Hyaluronsäure

Die Hyaluronsäure ist ein Polysaccharid, ein Vielfach-Zucker. Der langkettige Vielfach-Zucker hat insbesondere eine strukturgebende Eigenschaft, was ihn so interessant macht.

Das Polysaccharid wird in der Plasmamembran der Zelle synthetisiert und findet sich in fast allen Geweben und Organen von Wirbeltieren. Die größte Konzentration befindet sich jedoch im Bindegewebe.

Hyaluronsäure-Mangel

Der menschliche Körper ist in der Lage, selbst Hyaluronsäure zu produzieren. Doch diese Fähigkeit nimmt mit zunehmendem Alter stetig ab. Mit etwa 40 Jahren kann der Körper nur noch 40 % synthetisieren. Im Alter von 60 Jahren beträgt die Produktionsrate nur noch etwa 10 % der ursprünglichen Menge.

Wie bereits beschrieben, ist Hyaluronsäure in vielen Organen des menschlichen Körpers enthalten und übernimmt dabei verschiedene teilweise lebenswichtige Funktionen. Daher kann ein Hyaluronsäure-Mangel sehr unterschiedliche Symptome zur Folge haben:

  • trockene und gereizte Augen
  • verminderte Sehkraft
  • dünne und trockene Haut
  • trockene Schleimhäute
  • verminderte Wundheilung
  • vermehrte Faltenausprägung
  • schlaffes Bindegewebe
  • Gelenkschmerzen
  • eingeschränkte Beweglichkeit

Hyaluronsäure, Wirkung und Funktion

Eine besondere Eigenschaft der Hyaluronsäure ist die hohe Bindefähigkeit von Wasser. Denn die chemische Verbindung ist hydrophil, negativ geladen und kann durch die lange Polymerkette große Mengen Wasser aufnehmen.

Hyaluronsäure kann durch Hydratisierung eine Vernetzung herstellen und dabei einen 10.000mal größeren Raum einnehmen als das einzelne Molekül selbst. Bereits bei niedrigen Konzentrationen bildet sich ein Gel mit einer großen Viskosität, das durch seine Stabilität eine enorme Elastizität hat.

Dadurch erklärt sich die puffernde und gelenkschonende Eigenschaft zum Beispiel bei Bewegungsabläufen an besonders stoßempfindlichen, stark beanspruchten Gelenken wie zum Beispiel den Kniegelenken. Es bildet dort die Basis für die Struktur der Gelenkschmiere.

Bei Arthrose fehlt Hyaluronsäure 

Die wohl bekannteste und bestuntersuchte Anwendung für Hyaluronsäure ist die bei Gonarthrose (Kniearthrose). Bei degenerativen Gelenkerkrankungen in Folge von Verschleiß kommt es durch zunehmenden Verlust der Gelenkschmiere zu einer starken Abnutzung des Gelenkknorpels.

Anwendung am Auge (Augenkrankheiten)

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Tränenflüssigkeit und erhöht deren Viskosität. Ein zu schnelles Abfließen durch den Tränenkanal wird verhindert. Hyaluronsäure verbessert die Gleitfähigkeit der Lider.

Wundbehandlung

Ein Mangel an Hyaluronsäure verhindert die Wiederherstellung des Bindegewebes. Bei Wunden und Geschwüren hilft lokal angewendete Hyaluronsäure zum Beispiel in Wundauflagen die Verheilung zu beschleunigen.

Kosmetik

Aufgrund seiner Eigenschaften Wasser zu binden und das Bindegewebe zu regenerieren, liegt der Schluss nahe, dass man Hyaluronsäure auch kosmetisch einsetzen kann. Der Wasserverlust der Haut soll verhindert werden und die Faltenbildung reduziert werden.

Krebs

Für einige Krebsformen zählt die Konzentration von Hyaluronsäure als Tumormarker und sagt etwas über die Schwere und Prognose der Krebserkrankung aus. Prostatakrebs und Brustkrebs zum Beispiel zählen zu diesen Erkrankungen.

Entzündungen

Bei einer Wunde wird relativ schnell eine große Menge an Hyaluronsäure synthetisiert. Die hohen Konzentrationen wiederum fördern eine frühe Entzündung, die wiederum wichtig ist für den späteren Heilungsprozess.

Hyaluronsäure Dosierung und Konzentration

Die molekulare Größe spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie gut die Hyaluronsäure vom Körper aufgenommen wird. Niedermolekulare Hyaluronsäure ist aufgrund der geringen Größe mobiler und dringt leichter in die Zellen ein. Neben der molekularen Größe spielt auch die Konzentration eine entscheidende Rolle.

Wir empfehlen eine Tagesdosis von mind. 200mg und achten Sie auf die Molekülmasse, diese sollte ca. 500-700 kDa (Kilodalten) betragen um besonders gut verwertbar zu sein.

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