Bambus

botanisch: Bambusa vulgaris

Immer mehr Menschen leiden unter Beschwerden des Bewegungsapparates, der Wirbelsäule oder der Gelenke. Auf der Suche nach pflanzlichen Heilmitteln für diese Probleme ist neuerdings eine Pflanze aus Ostasien populär geworden, der Bambus.

Der Bambus zählt botanisch gesehen zu den Gräsern, er ist also verwandt mit Mais oder Weizen ebenso wie mit den Gräsern in der Wiese. Die Bambusfamilie ist äußerst variantenreich, es gibt Arten, die nur wenige Zentimeter hoch werden, andere dagegen können bis zu 10 m hoch werden.

Bemerkenswerte Lebenskraft

Bambus ist ein Symbol für Elastizität, Überlebensfähigkeit, Stärke und Ausdauer. Im Winter neigt er sich unter der Last des Schnees bogenförmig bis zum Boden und er biegt sich im Sturm, doch er bricht nicht. Im Frühling, wenn die Pflanze zu sprießen beginnt, schießen die Triebe mit atemberaubender Geschwindigkeit aus der Erde, pro Tag bis zu 30 cm. Neben Ginkgo überlebte der Bambus die Atombombe von Hiroshima und trieb im nächsten Jahr wieder aus. Er ist hart wie ein Stein, zäh wie Stahl und doch so leicht wie eine Feder. Beim Trocknen verliert das Rohr 40 bis 70% seines Gewichtes und eignet sich als Baumaterial mit hoher Biegefestigkeit. Deshalb wird er in China in vielfältiger Weise, vor allem aber als Baumaterial verwendet. Auch die Tierwelt schätzt den Bambus – der Panda, der in den Wäldern Westchinas lebt, ernährt sich fast ausschließlich von seinen Blättern und Sprossen.

Heilsamer Bambus

Vom Bambus kann man fast alles verwenden. Große Bedeutung als hochwertiges Nahrungsmittel haben die Bambussprossen (die Schösslinge das Rohrs), die reich an Kieselsäure sind und somit von großem Wert für das Stütz- und Bindegewebe des Menschen sind. Sie sind beliebt als Gemüse oder in Essig eingelegt. Sie müssen aber gekocht werden, da sie etwas Blausäure enthalten.

Die Bambusblätter enthalten bis zu 200 Wirkstoffe. Sie liefern einen wohlschmeckenden, leicht süßlichen Tee. Da sie auch viele antioxidative Flavonoide enthalten, denen man eine „faltenmindernde“ Wirkung zuschreibt, werden sie gerne als Anti- Aging- Kosmetika verkauft. In der TCM werden Dekokte der Blätter auf Grund ihrer kühlenden Wirkung bei Fieber eingesetzt und im Ayurveda zur Blutstillung, bei Asthma und bei Lepra.

Im Inneren der Halme finden sich vor allem an den Knoten Kieselsäureabsonderungen, Bambuskiesel, Bambuskampfer oder Tarachir genannt. Es sind erbsengroße gelbliche Ablagerungen, die aus dem gespaltenen Halm gekratzt werden. Sie werden in der TCM bei Nervosität, Fieber, Bronchitis und sämtlichen Formen von Husten eingesetzt. Auch bei Spasmen und Krampfneigungen sollen sie helfen und sogar eine aphrodisierende Wirkung haben.

Bambusstreifen (Abschälungen des Rohres) helfen als Dekokt bei Magenproblemen und die Bambussplitter wurden als Vorläufer der Akupunkturnadeln genutzt.

Bambus als Heilmittel

Der Bambus ist eine der kieselsäurereichsten Pflanzen, er enthält bis zu 77% Kieselsäure vor allem an den Knoten. Auf Grund dieses Inhaltsstoffes kann man dem Bambus folgende Wirkungen zuschreiben: granulationsfördernd, stabilisierend auf Knochen und Gelenke, Bandscheiben und Wirbelsäule, kräftigend auf den Stützapparat, Bindegewebe stärkend, fördert die Elastizität der Haut, aufbauend, stärkend und vitalisierend.

Bambussprossen besitzen einen sehr hohen Gehalt an Silizium (Kieselsäure). Sie sind daher ein ideales Futter für all jene, die gerne ihr Bindegewebe stärken und ihre Zellulite verringern möchten. Silizium kräftigt jedoch außerdem auch Zähne, Knochen, Nägel, Haut und Haare.

Bambusextrakte regen die Kollagensynthese im Knochen- und Bindegewebe an und fördern dadurch bei Gelenkserkrankungen die Wiederherstellung des zerstörten Knorpels. Dadurch wird die Beweglichkeit und Elastizität des ganzen Bewegungsapparates verbessert. Leider gibt es noch zu wenige westliche wissenschaftliche Untersuchungen. Neben der chinesischen Medizin hat sich vor allem die Anthroposophische Medizin mit der Wirkung des Bambus auseinandergesetzt, für sie gilt er als Basisheilmittel für Wirbelsäulenbeschwerden. Auch in naturheilkundlich arbeitenden Medizinerkreisen wird dem Bambus eine bemerkenswerte Wirkung zugesprochen.

Als Indikationen zum Einsatz von Bambus kann man nennen: Bandscheibenschäden, Arthritis und Arthrosen, Osteoporose, Muskelrheuma, auch Ischias und Lumbago (Schmerzzustände an der Lendenwirbelsäule).


Unsere Buchempfehlung:

Naturerzeugnis Bambussalz: Ein uraltes Heilmittel neu entdeckt
Autoren: Youngsuk Huh, Felicitas Kermarrec

Aus Korea, dem „Land der Morgenstille“ kommt ein ganz besonderes Naturheilmittel, das Bambussalz. Wie in Europa auch, kommen viele Erkenntnisse und Erfahrungen aus den Klöstern. Denken wir nur an die Heilige Hildegard von Bingen.

In den buddhistischen Klöstern war das Essen nur in eng begrenzten Möglichkeiten zugelassen. Die Abwechslung im Speiseplan wurde durch die Bereitstellung bester Salze erreicht. So konnte man die Erfahrung machen, dass Salz nicht nur die Speisen wohlschmeckender macht, sondern auch der Gesundheit des Menschen dient. Diese Erfahrungen können wir mit dem Bambussalz nutzen.


Silicium – wie ein Baum im Sturm

Im Grunde wissen wir wenig über Silicium, obwohl es jedem bekannt ist. Über 80 % der Erdkruste besteht aus Siliciumverbindungen. Die Erdkruste, alle Böden, Sand, Felsen, Steine bekommen ihren Halt durch Silicium. Silicium ist ein anorganisches Mineral, das auch in unserem Organismus diese wichtige Rolle spielt.  Knochen, Haut, Haare, ja sogar die Zelle werden gestützt durch Silicium.

Silicium spielt eine Sonderrolle in unserem Körper

Noch immer ist man sich uneinig, ob Silicium denn nun ein Spurenelement oder ein Mineral sei, und so genießt es noch immer eine Sonderrolle in unserem Körper. Es ist das verbindende Element, das sozusagen alles beisammenhält. Silicium ist ein großartiger Wasserspeicher, und ist eng verbunden mit Hyaluron und Kollagen. Daher ist es von enormer Wichtigkeit. Leider kann der Körper Silicium aus der sowieso verarmten Nahrung nicht gut aufnehmen, ab dem Alter von 30 Jahren beginnt es bereits, sich abzubauen und der schleichende Mangel sorgt für typische Alterserscheinungen. Fast jeder, also 9 von 10 Menschen haben ab dem 40. Lebensjahr einen Silicium-Mangel. 

Silicium-Mangel: 9 von 10 Personen über 40 sind davon betroffen

Die Symptome eines Silicium-Mangels sind vielfältig: Alterungserscheinungen, erschlaffendes Bindegewebe, Krampfadern, Cellulitis, Falten, welke Haut, Dehnungsstreifen, spröde Haare, Haarausfall, brechende Fingernägel, Zahnprobleme, Osteoporose, Gelenkprobleme, abgenutzte Knorpel und Bindegewebe, Bänder- und Sehnenschwäche, chronische Entzündungen, verzögerte Wundheilung, Rheuma, Arthritis und Arthrose und noch so vieles mehr.

Bambus ist eine Pflanze, die sehr schnell wächst. Stabilität und Biegsamkeit erhält Bambus vom Silicium, das in der Pflanze organisch gebunden vorliegt. In dieser Form kann der Körper es etwas besser aufnehmen.

Quelle: Schallers Gesundheitsbriefe

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