Ellagsäure – sekundärer Pflanzenstoff mit Extrapower

Was ist Ellagsäure?

Verschiedene Lebensmittel enthalten Ellagitannin (Vorstufe der Ellagsäure), die im Magen durch die Magensäure in Ellagsäure umgewandelt wird. Ellagsäure ist ein Antioxidans. Es gehört zu den Polyphenolen und wird als sekundärer Pflanzenstoff mit der Aufgabe produziert, die Pflanze vor oxidativem Stress zuschützen.

Den höchsten Gehalt an Ellagsäure finden wir in Himbeeren, Erdbeeren, Granatäpfeln und deren Blättern und Samen. Beim Granatapfel lagert sie hauptsächlich in seinen Häutchen. Da die Ellagsäure sowohl hitze- als auch kältebeständig ist, bleibt ihre Wirkung auch im Kompott oder im Smoothie erhalten.

Anwendung Ellagsäure

Dr. Daniel Nixon (ein bekannter Onkologe und Hämatologe, lange Zeit Präsident der American Health Foundation und Vizepräsident der American Cancer Society) begann 1993 mit der Erforschung der Ellagsäure. Seinen bahnbrechenden Ergebnissen zufolge soll die Ellagsäure die Vermehrung von Krebszellen hemmen und ganz wesentlich zum Schutz vor Hautkrebs, Speiseröhrenkrebs und Lungenkrebs beitragen. Gebärmutterhalskrebs konnte mit ihr bereits zum Stillstand gebracht werden.

Wirkweise der Ellagsäure

Die Ellagsäure aktiviert entgiftende Enzyme in der Leber, die das Blut dann von krebserregenden Chemikalien und Stoffen reinigen. Die Säure verhindert darüber hinaus die Zerstörung des Gens, das für den Mutationsschutz in den Gebärmutterzellen verantwortlich ist. Die Ellagsäure fungiert wie ein Schutzmantel, der sich um die DNS legt und schützt auch die Verbindungsstellen vor Krebszellen-Befall. Zusätzlich kurbelt die Ellagsäure das Immunsystem an, indem sie freie zerstörende Sauerstoff-Radikale unschädlich macht, um so die Krebszellen zu zerstören.
Gerade die immens wichtigen antioxidativen Eigenschaften haben die Ellagsäure zu einem wichtigen Inhaltsstoff für Kosmetik (dermatologische Produkte) gemacht.

Ellagsäure (innerlich)

  • kann das Wachstum von Krebszellen verlangsamen, indem sie sich an Tumormoleküle bindet, um sie inaktiv zu machen (diese Wirkung konnte laut Forschung bei der Krebstherapie von Ratten und Mäusen beobachtet werden).
  • kann Giftstoffe aus dem Körper entfernen.
  • kann Entzündungen entgegenwirken.
  • kann den IQ und die mentale Funktion verbessern.
  • kann die Kollagenbildung (Knochen, Knorpel, Blutgefäße, Zahnfleisch Haut) anregen.
  • kann Müdigkeit und Ermüdung verringern.

Ellagsäure (äußerlich)

  • kann sich positiv auf Hautprobleme von Rauchern auswirken.
  • kann auf eine zu starke Pigmentierung der Haut einwirken.
  • kann die Regeneration der Oberhaut (Epidermis) und Lederhaut (Dermis) anregen.
  • kann der Faltenbildung entgegenwirken (besonders bei Rauchern).
  • kann die Neubildung der elastischen Elastinfasern (Elastogenese) anregen bzw. erhöhen.
  • kann sich an die Elastinfasern binden und so deren Stabilität und Lebensdauer erhöhen.
  • kann die Haut vor oxidativem Stress schützen und so vorzeitiger Hautalterung vorbeugen.

Zusammenfassung

Erfahrungen zeigen: die Einnahme von 1000 mg Granatapfelkonzentrat (40% Ellagsäure) kann eine positive Wirkung auf Entzündungen haben. Zur Vorsorge und bei Ermüdung können 500 mg täglich Wirkung zeigen.
Ellagsäure hemmt Entzündungen und tötet Krebszellen, fördert unser Immunsystem, wirkt antiviral (HPV), fördert die Kollagenbildung und wird äußerlich zur Regeneration der Haut eingesetzt.

Quellen:

  • Tabac et peau. Biver-Dalle et al. Annales de dermatologie et de vénérologies, 137: 568-572. 2010.
  • Tabacco smoke causes premature skin aging. Morota A. J dermatol Sci, 48: 169-123. 2007.
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  • Anti-wrinkle activity of Platycarya strobilacea extract and its application as a cosmeceutical ingredient. Kim YH et al. J Cosmet Sci., 61(3): 211-24. 2010.
  • Pomegranate as cosmeceutical source: Pomegranate fractions promote proliferation and pro collagen synthesis and inhibit matrix metalloproteinase-1 production in human skin cells. Aslam MN et al, 103(3): 311-318. 2006.
  • Ellagic and Tannic Acids Protect Newly Synthesized Elastic Fibers from Premature Enzymatic Degradation in Dermal Fibroblast Cultures. Felipe Jimenez et al. Journal of Investigative Dermatology, 126: 1272–1280. 2006.
  • De.chemdat info

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