiel die Substanz Taraxasterol, Sterole wie Sitosterol, Flavonoide und Cumarine. Die Wurzel beinhaltet darüber hinaus Schleimstoffe, Zucker und Inulin, sowie den Mineralstoff Kalium.

Die Bitterstoffe bewirken, dass mehr Speichel und Magensäure ausgeschüttet werden. Gleichzeitig fördern sie die Freisetzung von Verdauungshormonen und -enzymen und kurbeln die Gallentätigkeit an. Durch diese Effekte regt Löwenzahn den Appetit an und bringt die Verdauung auf Trab. Auch wenn sich nach einer fettreichen Mahlzeit der Bauch bläht und sich ein unangenehmes Völlegefühl einstellt, kann die Heilpflanze helfen. Weitere Inhaltsstoffe des Gewächses wie Flavonoide und reichlich Kalium können leicht wassertreibend wirken. Mithin kommt Löwenzahn häufig in sogenannten Blutreinungs- und Entschlackungstees vor.

Über Curcuma, den javanischen Gelbwurz, sind in den medizinischen Datenbanken über 4000 Studien veröffentlicht. Curcuma ist zur Zeit gegen Krebs die genauesten und umfangreichste wissenschaftlich dokumentierte biologische Waffe: Curcuma hemmt alle inneren und äußeren Signal- und Stimulationswege von Krebszellen.

Curcuma   

  • aktiviert in hohem Maße die mitochondriale Zellatmung.  
  • stimuliert in hohem Maße das Immunsystem.   
  • reduziert Entzündungsprozesse, löst innere Entzündungsherde auf. Es wirkt deshalb antientzündlich und antioxydativ.  
  • verbessert die äußere Wundheilung.   
  • wirkt gegen pathologische Mikroben.   
  • hat antivirale und antimykotische Wirkung.
  • stoppt den vermehrten Zellteilungszyklus.

Dosierung, Einnahme und Einnahmeempfehlung

In der Regel werden auf dem Markt Kombipräparate in Kapselform angeboten. Die Einnahme sollte möglichst auf nüchternen Magen erfolgen. Ein Tagesbedarf von 2-3 Kapseln hat sich in normalen Fällen als ausreichend herausgestellt, bei chronischen Beschwerden kann die Dosis erhöht werden. Immer bei guter Selbstbeobachtung. 

Quellen:
www.cara.care/de/behandlung/alternativ/mariendistel/
www.cara.care/de/behandlung/alternativ/mariendistel-wirkung/
www.netdoktor.de/heilpflanzen/artischocken/
www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/loewenzahn
www.selbstheilung-online.com/wirkstoff/curcuma


Schützt nicht nur Ihre Leber – die herausragenden Eigenschaften der Heilpflanze

Die Mariendistel wird zur Behandlung von Lebererkrankungen und zur Verringerung von Leberschäden eingesetzt, welche durch eine Reihe Medikamente und Umweltgifte verursacht werden.

Auf einen Blick

  1. Die Mariendistel enthält das Flavonoid Silymarin, welches die Leber schützt und antioxidative, antivirale sowie entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.
  2. Durch die Einnahme von Silymarin können Lebererkrankungen geheilt und Leberschäden reduziert werden, die durch eine Reihe von Medikamenten und Umweltgifte verursacht werden.
  3. Die Mariendistel zeigt auch potenzielle Vorteile bei der Bekämpfung von Krebs sowie Diabetes und unterstützt die Gesundheit von Nieren, Gehirn und Herz.

Eigenschaften der Mariendistel

Mariendistel ist eine Heilpflanze, die seit Tausenden von Jahren zur Unterstützung der Gesundheit von Leber, Nieren und Gallenblase verwendet wird.(1) Sie enthält das Flavonoid »Silymarin«, von dem man annimmt, dass es für viele positiven Wirkungen der Pflanze verantwortlich ist, darunter auch der Leberschutz und die antioxidativen, antiviralen und entzündungshemmenden Eigenschaften.

Die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatete Pflanze, die heute in der ganzen Welt vorkommt, wird trotz ihres therapeutischen Potenzials in einigen Gebieten als Unkraut betrachtet. Wenn die Blätter zerdrückt werden, setzt es einen milchigen Saft frei, was diesem Kraut seinen charakteristischen Namen gibt (im Englischen Milk Thistle, wörtlich »Milchdistel«).(2)

Silymarin, der aktive Bestandteil der Pflanze, steht eigentlich für eine Gruppe von Verbindungen (Silibinin, Silidianin und Silichristin), die zusammenwirken, um vielfältige gesundheitliche Vorteile zu erzielen.

Die Samen der Mariendistel

Leberschutz und -regeneration mit Silymarin

Wie schützt Silymarin Ihre Leber? Zunächst einmal ist es ein Antifibrotikum, das heißt, es hilft die Gewebenarbenbildung zu verhindern, und es wird vermutet, dass es als »Toxinblockademittel« wirkt, indem es die Bindung von Giftstoffen an Rezeptoren der Leberzellmembran hemmt.(3)

Silymarin wird nicht nur zur Behandlung von durch Alkohol und Toxin induzierten Lebererkrankungen sowie akuter und chronischer viraler Hepatitis eingesetzt. In Tierversuchen zeigte sich auch, dass diese wirkungsvolle Verbindung eine Reihe von Leberschäden reduziert, die durch Medikamente und Umweltgifte verursacht werden, darunter:(4)

  • Amanita phalloides (der giftige Knollenblätterpilz)
  • Acetaminophen (Paracetamol)
  • Phenylhydrazin (eine giftige Flüssigkeit)
  • Strahlung
  • Überfrachtung mit Eisen
  • Tetrachlorkohlenstoff (eine wahrscheinlich krebserregende, in Baustoffen und Reinigungsmitteln vorkommende Substanz)
  • Alkohol
  • Psychopharmaka
  • Chemotherapie

Mariendistel als Entzündungshemmer

Die entzündungshemmende Wirkung der Mariendistel gehört zu ihren größten Errungenschaften, und jüngste Forschungen deuten darauf hin, dass dies zum Teil durch einen Zwei-Phasen-Prozess erreicht wird, ähnlich wie bei anderen heilsamen Naturstoffen wie Curcumin (in Kurkuma enthalten) und EGCG (Epigallocatechingallat, ein Bestandteil von grünem Tee).(5)

Wie die Studie zeigte, ist in der ersten Phase die zelluläre Antwort auf Silymarin eine rasche Zunahme der Expression von Genen in den Zellen, die mit zellulärem Stress verbunden sind, vor allem mit dem Stress des endoplasmatischen Retikulums (ER). In schweren Fällen kann solcher Stress zum Zelltod führen, was in einigen Fällen (zum Beispiel bei Krebs) vorteilhaft sein kann.

Die zweite Phase beinhaltet eine längere Unterdrückung der Genexpression in Verbindung mit Entzündungen.

Zusammen mit der Hemmung der Entzündungssignalwege bewirkt Silymarin auch Folgendes:(6)

Stimuliert die AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK)

AMPK ist ein Enzym in den Zellen Ihres Körpers. Es wird manchmal auch als »metabolischer Hauptschalter« bezeichnet, weil es eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Stoffwechsels spielt.(7) Dem Natural Medicine Journal zufolge(8) »löst AMPK eine Kaskade von Ereignissen innerhalb der Zellen aus, die alle an der Aufrechterhaltung der Energiehomöostase beteiligt sind … AMPK reguliert ferner eine Reihe von biologischen Aktivitäten, die Lipid-, Glukose- und Energie-Ungleichgewichte normalisieren. Das Metabolische Syndrom (MetS) tritt auf, wenn diese AMPK-regulierten Bahnen ausgeschaltet werden und ein Syndrom auslösen, zu dem Hyperglykämie, Diabetes, Lipidanomalien und Energieungleichgewichte gehören.«

Mariendistel regeneriert von Alkohol indizierte Schäden der Leber und ist daher das ideale Heilkraut nach überstandener Alkoholkrankheit

»… AMPK hilft, die Reaktion auf diese Stressoren zu koordinieren, indem es die Energie in Richtung zelluläre Reparatur, Instandhaltung oder eine Rückkehr zur Homöostase und verbesserte Überlebenschancen verschiebt. Die Hormone Leptin und Adiponectin aktivieren AMPK. Mit anderen Worten, die Stimulierung von AMPK kann die gleichen Vorteile wie Sport, Diäten und Gewichtsabnahme bringen – also die Lebensstilveränderungen, die als vorteilhaft gegen eine Reihe von Krankheiten angesehen werden.«

Hemmt den Rapamycin (mTOR)-Zielort bei Säugetieren

Dies ist ähnlich vorteilhaft, denn wenn der mTOR-Signalweg aktiviert wird, kann das Ihr Krebsrisiko erhöhen. Dieser Signalweg ist zwar alt, wird aber erst seit kurzem beachtet und ist seit weniger als 20 Jahren bekannt.

Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass Ihr Arzt dies an der medizinischen Fakultät nie gelernt hat und sich dessen nicht einmal bewusst ist. Viele neue Krebsmedikamente sind darauf ausgerichtet, diesen Pfad zu nutzen. Sie wurden auch Tieren verabreicht, deren Lebensspanne sich dadurch radikal verlängerte.

Mariendistel im Einsatz gegen Krebs

Es wäre schade, die Mariendistel nur als eine Heilpflanze für die Lebergesundheit zu betrachten, da sie so viele weitere Vorteile hat. Dazu zählen potenzielle krebsbekämpfende Wirkungen.(9) Das American Botanical Council (ABC) berichtet:(10)

»Eine Reihe von Studien, sowohl in vitro als auch in vivo, deuten darauf hin, dass Mariendistel potenziell vorteilhaft bei der Behandlung oder Vorbeugung verschiedener Krebsarten ist: Hemmung der Prostatakrebszellen und Steigerung der Apoptose (programmierter Zelltod) in ihnen; Hemmung des Wachstums und Stimulierung der Rückbildung von Hauttumoren bei topischer Anwendung.«

»Silybin könnte bei hormonresistentem menschlichem Prostatakrebs nützlich sein und die Wirksamkeit einer auf dem Tumornekrosefaktor-α (TNF-α) basierten Chemotherapie verbessern.

Tatsächlich ist seine leberschützende Wirkung bei Chemo- und Strahlentherapien für Krebspatienten möglicherweise ebenso wertvoll wie die antineoplastische Wirkung der Mariendistel, vor allem bei arzneimittelresistenten Krebsarten.«

»… Patienten mit metastasierenden Hirntumoren, die vor der Bestrahlung mit Mariendistel und Omega-3-Fettsäuren behandelt wurden, hatten bessere Überlebenszeiten und weniger Nebenwirkungen. Die Autoren empfehlen auf der Grundlage einer Reihe pharmakologischer Studien topisches Silymarin als eine vorteilhafte Ergänzung zu Sonnenschutzmitteln zum Schutz vor UVB-induzierten Hautkrebsarten.«

»Sie raten Ärzten, standardisierte Mariendistelprodukte in die Krebstherapie mit einzubeziehen, vor allem dann, wenn es durch die allopathische Behandlung zu Schäden oder potenziellen Schäden an Leber oder Nieren kommt.«

Vier weitere potenzielle gesundheitliche Vorteile der Mariendistel

Abgesehen von der Förderung Lebergesundheit und dem Schutz vor Krebs ist die Mariendistel auch vielversprechend für:(11)

»… Hemmung der Induktion von Plattenepithelkarzinomen der Zunge; Verringerung der Inzidenz von Blasenneoplasmen; Hemmung des Wachstums und der DNA-Synthese in Brust- und Gebärmutterhalskrebszellen; Verringerung der Häufigkeit von medikamenteninduzierten Kolon-Adenokarzinomen und Hemmung der Ausbreitung von Leukämiezellen.«

Mariendistel schützt die Leber und hilft die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie zu reduzieren

1. Nierengesundheit

Es wurde gesagt, dass die Wirkungen der Mariendistel auf Ihre Nieren »genau die Wirkungen der Pflanze auf die Leber widerspiegeln«. Sie ist vielversprechend für die Stimulierung der Zellregeneration in den Nieren und könnte sich sogar bei Dialysepatienten als nützlich erweisen.

2. Herzgesundheit

Die Mariendistel scheint den Spiegel des günstigen HDL-Cholesterins zu erhöhen und das Risiko von Atherosklerose zu reduzieren. Silymarin kann auch zur Senkung des Blutdrucks beitragen.

3. Diabetes

Bei Menschen mit Diabetes haben diejenigen, die 4 Monate lang Silymarin eingenommen haben, im Vergleich zu denjenigen, die ein Placebo bekamen, Verbesserungen ihres glykämischen Profils erfahren, einschließlich einer signifikanten Abnahme des glykosylierten Hämoglobins (HbA1c – ein Maß für den durchschnittlichen Blutzucker während der letzten 3 Monate), eines niedrigeren Nüchternblutzuckers, einer Senkung des Gesamtcholesterins sowie des LDL-Cholesterins und der Triglyzeride.(12) Mariendistel kann bei Menschen mit Diabetes auch die Blutzuckereinstellung optimieren.(13)

4. Hirngesundheit

Mariendistel scheint neuroprotektive Eigenschaften zu haben, und erste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sie bei Multipler Sklerose und der Parkinsonkrankheit vorteilhaft sein könnte. Wie Tierstudien nahelegen, könnte Silymarin die Bildung des Amyloid-beta-Proteins (ein toxisches Protein, das mit der Alzheimerkrankheit in Verbindung gebracht wird) unterdrücken und dadurch dazu beitragen, das Risiko für die Alzheimerkrankheit zu verringern.(14)

Nebenwirkungen

Die Mariendistel scheint bei den meisten Menschen sicher und gut verträglich zu sein und weist nur wenige Nebenwirkungen auf. ABC berichtet:(15)

»Im Allgemeinen wurde Mariendistel als eine sichere und gut verträgliche Heilpflanze mit einem begrenzten Nebenwirkungsprofil ähnlich einem Placebo anerkannt. Obwohl in gesunden Populationen keine Kurzzeitstudien mit hoher Silymarin-Einnahme durchgeführt wurden, scheint es klar, dass die Mariendistel unter den eingeschränkten Bedingungen der verfügbaren Studien ziemlich sicher zu sein scheint … eine orale Form, standardisiert auf einen Gehalt von 70 bis 80 Prozent Silymarin, die in einer Dosierung von 420 Milligramm täglich verabreicht wurde, war bis zu 41 Monate lang sicher, und es wurden keine signifikanten Arzneimittelreaktionen festgestellt.«

»Die Mehrzahl der gemeldeten unerwünschten Effekte steht in keinem Zusammenhang mit dem Produkt oder lässt sich nur schwer von der Begleiterkrankung trennen. Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der oralen Einnahme von Mariendistel sind selten und umfassen Magen-Darm-Probleme … Bei Dosen von mehr als 1,5 Gramm pro Tag ist eine abführende Wirkung aufgrund einer erhöhten Gallensekretion und eines erhöhten Gallenflusses möglich. Es wurden auch leichte, nicht schwerwiegende allergische Reaktionen festgestellt.«

Rezepte: So bauen Sie die Mariendistel in Ihre Ernährung ein

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Mariendistel in Ihre Ernährung einzubauen. Die pulverisierten Samen können über Salate gestreut oder Smoothies und Gemüsesäften zugefügt werden.

Sie können auch die Stängel, Blüten, Blätter und Wurzeln zu Salaten, rohen Gerichten und anderen gekochten Mahlzeiten geben.(16) Mariendistel lässt sich auch zu Tee verarbeiten. Einige Naturkostläden verkaufen verzehrfertigen Mariendisteltee, doch vielleicht möchten Sie aus den Samen Ihren eigenen Tee zubereiten:

Mariendisteltee

Zutaten:

Getrocknete Mariendistel-Samen und -Blätter
Heißes Wasser
Bio-Honig (nach Geschmack)

Zubereitung:

Die Samen und Blätter zerdrücken und in einen Teebeutel geben. Lassen Sie den Beutel 5 Minuten lang in heißem Wasser ziehen. Geben Sie bei Bedarf einen Teelöffel Honig hinzu.

Mariendistelöl

Zusätzlich zu oralen Mariendistelsupplementen können Sie die Mariendistel auch in Form von ätherischen Ölen kaufen. Aus den reifen Samen extrahiert, ist Mariendistelöl reich an Sterolen, essenziellen Fettsäuren, Antioxidantien und Vitamin E, was ihm nahrhafte und hautschützende Eigenschaften verleiht.(17) Es kann sogar helfen, Hautprobleme wie Akne, Ekzeme(18) und Rosazea zu lindern.(19)

Mariendistelöl wird auch häufig Kosmetika zugesetzt. Hier ist eine Möglichkeit, Mariendistelöl für Ihr Haar zu verwenden, entsprechend der Angaben des Blogs Naturally Curly: Massieren Sie das verdünnte Öl (fügen Sie einen Tropfen Mariendistelöl zu 10 Tropfen Ihres bevorzugten Trägeröls hinzu) 10 Minuten vor dem Bad in Ihre Kopfhaut ein, spülen Sie Ihr Haar dann aus und stylen es wie gewohnt.(20)

Dieser Artikel erschien erstmals am 14. September 2015 auf Mercola.com.

Autor: Dr. Joseph Mercola
Quelle: www.naturstoff-medizin.de
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Die Mariendistel (Silybum marianum)

Die Pflanze

Die Mariendistel ist eine ein- bis zweijährige Pflanze mit einer großen kronenförmigen, purpurfarbenen Blüte, deren Grundblätter typisch weiß marmoriert und am Rand mit gelblich-weißen, bis 8 mm langen Dornen bewehrt sind. Ihre imposante Erscheinung ist eine Zierde für jeden Garten.

Der Name der Mariendistel entstammt einer alten Legende, nach der die weißen Streifen auf ihren Blättern von der Milch der Jungfrau Maria stammen.

Die Wirkung

Verwendung finden die glänzenden Samen der “schönsten und größten“ Distel, die sogenannten Mariendistelfrüchte. Ihre Wirkstoffe trägt sie in der Eiweißschicht unter der Schale. Dazu zählen das arzneilich verwendete Silymarin, aber auch andere Flavonolignane, Bitterstoffe, biogene Amine, Gerbstoffe, Farbstoffe, in geringem Anteil auch ätherische Öle, unbekannte scharfe Substanzen und Harze.

Laut dem medizinischen Fachmagazin Phytochemical Research ist die Mariendistel das am besten erforschte Heilkraut zur Behandlung von Lebererkrankungen. Das Silymarin (= Antioxidans) schützt die Leberzellen, indem es die Zellmembran so verändert, dass Zellgifte nicht in die Zelle gelangen können.

Durch die Steigerung der Eiweißsynthese wird die Regeneration der Leber gefördert. Aus diesem Grund wird die Mariendistel in der modernen Heilkunde bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen (z.B. Fettleber) eingesetzt. Ebenso wird sie zur Behandlung toxischer Leberschäden, z.B. durch Alkohol und sogar Knollenblätterpilzvergiftungen verwendet.

Ferner regen Mariendistelfrüchte den Leberstoffwechsel an und verbessern damit die Fettverdauung, sie sind hilfreich bei
Darmbeschwerden und haben eine ausgeprägte entkrampfende Wirkung auf das vegetative Nervensystem.

Quick Facts

  • Fördert die Regeneration der Leber
  • Regt den Stoffwechsel an
  • Hilfreich bei Darmbeschwerden
  • Entkrampfende Wirkung

Quelle:
12 Bitterkräuter & ihre Wirkung” von den Apothekern Marie & Michael Greiff

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